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JAG PANZER: The Deviant Chord

jag panzer the deviant chord cover

2011 lösten sich JAG PANZER nach dem Ausstieg von Lead-Gitarrist Chris Lasegue auf, da man scheinbar keinen Ersatzmannn finden konnte. 2013 rappelte sich die Band wieder auf und konnte die Rückkehr von Joey Tafolla vermelden, der bereits auf dem Debüt “Ample Destruction“ sowie dem 1997er Comeback “The Fourth Judgement“ zu hören war.

Diese Band ist so schnell einfach nicht totzukriegen. Trotzdem zogen insgesamt sechs Jahre ins Land, zwischen dem letzten Album “The Scourge Of The Light” und “The Deviant Chord”. Na ja, immerhin ein Jahr weniger als zwischen “The Scourge Of The Light” (2011) und “Casting The Stones“ (2004) – als JAG PANZER-Fan freut man sich ja, dass die Jungs überhaupt noch da sind.

JAG PANZER stehen auch 2017 noch für erstklassigen US Power Metal!

Was haben JAG PANZER – immerhin eine der besten Live-Bands des Planeten und mit DEM Metalsänger schlechthin gesegnet – ihren Fans 2017, im sechsunddreißigsten Jahr der Bandgeschichte noch zu geben? Nicht weniger als erstklassigen US Power Metal, der immer noch einen Großteil der Konkurrenz ohne Mühe an die Wand klatscht. Joey Tafolla soliert auf absolutem Weltklasse-Niveau, aber überragende Lead-Gitarristen hatten JAG PANZER eigentlich immer. Trotzdem ziehe ich meinen Hut vor dem Mann! Seien es melodische Harmonien oder Flitzefinger-Soli – Joey Tafolla liefert überragende Qualität ab. Und zu Harry “The Tyrant” Conklin muss man ja nun wirklich nichts mehr sagen. Auch im Alter von 55 Jahren macht dem Mann keiner was vor. Die hohen Screams sitzen, die erhabenen Gesangsmelodien sind immer noch absolut einzigartig.

Die sehr eingängige, melodische Speed-Nummer “Born Of The Flame” hat gewisse Ähnlichkeit zu “Lustful And Free” vom “Age Of Mastery”-Album. Der Up Tempo-Galopper “Far Beyond All Fear” ist ein Stück rifflastiger und hat was von IRON MAIDEN. Der Refrain ist mit dem Chor-Gesang dann typisch JAG PANZER. Bei beiden Songs lässt Joey Tafolla ordentlich die Saiten qualmen. Beim als Ballade startenden Titelsong kommen dann zum ersten Mal die Streicher zum Einsatz, die man von JAG PANZER bereits kennt. Der Song entwickelt sich zu einer instrumental simpel gehaltenen Mid Tempo-Nummer, die vor allem vom sehr dramatischen Gesang des Tyrant getragen wird. Der Song hätte rein musikalisch auch gut auf “Thane To The Throne” gepasst.

Nach all dem Drama, all den melodischen Flitzefinger-Soli und Chor-Gesängen kommt dann eine harte, riff-betonte Nummer wie “Black List” genau richtig. Der Song ist eher im Mid-Tempo angesiedelt und natürlich gibt es auch hier grandiose Leadgitarrenarbeit von Joey Tafolla  – aber vor allem lässt es der zweite Gitarrist Mark Briody hier ordentlich krachen. Auch das Cover des irischen Traditionals “Foggy Dew“ ist richtig cool. JAG PANZER schaffen es, dem Song ihren Stempel aufzudrücken, dabei aber respektvoll mit der Vorlage umzugehen. Die JAG PANZER-Version beginnt als Ballade, wird dann aber zu einer waschechten Hymne. Ganz stark! Ebenfalls hörenswert ist übrigens die Version der YOUNG DUBLINERS. Danach geht das kurze “Divine Intervention” fast ein wenig unter. Der Song ist eine typische JAG PANZER-Nummer, die sich gut ins Album einfügt, ohne herauszuragen.

Jeder Song hat seinen ganz eigenen Charakter – trotzem wirkt alles wie aus einem Guss

Das gilt ganz sicher nicht für die tolle Power-Ballade “Long Awaited Kiss“. Der Song ist gleichzeitig das längste Stück auf “The Deviant Chord”. Hier können sich sowohl Harry Conklin mit seinem gefühlvollen Gesang als auch Joey Tafolla mit einem sehr coolen Gitarrensolo noch mal von Ihrer besten Seite zeigen. Geniale, epische Ballade ohne viel Schmalz und eines der Highlights des Albums. Der Jagdpanzer fährt auch mit Kuschelketten tadellos! Mit “Salacious Behaviour“ und “Fire Of Our Spirit” gibt es danach wieder zwei schnelle Songs, bevor das Album mit der Mid Tempo-Hymne “Dare abgeschlossen wird. Letztere ist ohne Frage ein starker Song, bleibt aber etwas zurück hinter den epischen Rausschmeißern, die man von anderen JAG PANZER-Alben gewohnt ist.

Mark Briody sagte über “The Deviant Chord”, dass die Band ein Album schreiben wollte, auf dem sich jeder Song vom anderen unterscheidet. Dies ist der Band definitiv gelungen. Jedes Stück auf “The Deviant Chord” hat seinen eigenen Charakter. Klar, es gibt diverse schnelle Songs und so weiter, aber alle haben ihre individuelle Note. Dabei klingt das Album trotzdem wie aus einem Guss und überzeugt auf ganzer Linie. “The Deviant Chord” kann problemlos mit seinem Vorgänger mithalten. US Metal im Jahre 2017 – JAG PANZER sind immer noch die Kings!

Veröffentlichungstermin: 29.09.2017

Spielzeit: 45:02

Line Up:
Harry “The Tyrant” Conklin – vocals
Mark Briody – guitars, keyboards
Joey Tafolla – guitars
John Tetley – bass
Rikard Stjernquist – drums

Produziert von:

Label: SPV/Steamhammer

Homepage: jagpanzer.com
Mehr im Netz: facebook.com/jagpanzerofficial

Tracklist JAG PANZER „The Deviant Chord“

1. Born Of The Flame
2. Far Beyond All Fear Lyricsvideo bei YouTube.
3. The Deviant Chord
4. Blacklist
5. Foggy Dew Lyricsvideo bei YouTube.
6. Divine Intervention
7. Long Awaited Kiss
8. Salacious Behavior
9. Fire Of Our Spirit (Lyrics-Video bei YouTube)
10. Dare