BLACK STONE CHERRY: Family Tree

BLACK STONE CHERRY: Family Tree

Lieblingsbands, großes Thema! Für die meisten hat man fette Erklärungen, manche sind es einfach. Seit dem ersten Album, es hat einfach gefunkt und das bleibt für immer! Gibt´s ja nicht nur bei Bands! Bei mir und BLACK STONE CHERRY ist es so.

Nach dem letzten Album „Kentucky“ von 2016, wo die Heimat der Band abgefeiert wurde, und der den Wurzeln des Rock angelehnten EP „Black To Blues“, wo die Jungs Songs ihrer eigenen Helden im eigenen Sound präsentierten – nun ja, ist nun die Familie dran. Die eigene und die musikalische, denn wer nach 17 Jahren immer noch in der ersten Besetzung unterwegs ist, der lebt auch in der Band Familie! Und das hört man auch auf dem nunmehr sechsten Album „Family Tree“. Wie gewohnt gibt es wieder 13 Songs, und abermals hat die Band das Album wie schon den Vorgänger und das Debüt selbst produziert.

BLACK STONE CHERRY wie man sie kennt und mag

Wer BLACK STONE CHERRY mag, der ist gleich bei der eröffnenden Single „Bad Habit“ am Feiern. Schmutzig, kurz, Popo tretend mit einen fett groovenden Solopart. So heavy waren die Jungs selten. Auch die andere Single „Burning“ brennt sofort, catchy, knackig, melodisch und trotzdem schön kraftvoll. Als Kontrast gibt es ein zartes Solo im ALLMAN BROTHERS-Stil. Bei „New Kinda Feelin“ still sitzen? No way! Mehr als je zuvor huldigen BLACK STONE CHERRY auf „Family Tree“ ihre Vorbilder. Das sind natürlich oft LYNYRD SKYNYRD und deutlich auch MOLLY HATCHET. Bei „Dancin´ In The Rain“ greift sogar WARREN HAYNES (GOV´T MULE, ALLMAN BROTHERS BAND, THE DEAD) zu Gitarre und Mikro.

„James Brown“ groovt so unfassbar, passendes Bläsergetröte, zündende weibliche Backings, Tanzalarm! Beim abschließenden Titelsong sind wieder MOLLY HATCHET ganz vorn, geschmückt wie alle Songs mit reichlich eigenem BLACK STONE CHERRY-Sound. Weitere Highlights gibt es in der Albummitte. Das sentimentale „My Last Breath“, dass dann doch kräftig, aber herrlich zurückhaltend zum Mitswingen einlädt. Und hej, „Southern Fried Friday Night“ rockt mächtig und erinnert an frühe AEROSMITH, als die noch richtig gerockt haben. Wirklich unter geht keiner der Songs, alle machen Spaß, das Album wird zum Dauergast im Player und macht sich fantastisch im Autoradio! Ok, über die gesamte Länge wünscht man sich doch mal eine Überraschung, die halt nicht kommt. Dafür kriegt man das, was man von der Band erwartet in bewährter Qualität. Und der leichte Ruck wieder weg vom Mainstream-Touch des letzten Albums „Kentucky“ hin zum klassischen Southern Rock mit einem guten Touch Blues ist sehr willkommen.

Für Southern Rocker ist „Family Tree“ ein Pflichtkauf

Wer BLACK STONE CHERRY mag kann blind zugreifen und wird viel Spaß haben. Wer die Jungs noch nicht kennt und auf kraftvollen Southern Rock steht, der hat ebenfalls einen Pflichtkauf. Die Band aus Kentucky zeigt Respekt vor den Genre-Helden, schafft es aber, eine eigene Linie zu fahren. Als Fan erkennt man seine Lieblings-Rocker sofort! Nicht viele Bands kriegen gerade in diesem Genre den Spagat aus traditionellem und modernem Sound so gut hin!

Veröffentlicht: 20.04.2018

Spielzeit: 52:56

Lineup:
Chris Robertson – Vocals, Guitars
Ben Wells – Guitars, Vocals
Jon Lawhon – Bass, Vocals
John Fred Young – Drums, Vocals

Label: Mascot Records

Website: http://www.blackstonecherry.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/blackstonecherry

Die Tracklist von „Family Tree“:

1. Bad Habit
2. Burnin´
3. New Kinda Feelin
4. Carry Me On Down The Road
5. My Last Breath
6. Southern Fried Friday Night
7. Dancin´ In The Rain (featuring Warren Haynes)
8. Ain´t Nobody
9. James Brown
10. You Got The Blues
11. I Need A Woman
12. Get Me Over You
13. Family Tree

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!