BROTHERS OF METAL: Prophecy Of Ragnarök

BROTHERS OF METAL: Prophecy Of Ragnarök

Es gibt so Kapellen, die möchte man einfach einmal live erleben. BROTHERS OF METAL zählen für mich seit Neuestem dazu. Denn sowohl die Aufmachung als auch die Musik versprechen einfach nur eine große Party auf einem Festival. Musikalisch schenken die Schweden dem Hörer reinen Wein ein, als dass der Name der Band Programm ist: BROTHERS OF METAL. Will heißen, dass die Musik den True und Heavy Metal atmet und dank seiner Herkunft auch noch Anleihen im Folk Metal nimmt. Das alles wird nicht bierernst genommen, so dass ein beschwingets Augenzwinkern auch mal sein darf. Somit gleicht „Prophecy Of Ragnarök“, das ursprünglich bereits vor einem Jahr erschienen ist und nun via AFM Records globaler vertrieben wird, einer bunten, aber leichten Mischung. Ein wenig MANOWAR da, etwas LORDI dort und eine Prise SABATON woanders.

„Prophecy Of Ragnarök“ ist keine musikalische Offenbarung

Eine große musikalische (und schon gar keine lyrische) Offenbarung darf man sich mit „Prophecy Of Ragnarök“ allerdings nicht erwarten. Denn BROTHERS OF METAL bedienen sich gewohnter Abläufe, Aufbauten und Melodien. Dazu bremsen sich Tracks wie „Son of Odin“ oder das balladeske, aber schöne „Yggdrasil“ im Tempo allzu sehr ein. Wird die Geschwindigkeit jedoch angezogen, dann beginnt das Tanzbein zu schwingen. Bestes Beispiel ist der Titeltrack „Prophecy Of Ragnarök“, der einfach nur Laune macht. Gute Laune bekommt man ein Stück weit auch beim Happy Metal-Track „Sleipnir“ eingeimpft. Ansonsten bewegt sich das Liedgut auf häufig befahrenen Metal-Schienen. Dann und wann flechten BROTHERS OF METAL zusätzliche Elemente wie den Folk Metal („Defenders of Valhalla“) oder kurze progressive Passagen („Tyr“) ein.

BROTHERS OF METAL setzen auf Gesangs-Trio

Gesanglich setzen BROTHERS OF METAL auf ein Dreiergespann: Während sich Ylva Eriksson und Joakim Lindbäck Eriksson den Gesang geschwisterlich teilen, kommt Mats Nilsson nur für die gesprochenen Passagen zum Einsatz. Das hauptsächliche Gesangs-Duo agiert dabei mitunter recht harmonisch und wie in „Siblings of Metal“ gar interessant und überraschend. Zudem wird ein durchaus breites Klangspektrum abgedeckt, wobei Ylva Eriksson auf eine fürs Genre durchaus dunkle Sprachfärbung zurückgreift. Somit erweist sich „Prophecy Of Ragnarök“ als eine unterhaltsame, aber keineswegs herausfordernde Scheibe. Die BROTHERS OF METAL sind daher keine Kandidaten, die man oft aus dem Plattenschrank hervorkramen wird, sich jedoch vormerkt, wenn sie in der näheren Umgebung auftreten.

Veröffentlichungstermin: 16.11.2018

Spielzeit: 51:23 Min.

Line-Up:
Ylva Eriksson – Voice of the Valkyries
Joakim Lindbäck Eriksson – Battle Cries
Mats Nilsson – Tongue of the Gods
Dawid Grahn – Gitarre
Pähr Nilsson – Gitarre
Mikael Fehrm – Gitarre
Emil Wärmedal – Bass
Johan Johansson – Schlagzeug

Produziert von Erik Berglund

Label: AFM Records

Homepage: https://www.facebook.com/brothersofmetalofficial/

BROTHERS OF METAL „Prophecy Of Ragnarök“ Tracklist:

1. The Death of the God of Light
2. Son of Odin
3. Prophecy Of Ragnarök (Video bei YouTube)
4. Defenders of Valhalla
5. Concerning Norns
6. Yggdrasil
7. Tyr
8. Siblings of Metal
9. Gods of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood and Steel
14. We Believe in Metal

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.