DARK TRANQUILLITY: Auf der Suche nach dem Kern

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Construct“ ist vielleicht eine der interessantesten Veröffentlichungen, die DARK TRANQUILLITY bislang hervorgebracht haben. Die Schweden verließen ihren altbewährten Pfad des traditionellen skandinavischen Melodic Death Metals und begaben sich auf die Suche nach einer neuen Quelle der Kreativität, indem sie den Fokus auf die zugrunde liegende Atmosphäre ihrer Arbeit lenkten. „Construct“ kann daher leicht missverstanden werden, dreht sich im Kern aber weniger um einzelne Stücke oder rasende Hits, sondern um das Erschaffen einer packenden Vision düsterer Musik, die wiederum auf ausgearbeiteten Gedankengängen fußt. Wir sprachen mit Keyboarder Martin Brändström via E-Mail über einen neuen Ansatz Musik zu schreiben, über die Auswirkungen seiner Stimmungslage auf die Kreativität sowie über die beste Art und Weise, das neue Album zu hören.

Hi Martin! Da „Construct“ euer zehntes Album in zwanzig Jahren ist, bemerkte ich direkt, dass es genau zehn Songs enthält. Besteht diesbezüglich irgendeine seltsame Verbindung oder ist das schlicht Zufall?

Da gibt es keine Verbindung. Es wurden sogar ein paar Songs mehr aufgenommen, aber in welcher Weise diese veröffentlich werden, wird vom Plattenlabel festgelegt und hauptsächlich vom Markt diktiert. Welche Songs allerdings auf den verschiedenen Veröffentlichungen landen, entscheidet jedoch die Band.

Nichtsdestotrotz wäre ein zugrunde liegendes Konzept nicht überraschend gewesen, wenn man den Albumtitel „Construct“ heranzieht. In der Tat denke ich, dass „Construct“ den Sound DARK TRANQUILLITYs auf seine Basis reduziert hat, um eine neue Vision von Metal um diesen Kern herum aufzubauen.

Du hast Recht, dass wir wirklich versuchten, den Kern eines jeden Songs zu finden, ohne uns darum zu sorgen, wie er zu unserem restlichen Schaffen passt. Der DARK TRANQUILLITY-Sound entsteht in der Regel auf natürliche Weise. Er liegt in unserer DNS, wenn wir fünf zusammenarbeiten.

In eurem Presseschreiben erwähnt ihr, dass ihr beim Songwriting einen komplett neuen Ansatz verfolgt habt. Wann kam der Punkt, an dem ihr feststellen musstet, dass die ursprünglichen Methoden nicht mehr funktionieren? Gab es ein Gefühl der Stagnation oder vielleicht ein Mangel an Kreativität im Allgemeinen?

Wir versuchten schon 2011 und 2012, mit dem Songwriting-Prozess anzufangen. Das Gefühl während des Schreibeprozesses immer an denselben Ort zurückzukehren belastete uns aber zu sehr, um Kreativität zu entwickeln. Sobald wir uns für einen neuen Ansatz entschieden hatten, also den Proberaum für das Songwriting gegen das Studio einzutauschen, fanden die Dinge sofort wieder zueinander.

Würdest du bezüglich der Neuorientierung mit Schwerpunkt auf simplere Strukturen sagen, dass euer Hauptziel war, den Hörern die Essenz DARK TRANQUILLITYs aufzuzeigen, um anschließend diese Basis neu zu entwickeln?

Das ist eine angemessene Einschätzung. Obwohl ich sagen würde, dass unser Ziel war, die Essenz der Songs sowie die Emotionen, die wir übermitteln wollten, aufzudecken. Die Essenz DARK TRANQUILLITYs kommt von uns fünf – ziemlich entschlossene Personen, die während dem Aufnahmeprozess über die Songs genauso streiten, wie wir sie pflegen.

Obwohl „Construct“ sehr strukturiert und durchdacht klingt, weist es auch eine gewisse Spontaneität auf. Ist das die Folge, wenn man ein Album ganz von vorn im Studio schreibt?

Ja, da wir das Album im Studio schrieben, konnten wir verschiedene Dinge ausprobieren und schon zu einem früheren Zeitpunkt erkennen, dass sie funktionieren würden. Es war einfacher, bei spontanen Ideen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn wir alle direkt hören konnten, wie sie am Ende ausfallen würden.

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Der DARK TRANQUILLITY-Sound entsteht auf natürliche Weise. Er liegt in unserer DNS, wenn wir fünf zusammenarbeiten.

Ich habe den Eindruck, dass ihr während dem Songschreiben immer eine Gesamtperspektive im Blick hattet. Ihr habt nicht einfach ein paar Songs unabhängig voneinander geschrieben, sondern vielmehr eine Sammlung von Stücken, die notwendigerweise zusammengehören. Wurde das Album mit einer solchen Haltung geschrieben?

Wir erhielten während des Schreibens durchgehend dieselbe Einstellung zu den Songs aufrecht, wodurch sie sich natürlich entwickeln konnten, ohne sie in eine bestimmte Form zwängen zu müssen. Die Atmosphäre und der Sound entsteht, indem wir jede Geschichte in einer dystopischen und melancholischen Weise erzählen.

Dieser Eindruck spiegelt sich auch auf Albumebene: Beispielsweise ist „For Broken Words“ meiner Meinung nach ein solider, jedoch nicht allzu eindrucksvoller Song, wenn man ihn isoliert betrachtet. Im Kontext aber erfüllt er seinen Zweck als atmosphärischer Einstieg schlicht brillant und trägt so dazu bei, „Construct“ auf ein neues Level zu heben. Waren diese Verbindungen untereinander – jeder Song ist Teil eines größeren Ganzen – ein Ziel, das ihr bewusst angestrebt habt?

Ja. Wir spürten, dass die Vielfalt der Songs uns die Freiheit gab, innerhalb der Stücke weniger facettenreich zu agieren. Wir konnten eine Stimmungslage länger erforschen, wenn wir nicht alles auf einmal sagen mussten. Ich denke, „For Broken Words“ funktioniert mit seiner kalten Haltung gut, um den Rahmen für die emotionaleren Tracks, die später folgen, zu schaffen.

Ein Nachteil davon ist, wenn man so will, die Abwesenheit so genannter Hits im allgemeinen Sinn. Würdest du euren Hörern eher nahelegen, „Construct“ von Anfang bis Ende zu genießen? Würde das deiner Meinung nach in einer besseren Hörerfahrung resultieren?

Wir setzen niemals mit der Einstellung an, einen Hit zu schreiben – oder wir setzen immer mit dieser Einstellung an, je nachdem wie man es betrachtet. Das geschieht im Nachhinein auf natürliche Weise. Heutzutage wählen und selektieren die Leute aus ihren Playlisten und hören sich nur selten komplette Alben an, geschweige denn denselben Künstler für mehr als eine kurze Zeit. Ich würde dennoch sagen, dass das Genießen von „Construct“ von Anfang bis Ende definitiv eine bessere Hörerfahrung darstellt.

Construct“ erschafft eine düstere und zeitgleich fast mechanische Grundstimmung. Beizeiten würde ich sie als recht dystopisch beschreiben. Gab es hinsichtlich der atmosphärischen Ausrichtung bestimmte Einflüsse?

Es gibt eine Menge anderer Musik, die einen beeinflussen kann, aber ich denke, dass Worte ebenso effektiv sein können, um einen auf dem eingeschlagenen Weg zu halten. Ich persönlich hatte die Worte dystopisch, großstädtisch (metropolitan – Anm. d. Verf.) und Melancholie als diejenigen Worte im Hinterkopf, die mich während den Aufnahmen in die richtige Richtung lenkten.

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Ich persönlich hatte die Worte dystopisch, großstädtisch und Melancholie im Hinterkopf, die mich während den Aufnahmen in die richtige Richtung lenkten.

Besonders gefällt mir die Vielfalt, mit der die Keyboards auf „Construct“ zu Werke gehen. In der Tat scheinen deine Synthesizers für viele Songs essenziell zu sein – welche Rolle nahmen die Keyboards denn während dem Songwriting ein? Habt ihr alles auf der Gitarre geschrieben oder fungierten einige der atmosphärischen Synthie-Parts ebenfalls als Auslöser?

Nun, danke. Wir haben schon immer auf allen Instrumenten geschrieben. Manchmal kann sogar ein bestimmtes Schlagzeugpattern die Kreativität anfeuern. Es gibt Material, das an der Gitarre geschrieben wurde und am Ende beim Keyboard landet – oder umgekehrt. Dank der Art und Weise, wie wir die Synthesizer schichten, konnte ich sie diesmal subtiler gestalten, ohne übertönt zu werden. Aber mit Sicherheit dienten die Synthesizer in mehr als nur einer Gelegenheit erfolgreich als Katalysator.

Beizeiten scheint das Keyboard auch das führende Instrument in „Uniformity“ zu sein. Es beginnt mit einem eindringlich düsteren Intro und trägt den ganzen Song im weiteren Verlauf, ohne zu dominant zu werden. Würdest du zustimmen, dass die Einbindung der elektronischen Bestandteile im Vergleich zu „We Are The Void“ den größten Fortschritt gemacht hat?

„Uniformity“ ist ein gutes Beispiel für einen Song, bei dem die Keyboards nicht nur die klassische Führungsrolle übernehmen, sondern darüber hinaus den ganzen Song über präsent sind. Ich wollte einen Rahmen schaffen, durch den wir den Song erzählen konnten und kam dann auf diese repetitive Soundkulisse. Ich stimme zu, dass es der Einbindung der Keyboards sehr hilft, wenn man die Songs mehr atmen lässt, aber zugleich stärkt das auch die anderen Instrumente, zum Beispiel das Technische von Anders‘ (Jivarp – Anm. d. Verf.) Schlagzeug oder die Beschaffenheit von Mikaels (Stanne – Anm. d. Verf.) Singstimme.

„Apathetic“ ist eines der seltenen Beispiele, wo ihr in größerem Umfang auf klassisches Melodic-Death-Metal-Riffing im Göteborg-Stil zurückgreift. Da dieses im Prinzip ein Genre-Trademark geworden ist, muss die Entscheidung, sich davon zu entfernen, eine Bewusste gewesen sein. Wart ihr es einfach Leid, dieselben Anlagen immer und immer wieder zu verwenden?

Es war weniger eine bewusste Entscheidung als die Tatsache, dass sich die Kreativität diesmal nicht in diese Richtung bewegte. Diesmal bekamen wir unseren Schwung von anderer Stelle.

Martin (Henriksson – Anm. d. Verf.) leistete auf der Platte tolle Arbeit am Bass. Es hat fast den Anschein, dass sein Bassspiel der Gesamtmischung eine weitere Ebene hinzufügt, anstatt nur das bloße Fundament zu liefern. Ist das der Gitarrist in ihm, der hindurchscheint?

Das könnte sein. Das würde zu verstehen geben, dass in ihm schon immer ein Gitarrist steckte, der nach draußen will – sogar schon auf den früheren Alben, auf denen er den Bass einspielte und das mag durchaus wahr sein. Er leistete tolle Arbeit, indem er den Song bereicherte, ohne ihn durcheinanderzubringen. Keine unbedeutende Leistung für jeden Bassisten.

Zum Teil ist das auch ein Verdienst Jens Bogrens, der den Mix des Albums übernahm. Obwohl die Abmischung im Vergleich zur kantigen Rohheit meines Favoriten „Character“ recht sauber und weich ist, weist „Construct“ eine organische und transparente Wärme auf, welche die dunkle Thematik mit Leben füllt. War das euer Wunsch, als ihr Jens für den Mix engagiert habt?

Ja, wir wollten eine neue Herangehensweise an unsere Sounds und dachten, dass uns der Audiophile in Jens Bogren dorthin bringen kann – insbesondere auf diesem Album, wo wir anstatt beispielsweise Aggression oder Geschwindigkeit die Atmosphäre als tragende Säule etablieren wollten.

Sprechen wir über das Artwork. Während der Vordergrund aus flachen und in gewisser Weise mechanischen Symbolen inklusive des Bandlogos besteht, ist der Hintergrund ein chaotisches Durcheinander aus Schwarz und Grau. Betrachtet man es aber aus der Entfernung, scheinen in diesem Chaos die Umrisse eines menschlichen Gesichts erkennbar zu werden. Ist das ein Symbol für die psychologische Bedeutung des Begriffs „Construct“?

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Ich finde, dass Niklas die Stimmung der Musik hervorragend auf die physischen Aspekte des Albums überträgt.

Ich sollte es Niklas (Sundin, Gitarre u. Layout – Anm. d. Verf.) selbst überlassen, seine Kunst zu erklären, aber ich glaube nicht, dass du allzu falsch liegst. Ich finde, dass Niklas die Stimmung der Musik hervorragend auf die äußeren Aspekte des Albums überträgt.

Plant ihr mit dem neuen Album im Rücken bereits eine Europatour, um das neue Material live vorzustellen? Ab wann können wir euch abseits der Sommerfestivals erleben?

Wir sind gerade dabei, unsere Pläne abzuschließen, aber geht davon aus, uns noch vor Ende des Jahres live sehen zu können.

Wisst ihr bereits, wer für den ausgestiegenen Daniel Antonsson den Bass übernehmen wird? Wird es sich um einen Aushilfsbassisten handeln oder sucht ihr langfristig nach einer dauerhaften Lösung?

Stand heute: wir haben uns noch nicht für eine permanente Lösung entschieden. Wir haben durchaus ein paar Optionen, aber momentan sind wir als Quintett zufrieden, weshalb ein neues festes Bandmitglied in naher Zukunft unwahrscheinlich ist.

Da euer Debüt „Skydancer“ vor ziemlich genau zwanzig Jahren veröffentlicht wurde – ich glaube das Jubiläum ist im August -, würde mich interessieren, ob ihr diesen Anlass in irgendeiner Weise feiern wollt. Vielleicht mit einer Jubiläumsshow, einer speziellen Neuauflage oder zumindest mit ein bis zwei Songs der Platte im Live-Set?

Wir haben keinerlei solche Pläne. Wir sind nicht besonders sentimental und darüber hinaus ziemlich stolz auf unsere jetzige Situation, weshalb unsere Konzentration auch weiterhin auf die Gegenwart gerichtet sein wird. Allerdings bekamen wir vor Kurzem die Rechte für die digitale Verwertung des Albums zurück, weshalb es bald in den Download-Shops auftauchen sollte. In gewisser Weise also auch eine Feier.

Einerseits schade, aber angesichts der aktuellen Entwicklung durchaus verständlich. Martin, ich bedanke mich für deine Zeit. Meine letzte Frage: Stell dir vor, ein Zombie lebt in deinem Schrank und er fängt langsam an lästig zu werden, da er ständig versucht, dein Gehirn zu essen. Also willst du ihn beseitigen, aber alles, was du hast, ist eine Banane, ein Bücherregal von IKEA, einen dreibeinigen Hund und einen Regenschirm. Was machst du?

Das ist leicht, du rammst ihm den Regenschirm durch das Gehirn. Jeder weiß das. Danach genießt du die Banane in Gesellschaft des freundlichen dreibeinigen Hunds. IKEA-Möbel wiederum sind nützlich, um ein neues Leben in einer zombiebefallenen Welt aufzubauen.

Fotos © Daniel Falk
Cover-Artwork © Niklas Sundin

— English version —

Construct is probably one of the most interesting releases DARK TRANQUILLITY have produced so far. Leaving their trusted path of traditional scandinavian Melodic Death Metal, the Swedes are looking for a new source of creativity by shifting the focus towards the underlying atmosphere of their work. Easily misunderstood, Construct is not so much about independent tracks or furious hits but about creating an enticing vision of dark music based on distinctive trains of thought. Via e-mail, we talked to keyboardist Martin Brändström about a new approach of writing music, his underlying mood that sparked creativity, and the best way to listen to their new album.

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Hi, Martin. Since Construct is your tenth album in twenty years, I immediately noticed that it contains exactly ten songs. Do I sense a weird connection there, or is this merely a coincidence?

There is no connection. There were some more songs recorded, but the strategy in what way to release them comes from the record company and is basically dictated by the market. What songs end up on different releases is decided by the band, though.

Anyway, given the album title Construct, an underlying plan wouldn´t have surprised me at all. In fact, I think that Construct stripped the sound of DARK TRANQUILLITY to its very foundation and then built a new vision of metal around its core.

You are right that we really tried to find the core of each song, not worrying too much on how it would fit with the rest of our catalogue. The DARK TRANQUILLITY-sound usually comes naturally. It is in our DNA when the five of us work together.

In your press-release you mentioned a whole new approach regarding the songwriting. When did you decide that the original methods of writing a new album didn’t work for you anymore? Was there a sense of stagnation or maybe a lack of creativity in general?

We tried to get the process started in 2011 and early 2012. The feeling of going back to the same place in the process of writing was weighing too heavy on us to find the creativity. Once we decided on a new approach, leaving the rehearsal room to write in the studio, things immediately started to happen again.

Regarding the shift in focus to somewhat simpler structures, would you say that your main goal was to reveal the essence of DARK TRANQUILLITY to the listener and then evolve around it?

That is a fair assessment. Though I would say our goal was to reveal the essence of the songs and the emotions we wanted to convey. The essence of DARK TRANQUILLITY comes from the five of us, pretty strong willed people, arguing about and caring for the songs during the recording process.

Although „Construct“ sounds very structured and thought-through, there is also a sense of spontaneousness. Is that a result of writing the whole album from scratch in the studio?

Yes, writing in the studio allowed us to test stuff out and seeing at an earlier time that it would work. It was easier to get on the same page for a spontaneous idea when we all could hear directly how it would turn out.

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The DARK TRANQUILLITY-sound usually comes naturally. It is in our DNA when the five of us work together.

My impression is that you always maintained an overall perspective during the songwriting. You didn’t just write a bunch of tracks independently, but rather a collection of songs which necessarily belong together. Was the album written with this sort of mindset?

We maintained the same attitude throughout the writing towards the songs, this time letting them evolve naturally without forcing them to fit in a mold. The atmosphere and sound comes from us telling each story in a dystopian melancholic manner.

This impression reflects also on album-level: For example, in my opinion „For Broken Words“ is a solid, yet not too impressive song all by itself. Taken into context, however, it fulfills its purpose as an atmospheric opening just brilliantly, and ultimately elevates „Construct“ to a whole new level. Were these connections – every song is part of something bigger – a goal you deliberately strived for?

Yes. We felt that the diversity between the songs gave us freedom to be less diverse within the songs. We could explore a mood longer when we didn’t need to say everything all at once. I think For Broken Words with its cold attitude works well in setting the scene for the more emotional tracks that come later.

A downside to this, if you will, is the absence of so-called hits in the regular sense. Would you rather encourage your listeners to enjoy „Construct“ from start to finish? Would you say that this results in an overall superior listening experience?

We never set out to write a hit – or we always set out to write a hit depending on how you view the it. It happens organically afterwards. Nowadays people pick and choose in their playlists and rarely listen to full albums or even stay with the same artist more than a short time. I would say though: Enjoying „Construct“ from start to finish IS a superior listening experience.

Construct“ creates a dark and at the same time almost mechanical atmosphere. At times, I would describe it as quite dystopian. Have there been certain influences regarding the atmospheric theme of the album?

There is lots of other music to be influenced by, but I think words can be as effective to keep you on a path. Personally, I had Dystopian, metropolitan, melancholy as words keeping me in the right direction during the recordings.

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Personally, I had Dystopian, metropolitan, melancholy as words keeping me in the right direction during the recordings.

I really love the diversity the keyboards demonstrate on „Construct„. In fact, your synthesizers seem to be vital to a lot of the songs – what was the role of the keyboards during the songwriting process? Did you write everything on the guitar, or did some of the atmospheric synthesizer-lines serve as a catalyst as well?

Well, thank you. We have always written on all instruments. Sometimes it might be even a certain drum pattern that will spark the creativity. There will be stuff written on guitar ending up on keyboard and vice versa. In this album I could make the synthesizers more subtle and still not be overpowered thanks to the way we layer it. But certainly, the synthesizer worked well as a catalyst in more than one occasion.

At times the keyboard seems to be the lead instrument in Uniformity. It starts off with a hauntingly dark intro and moves on to carry the song without becoming too dominant. Would you agree that the implementation of the electronic assets evolved the most compared to „We Are The Void„?

Uniformity is a good example on where the keyboards do not only play a traditional lead but still are present throughout the whole track. I wanted to set a scene from where we could tell the song and then came up with this repetitive soundscape. I agree that letting the songs breathe more helps a lot with implementing the keys, but it also strengthens the other instruments. The technicality of Anders’s (Jivarp – note of the author) drums for instance or the texture of Mikael’s (Stanne – note of the author) clean voice.

„Apathetic“ is one of the rare instances where you actually use classic melodic-death-metal-riffing, Gothenburg-style, to a greater extent. Since it has basically become a trademark of the whole genre, the decision to move away from it had to be a conscious one. Were you simply tired of using the same assets over and over again?

It is not a conscious decision as much as it is the creativity not gravitating in that direction. This time around we got our kicks elsewhere.

Martin (Henriksson – note of the author) did a great job taking over the bass-duties on this one. It feels almost as if his play adds another layer to the whole concoction instead of just delivering the bare foundation. Is this the guitarist in him shining through?

It might be. That would suggest there always was a guitarist in him wanting to get out even when he was the bass-player on earlier albums, which might be true. He did a great job actually adding to the song without confusing it. No small feat for any bass player.

Part of the credit should also be given to Jens Bogren who did the mixing of the album. Although the mix is rather clean and soft compared to the edgy roughness of my favorite „Character„, there is an organic and transparent warmth to „Construct“ which fills the dark theme with life. Was this what you were looking for when handing the mixing duties to Jens?

Yes, we wanted a new take on our sounds and thought the audiophile in Jens Bogren could take us there, especially on this album where we wanted the atmosphere to carry it instead of the aggression or speed, for example.

Let’s talk about the artwork. While the front consists of a number of flat and somewhat mechanical symbols including the band-logo, the background is a chaotic mess of black and grey. However, if you look at it from a distance, the the outlines of a human face seem to shape out of this chaos. Is it a symbol for the psychological meaning of the term construct?

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I think Niklas superbly carries the vibe from the music out to the physical aspects of the album.

I should leave the explaining of Niklas‘ (Sundin, Guitar and artwork – note of the author) art to him but I don’t think you are far off. I think Niklas superbly carries the vibe from the music out to the physical aspects of the album.

So with your new album out, are you already planning a European tour accompanying your new piece of work? When can we expect to see you live on stage apart from the summer festivals?

We are in the process of finalizing the plans right now but expect to see us before the end of the year.

Do you already know who is going to fill in for Daniel Antonsson on the bass? Will it be a temporary replacement, or are you looking for a permanent bass player in the long run?

Right now we have not decided on a permanent solution. We have a few options, but right now we are happy being a five piece so a full time member is not likely in the near future.

Since your debut „Skydancer“ has been released almost twenty years ago (I think its anniversary is in August 2013), are you planning on celebrating this occasion in any way? Maybe an anniversary-show, a special re-issue or at least add a song or two to your live-set?

We do not have any plans like that. We are not very sentimental and quite proud of where we are at the moment so the focus will remain there. We did, however, regain the digital rights to that album recently so the album should appear in the online services soon. A celebration of sorts.

Martin, thank you very much for your time. This is my last question: Imagine there is a zombie living in your closet, and it starts to get annoying because it keeps trying to eat your brains. So you want to kill it, but all you got is a banana, a book-shelf from IKEA, a three-legged dog and an umbrella. What are you doing?

Easy, you run the umbrella through its brain. Anyone knows that. Then you enjoy the banana in the company of the nice three-legged dog. IKEA furniture will come in handy when starting a new life in a world of zombies.

pictures © Daniel Falk
Cover-Artwork © Niklas Sundin

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.