FOUR BY FATE: Relentless

FOUR BY FATE: Relentless

Top oder Flopp, Supergroups sind oft ein schwieriges Thema. Hier bei FOUR BY FATE haben wir es zu tun mit John Regan (JOHN WAITE, FREHLEY´S COMET), Tod Howarth (CHEAP TRICK, FREHLEY´S COMET) und Patrick James Gasperini (POUND). Zu Beginn war noch Drummer AJ Pero (TWISTED SISTER, ADRENALINE MOB, CITIES) an Bord, welcher ja im März 2015 verstorben ist. Hier zu hören ist AJ auf den ersten sechs Songs, Drummer Rob Affuso (SKID ROW) ist nun dabei und auf den weiteren Liedern an den Trommeln.

Da klingt es mal nach spät-80er AEROSMITH, bei Follow Me auch mal nach TYKETTO. Die Herren treten auch mal ordentlich Popo, klingen da meist eher – um bei den Hausbands der Supergrouphelden zu bleiben – nach SKID ROW als nach JOHN WAITE oder CHEAP TRICK. Trotz ruhigerer Töne hier und da bleibt man vom Weichspüler-AOR weitgenug weg, hier wird amtlich gerockt. Fast erschreckend mischt sich mit I Give gar ein harter Grunge-Rocker mit rein, Zeit mal wieder die ersten ALICE IN CHAINS und SOUNDGARDEN-Scheiben auszugraben. Und klar, alle Beteiligten sind Meister ihres Fachs, Vocals und musikalische Darbietung sind top, gerade bei den Gitarrenleads hört man gerne genauer hin. Soweit, so gut, alles fast im grünen Bereich. Fast, weil man hier trotz einiger guten Songs die für dieses Genre so wichtigen Hits nicht findet, die sich im Ohr festsetzen. Während die 80er-Helden selbst auf den schwächeren Alben diese 2-3 Songs haben, an die man sich sofort erinnert, bleibt von Relentless nicht wirklich viel hängen. Man weiß, man hat gute Songs von guten Musikern gehört, aber welche waren das nochmal, und von welcher Band? Hm… da nützt auch der gute, kraftvolle Sound nichts. Der Großteil der Songs ist absolut hörenswert, besser als so manches, was uns von ehemaligen Größen der 80er heute oft als die große Melodic Rock/AOR-Offenbarung vorgesetzt wird. Nur der große Wow-Effekt fehlt und ein Mindestmaß an Wiedererkennungswert, schade!

Supergroup, aber halt nur gut, nix mit super! FOUR BY FATE kann man sich gut geben, wenn man auf härteren Melodic/Hair-Rock bzw. AOR der späten 80er und frühen 90er steht. Wirklich bedeutend ist Relentless aber nur für Fans, die um TWISTED SISTER´s AJ Pero trauern und sich hier seine wohl letzten Aufnahmen sichern wollen.

Veröffentlichungstermin: 03.06.2016

Spielzeit: 39:52 Min.

Line-Up:
Tod Howarth – Vocals, Guitars, Keyboards
John Regan – Bass
Patrick James Gasperini – Vocals, Guitars
Rob Affuso – Drums
AJ Pero – Drums

Produziert von John Regan

Label: Amazing Record Co.

Homepage: http://www.fourbyfate.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/fourbyfate

Tracklist:
1. These Times Are Hard For Lovers
2. Moonshine
3. Hangin´ On
4. Levee Breach
5. It´s Over Now
6. Follow Me
7. On My Own
8. I Give
9. Don´t Know
10. Back In The 80´s
11. Rock & Roll Hoochie Koo

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Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!