THE CROWN: Hell Is Here

THE CROWN Hell Is Here

Wow, ist das geil… von dieser Veröffentlichung hab ich mir eigentlich gar nicht viel versprochen, umso begeisterter bin ich natürlich von ‚Hell is here‘, dem 3. Album von THE CROWN. Eigentlich hieß die Band ja bis vor kurzem noch CROWN OF THORNS, doch wie schon einige andere Bands feststellen mußten, gibt´s den Namen nicht nur einmal und so sind auch THE CROWN der rechtlichen Macht der Band um Jean Beauvoir zum Opfer gefallen. Egal, hört man sich die Musik von THE CROWN an, ist der Name eh unwichtig und die kann mich voll überzeugen.

Irgendwo ein Bastard aus Death-/Black-/Thrash dürfte wohl am treffensten den Stil von THE CROWN beschreiben, es soll aber auch Zeitgenossen geben, die bei dieser Band Hardcore-Elemente heraushören, was ich persönlich jedoch nicht ganz so empfinde… 🙂 ‚Hell is here‘ bietet jedenfalls die absolute Vollbedienung in Sachen Geschwindigkeit und Power, was sie gleich mit dem Opener ‚The Poison‘ klarstellen…doch das schöne an ‚Hell is here‘ ist, trotz all der Geschwindigkeit und Brachialität bietet dieses Album eine ganze Menge Abwechslung und Melodie.

Anfangs hatte ich zwar etwas bedenken, daß das Drittwerk der Band etwas zu eingängig ist, inzwischen habe ich mir das ganze jedoch zigmal angehört und ich kann einfach keine Abnutzungserscheinungen erkennen. Ganz im Gegenteil, erst nach mehrmaligem Hören entdeckt man, wieviel Feinheiten im Songwriting vorhanden sind, die beim ersten Durchlauf der Power unterliegen. Gerade die Gitarrenarbeit im Hintergrund ist wirklich klasse und weist viel Spielfreude auf, an mancher Stelle erinnert sie sogar an die Melodiebögen früher PARADISE LOST-Werke.

Ja…und dann natürlich der Schlagzeuger…Janne Saarenpää, ich denke mal, daß dieser Kerl in seiner Kindheit öfters mal in seinem Zimmer allein mit einer kleinen Trommel eingesperrt wurde. Wirklich klasse, was der Mann nur allein mit diesem Instrument für eine Power erzeugt, kombiniert mit dem Rest des Schlagzeugs ist Janne aber sicher die Macht der Band…wieder einmal jemand, der den Beweis antritt, das das Schlagzeug alles andere als bloßes Rythmusinstrument ist…falls ihr mir nicht glaubt, hört euch einfach mal die Anfänge von ‚At the End‘ oder ‚The Devil and the Darkness‘ an, und ihr werdet mir einfach zustimmen müssen…

Als ‚Hit‘ des Albums dürfte wohl schon ‚1999-Revolution 666‘ feststehen, aber letztendlich gibt es auf diesem Album keinen echten Ausfall, wobei das Songwriting gegen Ende der CD doch ein klein wenig nachläßt. Ich kann euch jedoch nur nahelegen ‚Hell is here‘ zumindest mal anzuhören…

Veröffentlichungstermin: 09.11.98

Spielzeit: 47.11 min.

Johan Lindstrand – Vocals

Marko Tervonen – Guitars

Marcus Sunesson – Guitars

Magnus Olsfelt – Bass

Janne Saarenpää – Drums

Erschienen bei Metal Blade

Tracklist:

1. The Poison

2. At the End

3. 1999 – Revolution 666

4. Dying of the Heart

5. Electric Night

6. Black Lightning

7. The Devil and the Darkness

8. Five you Hell

9. Body and Soul

10. Mysterion

11. Death by my Side

Fierce
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