DOOMSWORD: My Name will live on

DOOMSWORD: My Name will live on

Mit dem neuen DOOMSWORD-Album kann man es sich recht einfach machen. Wer auf traditionellen Epic-Metal abfährt, der kann und darf an My Name will live on nicht vorbei. Punkt.

Gleichwohl gibt es zum vierten Werk der Italiener einiges zu sagen. Fans des Debüts dürfen sich freuen – My Name will live on ist ein deutlicher Schritt zurück zu den Anfängen. Weniger Viking, mehr Epic, so könnte man die Sache knapp zusammenfassen. My Name will live on dürfte zudem vermutlich das bislang ausgetüfteltste Album von DOOMSWORD sein. Das Werk wirkt von vorne bis hinten sehr durchdacht und es scheint, als hätte jemand viel Arbeit in die Songs gesteckt. Vor allem auch die Gitarrenteile sind super ausgearbeitet und musikalisch ist My Name will live on absolut top.
Das pfeilschnelle Steel of my Axe und das vielschichtige Once Glorious sind klare Kampfansagen an die aktuellen MANOWARDOOMSWORD zeigen, wie man epischen True Metal richtig macht. Mit Luni liefert die Band einen echten DOOMSWORD-Vorzeigesong ab, mit typisch schleppenden Gitarrenriffs, Hörnereinspielungen, hymnischen Momenten und dieser großartigen Melancholie in Deathmasters Gesang, der in der zweiten Strophe von WOTAN-Sänger Vanni Ceni unterstützt wird, welcher hier richtig gute Arbeit abliefert. Einen zweiten hervorragenden Gastbeitrag gibt es in Once Glorious von ADRAMELCH-Frontmann Vittorio Ballerio.und auch dieser Song ist vom ruhigen Akustik-Intro bis zum getragenen, mit Doublebass unterlegten Refrain ein echtes Highlight.

Bei My Name will live on stimmt kompositorisch wirklich alles – dennoch mag sich die absolute Euphorie nicht einstellen. Mit dem Vorgänger Let Battle Commence haben DOOMSWORD ihr Hammerheart abgeliefert und im direkten Vergleich kann das neue Werk trotz dass es sich wohl um das musikalisch bislang beste Schaffen der Band handelt, nicht mithalten. Es fehlt ein stückweit die Inbrunst und Spontanität, die My name will live on zu einem intensiven Epic Metal-Meisterwerk hätten werden lassen können. Ein bisschen weniger Kopf, dafür mehr Ungestümtheit – ich glaub ich wäre ausgerastet.
Nichtsdestotrotz haben DOOMSWORD ihren Status als Underground-Könige des Epic Metal bewahrt. Die Italiener agieren zu jedem Zeitpunkt ehrlich und aufrecht – ganz vorne Weg natürlich Deathmaster, der mit seinem eigenwilligen, aber mitreißenden Gesang dem Bandsound seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Unverfälschten, echten Heavy Metal, das ist, was man von DOOMSWORD erwartet und bekommt. Und den sollte man sich nicht entgehen lassen.

Veröffentlichungstermin: 22.06.07

Spielzeit: 54:36 Min.

Line-Up:
Sacred Heart – Gitarre
The Forger – Gitarre
Wrathlord – Schlagzeug
Geilt – Bass
Deathmaster – Gesang, Gitarre

Produziert von Alex Festa & Andrea Testa
Label: Dragonheart

Homepage: http://www.doomsword.it

Tracklist:
1. Death of Ferdia
2. Gergovia
3. Days of high Adventure
4. Steel of my Axe
5. Claidhamh Solais (Sword of Light)
6. Thundercult
7. Luni
8. Once Glorious
9. The Great Horn

Fierce
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