PARADISE LOST: Believe In Nothing

PARADISE LOST: Believe In Nothing

Wer die Band seit der „One Second“ liebt, wird auch von „Believe In Nothing“ nicht enttäuscht sein. Wer LOST früher mochte und den Stilwechsel der Band nicht nachvollziehen konnte, braucht gar nicht erst weiterlesen.

Aber der Reihe nach:

– Das Cover:

Naja, wie eigentlich immer nicht so der Reisser. Leider fehlen auch die Texte.

– Die Lyrics:

Geil wie immer. Besonders den Refrain von „I Am Nothing“ (ein Song über Typen, die denken sie sind eine Persönlichkeit – in Wirklichkeit aber ein Nichts sind. Warum denk ich gerade an Big Brother?) hat es mir angetan:

„On Hopeless Days I Sit And Justify, A Wholesome Life, Of Which I Am So Deprived, I Hope And Pray, That I Won`t Stay Around, Too Long To Stain, Cause I Am Nothing!“

– Die Songs:

Sind wieder um einiges rauher und frischer als auf der „Host“. Auch wurde mehr Wert auf Abwechslung gelegt und sie klingen nicht mehr so steril als auf dem Vorgänger. Songs, welche nicht erst live ihre Vielfalt enfalten, sondern schon auf CD richtig gefallen und wieder eher nach vorne gehen. Es gibt einfache Rocksongs, welche schon beim ersten Hören zünden. Melancholische, düstere Werke und auch einige interessante Spielereien (der Geigenteil bei „Never Again“ ist einfach nur wunderschön).

– Der Sound

Wie bereits oben angekündigt, werden alle Fans die Songs mögen, welche die Band seit (der meines Erachtens besten Scheibe) „One Second“ lieben. Mit PARADISE LOST von Anfang der 90er hat die Scheibe aber gar nichts mehr am Hut. Es wird nicht mehr durch Härte brilliert, sondern durch Melodien.

Die Gitarren sind wieder vorhanden, stehen wieder mehr im Vordergrund. Man hört sogar vereinzelt richtig schöne Metalsoli. Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Songs größtenteils von einer Keyboardmelodie getragen werden und die angenehm klare Stimme von Nick Holmes den Songs den richtigen Schliff verleiten.

– Fazit:

Der Name PARADISE LOST bürgt mittlerweile für wunderschöne Melodien, hervorragendes Songwriting und Abwechslungsreichtum. Eigentlich die Scheibe welche man nach der „One Second“ und vor der „Host“ und nicht unbedingt nach der „Host“ erwartet hätte.

Line-Up:
Nick Holmes – Vocals

Aaron Aedy – Guitars

Greg Mackintosh – Guitars/Keyboards

Steve Edmonson – Bass

Lee Morris – Drums

Label: EMI Electrola

Homepage: http://www.paradiselost.co.uk

Tracklist:
1. I Am Nothing

2. Mouth

3. Fader

4. Look At Me Now

5. Illumination

6. Something Real

7. Divided

8. Sell It To The World

9. Never Again

10. Control

11. No Reason

12. World Pretending

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