WET ANIMAL: Wet Animal

TROUBLE und ALICE IN CHAINS wird es in der alten Form nie mehr geben, also: Welcome WET ANIMAL!!!

Als Gründer der Doom-Götter TROUBLE hat Gitarrist Rick Wartell Metalgeschichte geschrieben und maßgeblich viele Gitarristen und Bands im Doom- und Stoner-Rock beeinflusst. So manche Band hätte es in dieser Form ohne TROUBLE sicher nie gegeben. Nach dem TROUBLE-Split 1995 gründete Wartell mit Sänger/Gitarrist Shane Pasqualla und Ex-TROUBLE- Kollege Ron Holzner (DEBRIS INC.) WET ANIMAL. Nach zwei Jahren Bandgeschichte zogen sich Wartell und Pasqualla ins Familienleben zurück, Holzner ging eigene Wege. Seit 2003 sind WET ANIMAL nun wieder am Start, haben sich mit Basser Michael Diprima und TROUBLE- Ur-Drummer Jeff Olson passende Leute ins Boot geholt und nun die erste selbstbetitelte Scheibe rausgebracht.

Die Gitarre lässt vom ersten Ton an keine Fragen offen, man hört sofort die Handschrift von Wartell. Sehr deutlich sind die Parallelen zu TROUBLEs Scheiben Trouble oder Manic Frustration. Dieser Vergleich zieht sich durch viele der Songs, nur wurde die verbliebene Portion Doomigkeit der letzten TROUBLE-Scheiben fast ganz gestrichen, die Songs von WET ANIMAL kommen deutlich rockiger. Dabei machen WET ANIMAL nicht den Fehler, sich auf dem Background des Gitarristen auszuruhen und bringen das nötige Maß an Abwechslung. Scheinen bei den ersten Tracks noch die typischen Grooves und Riffs inklusive dem typischen Gitarrensound von Wartells Ex-Band durch, so klingt die balladeske Nummer Left behind nach einem locker-bluesigen TYKETTO-Stück. Fade away klingt nicht nur durch den Gesang nach einem harten Grunge-Stück der Marke ALICE IN CHAINS, No-Mads land ist eine flippige Hippie-Nummer, der Schlusstrack ist eine flotte Kick-Ass-Nummer, erinnert wie der Rest der Songs wieder mehr an TROUBLE, es kommen auch mal Gedanken an C.O.C. auf.

Shane Pasquallas Stimme ist eine perfekte Symbiose aus Eric Wagner (TROUBLE, LID) und Layne Staley (ALICE IN CHAINS), orientiert sich auch passend zum Song bei den Trouble-mäßigen Groovern an den typischen Vocal-Lines Wagners, bei den schwerfälligeren Songs eher an ALICE IN CHAINS. Diprima und Olson liefer den passenden Groove, der selbstproduzierte Sound ist einwandfrei und angenehm natürlich.

WET ANIMAL schaffen es, coole Grooves, Metal-Riffs und starke Melodie zu einem zeitgemäßen, bodenständigen Sound zu vereinen. Man ist sehr nah am Sound der letzten TROUBLE-Scheiben, packt noch eine gewaltige Portion Rock`n`Roll dazu, muss sich aber durch die Vocals zweifelsfreie ALICE IN CHAINS-Parallelen aufdrücken lassen. Das stört in dieser Form aber wenig, weiß im Gegenteil voll zu gefallen. Natürlich fehlt es etwas an Eigenständigkeit, aber TROUBLE und ALICE IN CHAINS wird es in der alten Form nie mehr geben, also: Welcome WET ANIMAL!!!

Veröffentlichungstermin: 31.10.2005

Spielzeit: 46:48 Min.

Line-Up:
Shane Pasqualla – Vocals

Rick Wartell – Guitars

Bass – Michael Diprima

Jeff Olson – Drums

Produziert von Rick Wartell, Larry Burns
Label: Escapi Music

Homepage: http://www.wetanimal.net

Tracklist:
1. Soul alone

2. Lost in my head

3. Outside a hole

4. Left behind

5. Don`t put me down

6. Fade away

7. No-Mads land

8. Wreathe of the roses

9. Relentless