MOSH-PIT JUSTICE: The Fifth Of Doom

MOSH-PIT JUSTICE: The Fifth Of Doom

Bulgarien war bisher noch ein weißer Fleck auf meiner metallischen Weltkarte. Dank MOSH-PIT JUSTICE gehört dieser Fleck aber nun der Vergangenheit an. Die Thrash Metal-Band veröffentlicht ihr fünftes Album mit dem Titel “The Fifth Of Doom” im August über Iron Shield Records und Doc Gator Records. Gegründet wurde die Band 2012 von Mariyan Georgiev, der kurz darauf seine zwei Freunde Staffa und George dazu holte. Seitdem ist dieses Line-Up stabil und hat nun schon das fünfte Album eingespielt, und das obwohl Bandkopf Mariyan Georgiev zwischenzeitlich in die USA übersiedelt ist.

MOSH-PIT JUSTICE zeigen sich auf “The Fifth Of Doom” deutlich vom Bay Area-Thrash, speziell FORBIDDEN beeinflusst

Damit wären wir auch schon beim Stil der Bulgaren, denn MOSH-PIT JUSTICE sind ganz klar Anhänger des anspruchsvollen Bay Area Thrash Metals, allen voran FORBIDDEN, die man wirklich sehr deutlich als Vorbilder heraus hört, aber auch HEATHEN und TESTAMENT kann man stellenweise heraushören. Ganz so technisch over the top wie die großen Vorbilder sind MOSH-PIT JUSTICE nicht unterwegs und auch Sänger George „Peich“ Peichev ist ganz sicher kein zweiter Russ Anderson. Besonders bei den hohen und langgezogenen Passagen kommt der Mann hörbar an seine Grenzen. Doch alles in allem liefert die gesamte Band eine sehr starke Performance ab. Vor allem die Gitarren-Arbeit ist durch die Bank hörenswert, überall gibt es melodische Harmonien und Soli zu hören, welche die rasiermesserscharfen Riffs flankieren.

Break by break – MOSH-PIT JUSITCE kloppen Ihre Songs nie simpel durch

Den Großteil der Songs machen schnelle Thrasher wie der Opener “Designed to Suffer”, “Voices Below”, “Down We Bleed” oder “To Find Peace” aus, bei denen die Band jedoch nie von Anfang bis Ende durchknüppelt sondern immer den einen oder anderen Haken schlägt, hier ein Break, da ein Tempowechsel. Speziell beim Mittelteil von “To Find Peace” zeigt Staffa Vasilev sein Können an der Leadgitarre. “Designed To Suffer” wiederum ist bis auf einige langsame Stellen ein absolut klassischer, straighter und arschtighter Up Tempo-Thrasher und damit auch ein sehr gut gewählter Opener, da er sicherlich zu den eingängigsten Stücken auf “The Fifth Of Doom” zählt. Beim größtenteils im Mid-Tempo gehaltenen “Into The Light” hört man die gesanglichen Grenzen von George Peichev am deutlichesten. Auch sonst ist der Song nicht unbedingt ein Highlight des Albums. Dass die Bulgaren Mid-Tempo trotzdem können, zeigt der Titelsong, der was von fettem US Power Metal hat.

“The Fifth Of Doom” sollten Thrasher unbedingt auf dem Radar haben

Insgesamt ist “The Fifth Of Doom” ein richtig gutes Bay Area Thrash-Album geworden, bei dem man am ehesten den Gesang kritisieren könnte, der aber größtenteils ebenfalls total in Ordnung geht und nur an einigen wenigen Stellen etwas anstrengend klingt. Spielerisch hingegen ist die Band top. Der Sound lässt ebenfalls wenig zu wünschen übrig, “The Fifth Of Doom” klingt angenehm kantig und nicht zu steril. Thrasher sollten diese Bulgaren unbedingt auf dem Radar haben und “The Fifth Of Doom” anchecken.

Veröffentlichungsdatum: 14.08.2020 CD / 28.08.2020 (Vinyl)

Spielzeit: 42:28

Line Up:
George „Peich“ Peichev – vocals
Staffa Vasilev – guitars, drums, backing vocals
Mariyan Georgiev – bass, backing vocals

Label: Iron Shield Records (CD) / Doc Gator Records (LP)

Facebook: https://www.facebook.com/moshpitjustice/
Bandcamp: https://mosh-pitjustice.bandcamp.com/

MOSH-PIT JUSTICE „The Fifth of Doom“ Tracklist

1. Designed to Suffer
2. Destined to Row
3. Voices Below
4. Into the Light
5. Down We Bleed
6. The Fifth of Doom (Lyric-Video bei YouTube)
7. To Find Peace
8. My Transgressions (Audio bei Bandcamp)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.