DOOMSWORD: Deathmaster – die Drachenseele

Es gibt viele Bands, die versuchen mit Wikingermythen, einer gewissen Portion Bombast und ein paar Schwerterklirreffekten so etwas wie eine nordische Atmosphäre zu schaffen. Nur sehr wenigen gelingt es allerdings, diese in einer packenden und dichten Art und Weise umzusetzen. Zu den glorreichen Ausnahmen gehören eindeutig DOOMSWORD, die mit "Resound the Horn" dieser Tage wieder ein echtes Highlight im Bereich Epic Metal veröffentlichen.

Es gibt viele Bands, die versuchen mit Wikingermythen, einer gewissen Portion Bombast und ein paar Schwerterklirreffekten so etwas wie eine nordische Atmosphäre zu schaffen. Nur sehr wenigen gelingt es allerdings, diese in einer packenden und dichten Art und Weise umzusetzen. Zu den glorreichen Ausnahmen gehören eindeutig DOOMSWORD, die mit Resound the Horn dieser Tage wieder ein echtes Highlight im Bereich Epic Metal veröffentlichen.

Kauzige Gesellen könnte man also hinter dieser Band vermuten, über die man in der Vergangenheit nur spärlich Informationen finden konnte. Umso überraschender, dass sich Sänger und Bandkopf Deathmaster als Mensch entpuppte, der zwar ganz klare Vorstellungen von dem was er will hat, gleichzeitig aber auch noch eine gesunde Portion Selbstironie an den Tag legt.

Nachdem euer Debüt ja bereits sehr stark ausgefallen ist, war ich doch sehr positiv überrascht, dass Resound the Horn noch einen Tick besser geworden ist.

Dankeschön! Die meisten Leute sagen, dass das zweite Album stärker ist als das Debüt. Ich persönlich denke, dass wir neben dem kompositorischen Aspekt auch gereift sind, was die Technik und die Komplexität angeht. Das erste war ein Debüt, das neue ist ein Album, haha.

So kann man das natürlich auch sehen…das erste Album hat bei vielen Leuten ja jetzt bereits Kultstatus. Hat euch das besonders unter Druck gesetzt?

Nun, ich war wirklich glücklich, dass wir sofort, als das Debüt veröffentlicht wurde, als Kultband gehandelt wurden. Für uns ist es allerdings schon eine Last, als solche definiert zu werden, denn wenn du mit dem ersten Album gleich so tituliert wirst, musst du ein Album abliefern, das mindestens gleich gut ist. Wir haben versucht, das beste zu schreiben, was wir konnten.

Ein harter Schlag für dich muss es doch gewesen sein, als Guardian Angel nach dem Release von Doomsword aus der Band ausgestiegen ist, da er ja gemeinsam mit dir die Band gegründet hat. Zudem hat aber auch noch Sänger Nightcomer die Band verlassen…war DOOMSWORD zu dem Zeitpunkt kurz vor der Auflösung?

Es war eine wirklich seltsame Zeit. Ich wusste ehrlich nicht, was ich tun sollte. Eine zeitlang dachte ich darüber nach, die Band aufzugeben, dann wollte ich aber wieder Leute suchen, mit denen ich weiter machen konnte. Was mich aber dann hauptsächlich davon abhielt, DOOMSWORD aufzulösen, waren die Reaktionen der Fans aus Deutschland und Griechenland. Unser Debüt ist drei Jahre alt und noch immer erhalten wir Briefe mit Komplimenten von Leuten, die uns sagen, dass wir weiter machen sollen.

Wie ist das denn für dich, dass ihr eure Fans hauptsächlich in Griechenland und Deutschland habt?

Zunächst einmal denke ich, dass wir uns nicht wirklich italienisch anhören. Das ist eine Sache, die uns sicherlich im Ausland weiter hilft. In Italien werden wir schlechter behandelt, als in anderen Ländern. Erst jetzt haben wir etwas mehr Erfolg, nachdem wir den Vertrag mit Dragonheart abgeschlossen haben. Das seltsame ist, dass wir in Deutschland so gut ankommen. Griechenland ist ein traditionelles Epic-Metal-Land. In Deutschland mag man eher Doublebass-Sachen und so weiter. Für mich sind die größten Bands, die Deutschland je hervorgebracht haben, das Thrash-Trio KREATOR, SODOM und DESTRUCTION. Deshalb kann ich unseren Erfolg in Deutschland auch nicht ganz nachvollziehen, aber ich weiß, dass die Fans dort auch richtige True-Metaller sind.

Als ich mir das neue Album angehört habe, musste ich mich ernsthaft fragen, weshalb ihr – nachdem du ja bereits auf dem Demo gesungen hast – für das Debüt unbedingt einen Sänger haben wolltet. Meiner Meinung nach passt dein Gesang ein ganzes Stück besser zum Sound von DOOMSWORD!

Ich habe schon einige male erklären müssen, warum ich auf dem neuen Album singe: Da ich sowohl die Lyrics als auch die Songs schreibe, ist es für mich sehr schwer, einem Sänger klar zu machen, wie er gewisse Dinge rüberbringen soll. Nach unserem Demo haben wir einige Angebote von italienischen Labels bekommen. Unter anderem waren da auch Dragonheart, Underground Symphony und Lucretia dabei. Die Entscheidung für einen neuen Sänger fiel, weil Dragonheart meine Stimme auf dem Demo nicht mochten und ich muss auch zugeben, dass mein Gesang nicht besonders gut war. Er passte zwar in die Musik, aber er war nicht gut. Dragonheart ist eben kein Underground-Label und deshalb wollten sie das Risiko nicht eingehen, ein Album anzubieten, auf dem kein guter Sänger zu hören ist. Sie sagten mir also: wenn ihr einen neuen Sänger in die Band holt, werden wir euer Album veröffentlichen. Wir haben also einen Sänger in die Band geholt, dennoch aber bei Underground Symphony unterschrieben, da sie mir eine Vinyl-Version des Albums versprachen, haha. Ich bin ein großer Vinyl-Sammler.

Vinyl ist ein gutes Stichwort: euer erstes Album wurde ja bereits in der Erstpressung als sehr schöner Lederdigipack veröffentlicht und mit einigem Abstand auf Vinyl. Wie sehen diesbezüglich denn die Pläne für Resound the Horn aus?

Das Album wird als Digipack veröffentlicht und evtl. werde ich es als LP auf meinem eigenen Label Sacred Metal veröffentlichen.

Ah, du hast ein eigenes Label…

Ja, ich habe eine ANCIENT-Mini-LP veröffentlicht, God loves the Dead in einer 500-er-Auflage.

Der ANCIENT-Schlagzeuger Grom war zuletzt ja auch Bandmitglied bei DOOMSWORD und hat auch auf Resound the Horn mitgewirkt. Nun habe ich aber gelesen, dass er inzwischen die Band wieder verlassen hat…ist das nicht frustrierend für dich, dass es immer derartige Line-Up-Probleme gibt?

Nun, wenn du es genau wissen willst, kann ich dich mit Grom sprechen lassen, er steht gerade neben mir.

Ja klar doch…

Grom: Hi!

Hallo Grom! Ich wollte gerade Deathmaster fragen, wie es dazu kam, dass du die Band verlassen hast, anscheinend seid ihr ja noch sehr gute Freunde, wenn du dich gerade bei ihm aufhältst…

Grom: Weißt du, man kann einfach nicht alles auf einmal machen und irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. In diesem Fall war es einfach so, dass ich gegenüber ANCIENT eine große Verantwortung hatte, da ich schon eine ganze Zeit länger in dieser Band spiele. Ich musste mich entscheiden, was mir aber nicht leicht fiel, da es ja auch DOOMSWORD wieder schadete. Aber alles verlief sehr freundschaftlich und ich helfe DOOMSWORD auch noch bei vielen Dingen aus. Es ist cool so.

Und dann bist du jetzt rein zufällig bei Deathmaster?

Grom: Ich wollte ihn einfach noch etwas bei den Interviews unterstützen. Wir haben das Album gemeinsam eingespielt und da helfe ich einfach noch etwas aus, auch wenn ich nicht mehr in der Band bin. Ich komm hier aber auch sonst oft her, einfach um etwas rumzuhängen…ich geb dich jetzt aber wieder an Deathmaster weiter!

Deathmaster: Du siehst, wir sind noch immer Freunde, haha!

Und was denkst du denn, woran es liegt, dass du immer derartige Probleme mit dem Line-Up hast?

Haha…Grom hat dir ja seine Seite schon erklärt. Bei den anderen war das Problem, dass sich Guardian Angel zum Beispiel komplett aus der Metal Szene zurückgezogen hat. Er ist eine sehr eigentümliche Person, etwas verrückt, und er ändert sehr oft seine Meinung. Was Nightcomer betrifft, so war das meine Entscheidung. Ich wollte einfach wieder singen und da habe ich ihm erklärt, dass es keinen Platz mehr für ihn in der Band gibt, haha.

…und wie hat er darauf reagiert?

Haha, er ist auch nach wie vor ein Freund von mir. Alles was DOOMSWORD betrifft, verläuft immer auf sehr freundschaftliche Weise. Wir sind noch immer Kumpels, fühlen uns wohl und trinken gemeinsam Bier. Es ist sehr wichtig, dass du mit den Leuten ehrlich bist, dann gibt es auch keine Probleme.

Habt ihr denn dann auch schon das Drummer-Problem gelöst?

Nein, bei uns hier gibt es nicht viele Musiker. Es ist eine seltsame Situation, ohne Drummer weitermachen zu müssen. Wir wollten aber auch auf keinen Fall, dass Grom das Gefühl hatte, dass wir ihn einfach benutzten, um an ein paar Kontakte zu knüpfen usw. Wir wollten erst Klarheit in die Situation bringen.

Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwer ist, Musiker zu finden, die auch tatsächlich in die Band passen. Es gibt derzeit zwar schon sehr viele Metalbands in Italien, aber wenn man sich die anhört, könnte man meinen, dass alle aus den gleichen Musikern bestehen…ich habe den Eindruck, dass nur wenige den nötigen Ergeiz mitbringen, etwas eigenes auf die Beine zu stellen.

Ja, so seh ich das auch. In Italien versuchen die meisten Bands, andere zu imitieren. Das ist ärgerlich. Für DOOMSWORD bestand das Problem, die richtigen Leute mit dem richtigen Spirit zu finden. Ich habe wirklich nie Wert darauf gelegt, dass ein Musiker eine besonders tolle Technik hat. Mir kam es einfach auf dessen Einstellung an. Bei Forger war das z.B. auch der Fall. Ich schwör dir, dass ich ihn bevor er bei DOOMSWORD einstieg, niemals Gitarre spielen gesehen habe. Wir teilen viele Gedanken und haben ähnliche Vorstellungen und das reichte mir. Es ist mir egal, ob du Gitarre spielen kannst oder nicht, so was kann man lernen. Hier in Italien gibt es wirklich nur wenige Leute, die die richtige Einstellung mitbringen.

Kennst du eigentlich die Band THUNDERSTORM?

THUNDERSTORM! Klar! Für mich ist das die größte Doomband der Welt! Einfach weil sie nach dem Split von SOLSTICE – die für mich ebenfalls Götter waren – die letzte wahre Doomband darstellen!

Witzigerweise haben die ja genau dasselbe Problem wie ihr: keinen Drummer!

Haha…ich weiß, ich habe einen meiner Freunde – der bei DRAKKAR spielt – gefragt, ob er keinen Schlagzeuger kennen würde. Er meinte, ich solle doch mal bei THUNDERSTORM nachfragen, ob die uns nicht aushelfen könnten. Leider konnten sie aber nicht, haha.

Wie würdest du selbst denn DOOMSWORD in der italienischen Metalszene einordnen?

Ich denke, dass wir sicherlich nicht wie andere klingen. Wir gehören zu einer Gruppe von Bands, die aus DOMINE, WOTAN und DOOMSWORD besteht. Diese drei Bands spielen eine Art von Heavy Metal mit einem epischen Einschlag. Es gibt sonst kaum andere Bands, die von 80-er-Größen wie CANDLEMASS beeinflusst sind. Ich kann mir vorstellen, dass in Italien die wenigsten Bands überhaupt einen Act wie WARLORD kennen.

Welchen italienischen Bands würdest du denn dann eine gewisse Wichtigkeit bescheinigen?

Oh, als unser Debüt herauskam, haben wir ja bereits ADRAMELCH als eine Inspirationsquelle genannt. Ich denke dass es ansonsten nur die zuvor genannten Bands wert sind, erwähnt zu werden. An anderen Acts habe ich nicht wirklich Interesse.

Was denkst du denn dann z.B. über DEATH SS?

Ich denke sie haben wirklich abgebaut, ich mag die letzten Alben von ihnen nicht. Ich war zur Zeit der ersten Veröffentlichungen ein großer Fan, aber Songs wie damals wird die Band nicht mehr schreiben. Deshalb bin ich auch nicht mehr so versessen auf DEATH SS.

Underground Symphony gehört ja zu den italienischen Labels, die vor einigen Jahren ebenfalls einen starken Kultcharakter inne hatten. Inzwischen ist das Label aber ziemlich verrufen, da es eben auch sehr viele Sachen herausbringt, die nur diese italienische Durchschnittsware darstellt. War das auch ein Grund für euch, das Label zu wechseln?

Der einzige Grund war eigentlich der Vertrieb. Wir sind sehr gerne eine Kultband, aber wir sind weniger gerne eine unbekannte Band, haha. Deshalb haben wir bei Dragonheart unterzeichnet. Aber ich bin mit den Leuten von Underground Symphony noch gut befreundet. Sie waren natürlich nicht so glücklich, dass wir gegangen sind, aber sie haben sich für uns gefreut, da sie sich im klaren darüber waren, dass wir einen besseren Vertrieb brauchten.

Sogenannte Kultbands bringen es ja auch immer mit sich, dass die Fans besonders leidenschaftlich sind, vor allem wenn es um das Sammeln von Raritäten geht. Auch wenn es auf eurem Demo nur einen Song gibt, der nicht auf dem Debüt gelandet ist, so denke ich, dass doch viele an diesen ursprünglichen Aufnahmen interessiert sind. Und für das neue Album hast du ja zunächst vier Songs geschrieben, die es bis auf Resound the Horn: Odin´s Hail nicht auf die Scheibe geschafft haben…

Schwierige Frage. Die vier Songs wurden von mir alleine geschrieben. Als wir die Songs für das zweite Album auswählten, suchten wir in erster Linie diejenigen aus, die von Forger und mir gemeinsam geschrieben wurden. Sie klingen homogener, da sie von den selben Leuten stammen. Wenn du dir das Album anhört ist Resound the Horn der einzige, den ich alleine geschrieben habe und er klingt irgendwie anders. Falls ich die Songs irgendwann neu aufnehmen werde, dann werde ich sie mit Forger umschreiben und auf das dritte Album packen.

Forger scheint ja auch einen großen Einfluss auf das neue Album gehabt zu haben. Er hatte zuvor ja anscheinend eine Doom-Folk-Band am Laufen. Ist er verantwortlich für diesen folkigen Einschlag bei The Youth of Finn MacCool?

Ja. Er alleine ist dafür verantwortlich, das hast du gut erkannt. Das ist der Spirit von Forger, haha. Diesen Song hat er geschrieben.

Der Song ist ja schon aufgrund des Titels anders als der Rest des Albums…

Er wurde bei dem Song von einer keltischen Sage inspiriert. Er hat ein Faible für das Keltentum.

Erzähl doch etwas mehr über Forger…

Er ist ganz offensichtlich der einzige in der Band außer mir, der auch ein Songwriter ist. Er hat seine Kompositionen in die Band mit eingebracht und sie so bearbeitet, dass sie zu DOOMSWORD passen. Ich denke, dass die Mischung aus unseren Herangehensweisen sehr gut zusammen funktioniert. Vermutlich ist der repräsentativste Song für diese Mischung der Opener Shores of Vinland: Traurigkeit und Triumph zur gleichen Zeit.

Würdest du sagen, dass der Einstieg von Forger in die Band vielleicht ein Meilenstein in der Bandgeschichte darstellt oder denkst du, dass es zu früh ist um solch eine Aussage zu treffen?

Ich glaube es ist zu früh. Ich habe schon die meisten Sachen geschrieben, die du auf dem Album hörst und habe drei Jahre daran gearbeitet, nicht nur sechs Monate. Was wichtig ist, ist die Atmosphäre. Und diese zu erschaffen, dabei hat uns Forger sehr stark geholfen. Wir wollen auf jeden Fall in diese Richtung weiter machen, aber es ist noch zu früh um sich festzulegen.

Kannst du mir ein paar Informationen zu seinem Doom-Folk-Projekt geben?

Ich denke dass er sich in einer sehr ungünstigen Ausgangsposition befand. Er hatte gute Ideen aber nicht die richtigen Leute um sie umzusetzen. Er hat also sicher die richtige Entscheidung getroffen, haha.

Nach dem Release eures Debüts war es nicht sehr einfach an Informationen über die Band zu gelangen. Auf der Homepage fand man nicht wirklich viel, man konnte keine Interviews lesen,… Für mich hatte es ein wenig den Eindruck, als hättet ihr dadurch versucht, bewusst eine Art Kult aufzubauen, ähnlich wie es bei BATHORY der Fall war.

Ja, ich weiß was du meinst. Du hast recht. Wir haben versucht, eine Art Mystik um die Band zu erschaffen. Wir haben keine Infos über unsere eigentliche Arbeit oder unser normales Leben herausgegeben, denn der Hörer sollte sich bewusst sein, dass nur die Musik wichtig ist, und nicht die Gesichter dahinter. Für mich ist das der richtige Weg um eine echte Kultband zu sein. Aus diesem Grund haben wir auch nie live gespielt.

…womit du meine nächste Frage vorweg nimmst…

Nun, wir wollten dieses Mysterium nicht zerstören, wir wollten keine Gesichter zeigen, uns nicht als Rockstars darstellen. Wir werden jetzt aber live spielen, denn wir haben die Gelegenheit mit MANILLA ROAD zusammen aufzutreten, was für mich etwas wirklich großes ist. MANILLA ROAD sind Götter!

Und danach wird man euch öfter sehen?

Vielleicht…nicht sicher…

Ihr könntet doch mit THUNDERSTORM rüber kommen, die hier ja immer wieder mal spielen…

Ich weiß, aber es ist derzeit eh schwierig, da wir keinen Schlagzeuger haben…

Was sind für dich denn die wichtigsten Epic-Metal-Albums aller Zeiten?

Mein absolutes Lieblingsalbum ist ganz klar Hammerheart von BATHORY! Es ist eine große Inspiration. Ansonsten die erste Veröffentlichung von CANDLEMASS, auch wenn sie nicht so sehr episch ist. Das ist aber auch eine wirklich schwierige Frage….Deliver Us von WARLORD und auch das erste Album von LIEGE LORD empfinde ich als sehr episch.

Wie steht es denn mit Into Glory Ride?

Haha…das ist zu offensichtlich! Es ist ganz klar mein Lieblingsalbum von MANOWAR. Die Band hat darauf die besten Songs ihrer Karriere veröffentlicht und einer der besten überhaupt: Secret of Steel!

Ich muss einfach fragen: was hältst du denn vom neuen MANOWAR-Album?

Nun, ich denke wenn es in zwei Teile gespalten worden wäre, wäre eines ein gutes Album, haha.

Es gibt Leute die sagen, wenn es irgendwann einmal ein Into Glory Ride? Teil 2 gibt, dann wird dieses von DOOMSWORD kommen. Was denkst du darüber?

Ich denke, dass so etwas völlig unmöglich ist. Ich glaube auch nicht, dass man mich jemals mit Eric Adams vergleichen können wird, haha. Das ist zuviel für mich…. MANOWAR hatten ja eigentlich auch keine keltischen oder Wikingerelemente in ihren Songs. Sie haben eine Art Epic-Metal kreiert, der sich völlig von nordischen Epic-Metal-Bands unterscheidet.

Euer neues Album ist ja um einiges nordischer geraten, als das Debüt. Es gibt auf Resound the Horn auch keine Tolkien-Lyrics mehr…

Ja, es gibt kein Fantasy mehr. Die meisten Bands, die hier in Italien den Erfolg suchen, orientieren sich sehr stark an dem Fantasy-Stoff von RHAPSODY. Wir wollen uns davon abgrenzen. Wir sind sehr an Geschichte interessiert und wollen keine Fantasy-Lyrics mehr machen.

Ich meine eigentlich ist es eine sehr dumme Frage, aber für viele ist es seltsam, wenn eine italienische Band über nordische Themen singt…

Eigentlich ist das eine Standardfrage…all die Journalisten fragen uns, warum wir über Wikinger singen und nicht über Römer. Als erstes ist es so, dass wenn du hier über Römer singst, du sehr schnell als Faschist verschrien bist. Aber eigentlich ist der Grund, dass ich mit diesem militärischen Aspekt nichts anfangen kann. Der Wikinger-Spirit hatte etwas sehr freiheitliches und naturverbundenes. Wir fühlen uns dem sehr verbunden. Wir haben eine Drachenseele. Aus diesem Grund singe ich über Wikinger.

Euer Debüt beginnt mit dem Satz For I am your God and you must obey…. Den Satz findet man auf Resound the Horn im Song Doomsword wieder….

Der einzige Grund ist eigentlich der, daran zu erinnern, dass wir noch immer dieselbe Band mit demselben Spirit sind. Das war für uns das wichtigste. Und ansonst passt es einfach gut in den Song, haha.

Aber es gibt ja auch noch andere Verbindungen zwischen den Alben. Es gibt da den Song On the March und Onward into Battle (on the march again)…

Ja, richtig. Viele Leute denken, dass wenn neue Leute in der Band sind und du das Label wechselst, die Herangehensweise an die Musik eine völlig andere ist. Das wollten wir damit vermeiden. Wir wollen, dass den Fans bewusst wird, dass wir noch immer dieselben sind. Deshalb haben wir diese Referenzen in das Album eingebaut.

Und dann gibt es noch die Songs Swords of Doom und Doomsword. Was werden wir also auf dem dritten Album finden?

Haha…The Swords of Doom of the Doomsword…….of Doom

Hehe…und welches ist nun eure Bandhymne?

Haha…keine Ahnung….

Nun habe ich gelesen, dass ihr bereits an eurem dritten Album schreibt, da ihr vermeiden wollt, dass wieder drei Jahre zwischen den Alben liegen.

Oh, Forger und ich haben schon an einigen Songs geschrieben, da wir Dragonheart innerhalb eines Jahres ein neues Album abliefern müssen. Das ist schwer…

Und was können wir erwarten?

Das ist eine wirklich sehr sehr schwierige Frage. Der größte Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Album ist die Atmosphäre. Das erste war sehr melancholisch und tragisch. Das zweite ist epischer und besitzt mehr Glorie. Vielleicht wird das dritte eine Kombination aus beiden Aspekten, vielleicht aber auch nicht…ich denke eine Konstante, die immer in unserem Sound bestehen wird, ist das Wort Epic.

Was waren die letzten drei Alben, die du dir gekauft hast?

Nun, ich muss dir sagen, dass ich keine Alben kaufen muss, da ich einen CD-Laden besitze, haha. Ich kann mir also sehr viele Alben anhören….die letzten Alben, die ich aber wirklich sehr mochte sind Killing the Dragon von Ronnie James DIO uuund…..hm…nun…DIO.

Abschlussfrage: wen würdest du in deinem Leben gerne einmal treffen und warum?

Oh…sehr schwierig…ich würde gerne einmal mit Quorthon reden. Nur reden und ein Bier trinken…oder viele Biere….