DEADLOCK / SIX REASONS TO KILL: Split

DEADLOCK / SIX REASONS TO KILL: Split

Auf diese Split habe ich mich schon sehr gefreut, da gerade DEADLOCK auf ihrem letzten Album bereits ziemlich gut zu Werke gingen. Jetzt trauen sie sich nach dem starken The Arrival noch in den Ring und kämpfen gegen keinen unbekannten: SIX REASONS TO KILL ist ein starker Gegner für die Regensburger, doch – und das nehme ich schon mal vorweg – die haben nicht die geringste Chance.

Nun zu den Gründen: Die melodic Death Metaller DEADLOCK geben drei Songs plus Intro zum Besten, die sich gewaschen haben: Leidenschaftlich, hart und sehr ambitioniert klingt es, wenn man die Tracks zum ersten Mal hört. Mit Thousand Suns und The End of the World, die durch die Melodien so schön sind, das man fast weinen möchte, setzen sich sie sich auf eine ziemlich hohe Stufe: fast mit DARK TRANQUILLITY, die dies ebenso beherrschen. Nicht nur die Gitarren bringen diese genialen Harmonien hervor, Gastkeyboarderin Sabine Weniger, die auch Gesangsparts beisteuert und Celli sowie Violinen geben den Songs zusätzliche Tiefe. Doch melancholisch soll man nicht werden, denn da geht der Mosh ab. Sänger Johannes ist ziemlich sauer und schreit alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Selbiges gilt für Drummer Tobias, der auch eine gewaltige Steigerung hören lässt.

SIX REASONS TO KILL gehen in eine etwas andere Richtung, spielen (Death) Metalcore, der größtenteils im Midtempo dahermatzt und ziemlich nach SIX FEET UNDER mit leichtem BOLT THROWER-Touch klingen, jedoch ein deutliches Hardcore-Gerüst zur Stütze aufgebaut haben. Sehr fett und wuchtig legen die Koblenzer los, so dass sie Wände einreißen und keine Gnade kennen. Hier und da kommen auch mal kurze Blast-Beats zum Einsatz, die gerade in Dominion of Death sehr cool abgewechselt werden. Speziell dieser Song ist der Beste der Band, die anderen erreichen nicht die Intensität des ersten Beitrages, selbst wenn das abschließende Deliverance, bei dem auch Ady von CALIBAN an den Vocals mitmischt, wieder ein sehr guter und sehr flotter Mosh-Song ist, der durch Abwechslung und Brutalität besticht.

Abschließend bleibt zu sagen, dass hier zwei äußerst talentierte Bands beteiligt sind, von denen gerade DEADLOCK wirklich groß werden können, SIX REASONS TO KILL hingegen müssen noch an sich arbeiten. Nichtsdestotrotz, alleine wegen DEADLOCK lohnt sich diese Split immens, denn die sind eine der größten Hoffnungen der nationalen Metal-Szene. Gibt es jetzt etwa noch einen Grund das Ding nicht zu kaufen?

VÖ: 4. August 2003

Spielzeit: 32:56 Min.

Line-Up:
DEADLOCK:

Johannes Prem – Vocals

Tobias Graf – Drums

Thomas Huschka – Bass

Sebastian Reichl – Giutars

http://www.xdeadlockx.com

[email protected]

SIX REASONS TO KILL:

Marco Schaller – Guitars

Patrick Grün – Drums

Christian Valk – Vocals

Stefan Eutebach – Bass

Marco Andree – Guitars

http://www.sixreasonstokill.de

[email protected]

Label: Winter Recordings

Tracklist:
DEADLOCK

1. A Little Soldier

2. Thousand Suns

3. An Eye for an Eye

4. The End of the World

SIX REASONS TO KILL

5. Dominion of Death

6. To a Darkened End

7. Haunted by Memories

8. Deliverance

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