GORILLA MONSOON: Extermination hammer

Das Teil rockt, groovt, drückt und scheppert, dass es eine wahre Freude ist für Liebhaber von Sludge-Doom, Death`n´Roll, derbem Stoner-Rock und druckvollem Krach.

Ich gebe es ja zu, ich mag die Jungs von GORILLA MONSOON, diese coolen und irgendwie süßen Sachsen überzeugen abseits der Bühne mit Charme und Sympathie und auf der Bühne mit einem Sound, der dir die Magengrube umdreht. Auf dem Debüt Damage king konnten sie das noch nicht so ganz massiv rüberbringen, was nun?

Ganz einfach, man macht weiter was man will und interessiert sich nicht für die Meinung der Schreiberlinge. Stattdessen haben GORILLA MONSOON ihre mittlerweile beachtliche Live-Erfahrung mit ins Studio genommen und Extermination hammer genau so eingehämmert, wie die Songs auch von der Bühne drücken sollen. Mit mächtig viel Dreck im Motor, reichlich in den Keller gestimmte BLACK SABBATH-Riffs, der Energie derben Stoner-Rocks und coolen Rock`n´ Roll-Anleihen entstauben GORILLA MONSOON ordentlich die Baustellendreckgeprüften Boxen. Mal rockt man mit geballter Faust nach vorn wie beim Opener oder dem Bandoldie My way, schleppt sich durch die Songs oder schrubbt und groovt derbe drauflos, die Chefin nennt dies liebevoll Krach. Highlights gibt es reichlich wie zum Beispiel dem Titelsong Extermination hammer. Wer selbst zu den letzten Hippies seiner Gemeinde zählt und die Blicke der Leute kennt, der fühlt sich in diesem BLACK SABBATH meets TYPE O NEGATIVE-Monster sofort zuhause. Über das Gepöbel von Jack Sabbath muss man einfach laut lachen. Dieser röhrt sich eh wieder charmant durch die Songs, klingt mal nach einem kleinen Peter Steele (TYPE O NEGATIVE), mal nach CROWBAR´s Kirk Windstein und meistens einfach nach Jack. Bei Serving democracy kann man herrlich das doomige Tanzbein schwingen, jeder Mann möchte unbedingt Jennifer, die 50$ whore kennen lernen. Musikalisch haben sich die Jungs hörbar gesteigert, und trotz aller Rauheit wirken die Songs durchdacht. Gut auch, dass die Dresdener die Songs des raren 2003er Demo …demonstarting heaviness noch mal aufgenommen haben. Heavy-Walzen wie Hatebreed und Codeine commander und die dreckigen Schweinerocker Born to lose und My way passen optimal auf diese Scheibe, wirken im neuen, mächtig kraftvollem Sound noch kompromissloser.

Ich hatte mir gewünscht, dass GORILLA MONSOON ihren coolen Sound mal wirklich brachial auf CD bringen, und genau das haben sie mit Extermination hammer geschafft. Das Teil rockt, groovt, drückt und scheppert, dass es eine wahre Freude ist für Liebhaber von Sludge-Doom, Death`n´Roll, derbem Stoner-Rock und druckvollem Krach. Natürlich dröhnen sie komplett an gängigen Trends vorbei, und nicht jeder wird ihren Sound lieben. Aber für diese Leute spielen GORILLA MONSOON eh nicht, also beide Daumen nach oben.

Veröffentlichungstermin: 07.11.2008

Spielzeit: 60:03 Min.

Line-Up:
Jack Sabbath: Gesang, Gitarre
Phil: Gitarre
Chris: Bass
Drumster Sandrokhan: Schlagzeug

Label: Wacken Records/SPV

Homepage: http://www.gorilla-monsoon.de

MySpace: http://www.myspace.com/gorillamonsoonhellrockinc

Tracklist:
1. Rock me over
2. High on insanity
3. My way
4. Black angel prohecy
5. Extermination´s hammer
6. Hatebreed
7. Serving democracy
8. 50$ whore
9. Codeine commander
10. Born to lose
11. No mercy for the monsters