FILTH IS ETERNALs Hardcore-Punk tendiert auf dem vierten Album „Impossible World“ mehr in Richtung Punk als Hardcore. Warum das eine gute Entwicklung ist, stellt die Band 30 Minuten lang vehement unter Beweis.
Welch Höllenfahrt! Mit „The Womb Of The World“ schreiben QRIXKUOR eine Death Metal-Symphonie, die diese Bezeichnung tatsächlich verdient und ihresgleichen sucht.
MISERERE LUMINIS verbinden auf „Sidera“ komplexes und kluges Songwriting mit großer Leidenschaft: Black Metal ist selten so emotional fordernd wie in diesen 50 Minuten – ein wahrer tanzender Stern.
FINAL GASP machen auf „New Day Symptoms“ einen großen Schritt nach vorne, und zeigen, wie brachial Death Rock und Post Punk klingen kann, ohne Eingängigkeit missen zu lassen. Am Ende ihrer Entwicklung sind die Bostoner aber noch nicht angelangt.
Zwischen den Welten, zwischen Jahreszeiten: FÅGELLE liefert mit ihrem dritten Album „Bränn min jord“ atemberaubend schöne Musik zwischen Nordic Folk und Avant Pop, die im richtigen Moment aber auch die Zähne zeigt. Ein echter Geheimtipp!
Das erste Highlight des Jahres 2026 kommt aus dem nordirischen Belfast. „In Perfect Stillness“, das Debütalbum von DOMHAIN, wird wirklich allen Vorschusslorbeeren gerecht und setzt sich im Post Black Metal gekonnt zwischen die Stühle. Mit irischem Furor, großer Sehnsucht und tiefer Melancholie übertreffen DOMHAIN die eh schon exzellente Debüt-EP „Nimue“ mit scheinbarer Leichtigkeit. Zusammen mit Gitarrist und Songwriter Nathan Irvine und Drummerin, Cellistin, Sängerin und Artwork-Künstlerin Anaïs Chareyre-Méjan sprechen wir heiter, aber auch nachdenklich unter anderem über die Geschichte der Band, das Konzept hinter „In Perfect Stillness“ und die visuelle Seite des Albums.
Ein leidenschaftlicher Gruß aus Belfast: DOMHAINs Debütalbum „In Perfect Stillness“ kleidet Melancholie in ein Soundgewand aus Wut und epischen Harmonien. Post Black Metal war selten so ergreifend.
Sind CONVERGE mehr als acht Jahre nach ihrem letzten regulären Album zu müde um zu experimentieren, oder einfach nur sehr fokussiert? Das intensive, dichte Album „Love Is Not Enough“ gibt eine eindeutige Antwort.
Evolution in progress: PREDATORY VOID überraschen mit neuem Stil und begeistern mit höchst intensiven Songs. „Atoned In Metamorphosis“ ist eine beeindruckende EP.
Die gute Nachricht: MAYHEM haben auf ihrem siebten Studioalbum hörbar Spaß. Die Schlechte: „Liturgy Of Death“ ist wegen all seiner Brutalität über längere Strecken recht durchschnittlich geworden.
Auf ihrem vierten Album „Panorama“ verlieren HÄLLAS fast den Boden unter den Füßen. Die schwedische Adventure Rock-Band orientiert sich dabei mehr denn je an den ikonischen Progressive Rock-Alben der 1970er und 1980er Jahre und betritt teils unbekanntes Terrain.
Eines der niveauvollsten Alben zwischen Death- und Black Metal des Jahres 2025 stammt von LYCHGATE. Mehr als fünf Jahre nach der großartigen EP „Also sprach Futura“ veröffentlicht die Londoner Formation „Precipice“, ein durch und durch pessimistisch-philosophisches Werk, das den literarischen Modernismus mit dem extremen Metal der späten Neunziger und frühen Zweitausender in atemberaubender Intensität niveauvoll und atmosphärisch verbindet. Kein Wunder, dass Bandchef Vortigern eloquent und smart auf unsere Fragen antwortet.
Auf der Suche nach dem Zuhause: KAUANs zehntes Album „Wayhome“ zerschmilzt vor Schönheit, ohne in zu viel Sentimentalität abzudriften. Das Einzige, das hier zum Glück fehlt, ist das Drama.
Die Heldinnenreise der ANNA VON HAUSSWOLFF: „Iconoclasts“ bricht aus dem Korsett des düsteren Indie aus, um ein Epos zu weben, das diesen Titel redlich verdient hat.