DIABLO: Mimic47

Leider haben nicht alle Songs dieselbe positive Durchschlagskraft und können ebenfalls nicht mit dem grandiosen Vorgängerwerk "Eternium" mithalten.

Das mittlerweile vierte DIABLO-Album Mimic47 habe ich sehnsüchtig erwartet. Hat mich doch der Vorgänger Eternium gnadenlos platt gewalzt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Finnen auf dem neuen Silberling auf Nummer sicher gehen und dabei eine Ecke mainstreamiger agieren. Oder liegt es einfach nur daran, dass ich schon darauf gefasst war, was mich erwarten würde? Gut, die beiden ersten Stücke Shadow World und Damien laufen schon mal gut rein. Knackige Grooves, fette Bratgitarren und einprägsame Vocallines. Besonders Damien bohrt sich ins Gehirn mit seinen Stakkato-Gitarren und dem Midtempodrumming. Sehr gelungen ist der Ohrwurmrefrain, bei dem Sänger Rainer Nygard weibliche Unterstützung erhält.

Ein weiteres Highlight auf Mimic47 ist In Sorrow We Trust. Ein Midtempostampfer, der mit einigen Akustikgitarren angereichert wurde und bei den verzerrten Parts Erinnerungen an das … And Justice For All-Werk von METALLICA aufkommen. Wieder etwas kerniger agiert das nordische Quartett beim Titeltrack Mimic 47, welches mit einem ansprechenden Spannungsaufbau versehen wurde und durch die recht melodische Bridge und den Chorus wieder einmal nicht so schnell aus dem Hirn will. Bei Condition Red drücken DIABLO dann endlich wieder ordentlich auf das Gaspedal und diese Komposition geht locker als Modern Thrash Metal durch.

Zum Abschluss präsentieren DIABLO die DURAN DURAN-Coverversion A View To Kill, die den typischen Touch der Finnen aufweist und als äußerst interessant eingestuft werden kann.

Leider haben nicht alle Songs dieselbe positive Durchschlagskraft und können ebenfalls nicht mit dem grandiosen Vorgängerwerk Eternium mithalten. Es stellt sich die Frage, ob die Band einfach auf Nummer sicher gehen und zusätzlich mehr Fans erreichen wollte oder die Frische und Kreativität bereits auf Eternium weitestgehend verbraten wurde.

Veröffentlichungstermin: 24.02.2006

Spielzeit: 47:09 Min.

Line-Up:
Rainer Nygard – vocals, guitars

Marko Utriainen – guitars

Aadolf Virtanen – bass

Heikki Malmberg – drums

Produziert von Oittinen/Utriainen/Nygard
Label: Drakkar

Homepage: http://www.diablo1.net

Tracklist:
01. Shadow World

02. Damien

03. Together As Lost

04. In Sorrow We Trust

05. Mimic47

06. Condition Red

07. Kalla

08. Blackheart

09. Kathryn

10. Rebellion of One

11. D.O.A.

12. A View To Kill (Bonustrack)