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GLUECIFER: Same Drug New High

Der beste Vorsatz für 2026: Altern wie GLUECIFER. Also einfach jung bleiben. 22 Jahre nach ihrem letzten Album „Automatic Thrill“ sind die Norweger wieder da.  Und sie sind genauso lebendig wie 1999, als sie beim Dynamo Open Air vor einer erlesenen Schar Schweinerock-Connaisseure spielten, die METALLICA auf der Hauptbühne ignorierten und dafür mit einem energiegeladenen Auftritt und allen nur denkbaren Rockstar-Posen belohnt wurden.

„Same Drug New High“ – einen besseren Albumtitel hätten sich GLUECIFER nicht ausdenken könnten. Songs wie das Opener-Trio „The Idiot“, dem Titeltrack und „Armadas“ katapultieren die HörerInnen direkt zurück in eine Zeit, als man Nacken- und Rückenschmerzen allenfalls vom freundlichen Rumgeschubse vor der Bühne kannte und Rock- und Metalbands in rauchgeschwängerten Club stattfanden und nicht etwa am Sonntagmorgen im ZDF-Fernsehgarten.

Damals wie heute: Der „Rockthrone“ gebührt GLUECIFER!

Allein mit den ersten zehn Minuten ihrer neuen Platte nehmen GLUECIFER den „Rockthrone“ wieder ein, den sie mit dem Selbstbewusstsein jugendlicher Chaoten auf ihrem ersten Album „Ridin The Tiger“ für sich beanspruchten: Zwischen den Tracks „Armadas“ und „Rocktrone“  mögen zwar fast 30 Jahre liegen, an der Rock ‚n‘ Roll-Attitude und dem songwriterische Geschick der Band sind die drei Dekaden einfach spurlos vorbeigezogen.

„Same Drug New High“ macht sofort wieder abhängig

Das sechste GLUECIFER-Album ist ein Parforceritt durch die Bandgeschichte mit den Alben „Ridin The Tiger“ (1997) , „Soaring With Eagles At Night To Rise With The Pigs In The Morning“ (1998), „Tender is The Savage“ (2000), „Basement Apes“ (2002) und „Automatic Thrill“ (2004) – und durch die Geschichte der Rockmusik. Nach dem mitreißenden Auftakt nehmen Sänger Biff Malibu und Gitarrist Captain Poon zwar im weiteren Verlauf des Albums das Tempo raus, das kennen GLUECIFER-Fans aber bereits von den früheren Alben. THE ALMIGHTY grüßen bei „Pharmacity“, AC/DC-Stadionrock mit viel Feeling gibt’s bei „Made In The Morning“,  „On The Wire“ holten den eigentlich abgeschmacken und tausendmal gehörten uh-uh-STONES-Refrain mit raffinierten Keyboard-Klängen ins Hier und Jetzt.  Doch im Gegensatz zu ihren Kollegen von THE HELLACOPTERS, BACKYARD BABIES oder auch TURBONEGRO setzen GLUECIFER auch in ihrem Spätwerk weniger auf aufgeblasenen Stadionrock, auf „Same Drug New High“ regiert noch immer in jedem Song das wüste Gitarrenriff, das selbstverständlich nicht nur aus dem Handgelenk, sondern mit der ganz großen Pose und raumgreifendem Armkreisen angeschlagen wird.

Die „Kings Of Rock“ kommen auf Tour

„Dieses Album musst du dir nicht mühsam erarbeiten, du musst nicht zu viel darüber nachdenken. Du legst es auf und hast Spaß. Es schüttet Endorphine aus, erzeugt Glücksgefühle und weckt gute, schöne Erinnerungen“, so fasst Captain Poon im Interview „Same Drug New High“ zusammen – und dem ist fast nichts hinzuzufügen. Lediglich der Hinweis, dass GLUECIFER im Februar sechs Konzerte in Deutschland geben, auf die man sich einfach freuen muss: Seit der Live-Reunion im Jahr 2018 hatten sich GLUECIFER bislang auf das Material bis 2025 beschränken müssen, nun gibt’s endlich neue Songs auf der Setlist!

VÖ: 16. Januar 2026

Label: Steamhammer/SPV

GLUECIFER „Same Drug New High“-Tracklist

1 The Idiot (Video bei YouTube)
2 Same Drug New High
3 Armadas (Video bei YouTube)
4 I’m Ready (Video bei YouTube)
5 The Score
6 Pharmacity
7 1996
8 Made In The Morning
9 Mind Control
10 Another Night, Another City
11 On The Wire

GLUECIFER Line-up

  • Biff Malibu  – Gesang
  • Captain Poon  – Gitarre
  • Raldo Useless – Gitarre
  • Danny Young  – Drums
  • Peter Larsson  – Bass

GLUECIFER Tour 2026

04.02.26 Köln – Live Music Hall
05.02.26 Frankfurt -Batschkapp
06.02.26 Karlsruhe – Substage
07.02.26 München – Technikum
06.03.26 Hamburg – Große Freiheit 36
07.03.26 Berlin – Astra