ONSLAUGHT: Live Damnation

ONSLAUGHT: Live Damnation

Die Thrash Metal-Szene war ja im Großbritannien der 80er eher eine Randerscheinung, zumindest was einheimische Vertreter dieses Genres betrifft. Allerdings gab es immerhin drei Combos, die sich auch außerhalb der britischen Inseln einen Namen machen konnten: HYDRA VEIN, XENTRIX und ONSLAUGHT. Und eben die zuletzt genannten ONSLAUGHT sind nach der Reunion 2005 in den letzten Jahren wieder enorm fleißig. So präsentierten die Engländer zunächst vor zwei Jahren mit Killing Peace ein vielbeachtetes Comebackalbum. Dazu wurden im letzten Jahr mit der Kompilation The Shadow Of Death auch die Demos aus den Anfangstagen, als die Band noch dem Hardcore frönte, neu aufgelegt und 2009 steht nun ganz im Zeichen des Livealbums Live Damnation.

Auffällig ist gleich zu Beginn die für eine Live-CD sehr kurze Tracklist. Nur acht Songs lassen sich aber leicht erklären, wenn man recherchiert, dass die Mitschnitte vom Damnation Festival in Leeds stammen und dort vom Namen her auch noch hochkarätigere Bands auf dem Billing standen. Da gibt`s halt dann nur eine dreiviertel Stunde Spielzeit und deshalb will ich diesbezüglich mal nicht meckern. Außerdem sei angefügt, dass Live Damnation die bisher einzige Livescheibe im Backkatalog von ONSLAUGHT darstellt (in 26 Jahren Bandgeschichte!) und sowieso alle Songs die 4-Minuten-Grenze passieren. Also eine Mogelpackung ist diese CD mit Sicherheit nicht. Und wenn man auch noch den druckvollen Sound wahrnimmt, mit dem gerecht aufgeteilt vier Bandklassiker und vier Nummern neueren Datums aus den Boxen scheppern, dann lächelt der geneigte Thrash Metal-Anhänger mit Sicherheit, auch wenn zugunsten der Klangqualität wohl ein bisschen im Studio nachgeholfen wurde. Wurscht!!!! ONSLAUGHT treten auf Live Damnation ordentlich Arsch, das zählt! Die Thrashwalzen Killing peace, Seeds of hate (Originaltitel: Planting seeds of hate), das düstere Destroyer of worlds und der Uptemporeißer Burn stellen dabei das Kontingent von Killing Peace dar. Die vorgetragenen Bandklassiker sind die Brecheisen Let there be death und Metal forces sowie das wütende Demoniac von The Force (1986) und die formidabel brutale Bandhymne Power from hell (Originaltitel: Onslaught (power from hell)) vom gleichnamigen Debüt Power From Hell (1985).

Live Damnation ist also letztendlich zwar ein eher kurzes, aber umso brachialeres Live-Scheibchen (mit einem bedrohlich schönen Coverartwork) geworden, das jedem Oldschool Thrash-Anhänger die Haarpracht öffnen sollte. ONSLAUGHT erleben gerade ihren zweiten Frühling und genau diesen Adrenalinschub bzw. diese Spielfreude dokumentiert Live Damnation. Seid dabei, wenn das britische Thrash-Urzeitmonster alten Klassikern auf der Bühne eine Frischzellenkur verpasst, sich die Songs jüngeren Datums nahtlos in die Riege der Klassiker einreihen können und die Band schlicht einen denk- und erinnerungswürdigen Hammergig abliefert. Thrash till the death!!!!!

Veröffentlichungstermin: 20.07.2009

Spielzeit: 41:50 Min.

Line-Up:
Gesang: Sy Keeler
Gitarre: Nige Rockett
Andy Rosser-Davies
Bass: Jeff Williams
Schlagzeug: Steve Grice

Produziert von Andy Sneap
Label: Candlelight records

Homepage: http://www.onslaughtfromhell.com

MySpace: http://www.myspace.com/onslaughtuk

Tracklist:
1.Killing peace
2.Let there be death
3.Destroyer of worlds
4.Metal forces
5.Seeds of hate
6.Demoniac
7.Burn
8.Power from hell

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