BOOMERANG: The Real Unreal Demo [Demo-CDR]

BOOMERANG: The Real Unreal Demo [Demo-CDR]

Na, da hätten wir doch mal ein interessantes Demo für alle Freunde traditionellen Metals, die sich aber nicht in alle Ewigkeiten mit bisslosen Melodien und überzogenen Klischees zufrieden geben wollen.

BOOMERANG aus der Pfalz liefern mit dem Real Unreal Demo einen ersten Appetithaben ab, den die Band selbst als Muss für alle Fans von SKYCLAD, BLIND GUARDIAN oder GAMMA RAY bezeichnet. Und getreu diesem Leitspruch startet das Demo dann auch gleich mit mittelalterlich anmutendem, an BLIND GUARDIAN erinnernden Gesang, bevor der Song nach dieser kurzen Einleitung aber gleich in die vollen und ordentlich nach vorne los geht. Doch, die Einflüsse sind nicht zu leugnen und dennoch klingt A Jugglers Poetry irgendwie eigenwillig und originell. RUNNING WILD denk ich mir noch beim sehr coolen Mittelteil….die scheinen auch ihre Spuren hinterlassen zu haben, bevor ich dann vom zweiten Song und Höhepunkt des Demos gleich mal total weggeblasen werde. WOW! Was für ein Kracher! Gesanglich und von den Melodien her wie eine Mischung aus W.A.S.P., RUNNING WILD und TWISTED SISTER poltert Battered mit einer enormen Power aus den Boxen, dass ich meinen Ohren gar nicht richtig trauen möchte. Was für grandiose Vocallines, was für eine Energie. Zu Schade, dass der Song dann aber mit seinen 7 ½ Minuten Spielzeit etwas zu sehr in die Länge gezogen wirkt. Nichtsdestotrotz eine beeindruckende Darbietung, die Spuren hinterlässt. Doch zum Innehalten bleibt keine Zeit. Mit dem dritten Song The Cold One thrashen die Jungs im Anschluss erst mal richtig los und überzeugen auch hier mit einem mitreißenden Refrain. Dann aber, dann heißt es endlich verschnaufen, ruhig werden, zu sich finden….Balladenzeit – Last Goodbye. Tja, nette Angelegenheit aber nicht unbedingt essentiell. Die Stärken dieser jungen Band scheinen wohl doch eher im kraftvollen Metal zu liegen, was BOOMERANG mit dem titelgebenden Stück The Real Unreal noch mal deutlich unter Beweis stellt.

Ein echtes Ei haben sich BOOMERANG dann aber leider mit Labyrinth gelegt. Der Song trägt zwar den Titel Labyrinth, darf aber durch seinen an den nerven zehrenden Refrain Let us fly again, like a boomerang wohl als geheime Bandhymne bezeichnet werde, womit sich die Jungs aber nicht unbedingt einen Gefallen getan haben. Denn bei diesem Song hat man nun tatsächlich zum ersten mal auf The Real Unreal das Gefühl es mit einer Band im Demostadium zu tun zu haben, zu unausgereift klingt dieser Track und man kann hoffen, dass es sich hier um eine frühe Komposition der Band handelt und diese nicht wegweisend für das kommende Material ist.

Insgesamt hinterlassen BOOMERANG einen ordentlichen Eindruck, den es nun auszubauen gilt. Insgesamt scheint die Band schon einiges an Material in der Hinterhand zu haben, das wohl auch in Bälde in Form eines Full-Length-Albums erscheinen soll. Man darf gespannt sein, was dann auf uns zukommen wird. Das 6-Song Demo gibt es übrigens für 10 DM inkl. Versand bei Stefan Zobel, Hildenbrandstraße 15, 67227 Frankenthal/Pfalz.

Fierce

Spielzeit: 36:18 Min.

Line-Up:
Andreas Reichard – Drums

Axel Johann – Vocals

Stefan Zobel – Gitarre

Thomas Fahrnbach – Gitarre & Vocals

Christian Katzer – Bass

Produziert von Volker Matejka
Label: Eigenproduktion

Hompage: http://www.boomerang-metal.de

Email-Adresse der Band: stefan@der-bierfreund.de

Tracklist:
1. A Jugglers Poetry

2. Battered

3. The Cold One

4. Last Goodbye

5. The Real Unreal

6. Labyrinth

Fierce
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