THREE: The End Is Begun

THREE: The End Is Begun

Mit The End Is Begun melden sich die Neo-Proggies THREE (ehemals 3) zwei Jahre nach ihrem letzten Album Wake Pig mit neuem Stoff zurück. Auf dem Vorgänger gab es mit Alien Angel, Queen und vor allem Circus Without Clowns zwar durchaus ein paar starke Songs, insgesamt wollte die Scheibe aber nicht so recht zünden. Einige Stellen auf Wake Pig wirkten gar eher nervtötend. Nun steht also Album Nummer vier an, das zweite für Metalblade. Das ist auch so eine Sache. Ich frage mich wirklich wie die beiden – THREE und Metalblade – zusammen gekommen sind. Aber lasen wir das. THREE wurden ja in der Vergangenheit immer wieder gerne in die Nähe von COHEED & CAMBRIA gerückt. Einerseits verständlich, da beide Bands sich kennen und der Bruder von THREE-Frontmann Joey Eppard bis vor kurzem noch die Drumsticks für COHEED & CAMBRIA geschwungen hat. Andererseits haben beide Bands musikalisch nicht so viel gemein wie man meinen möchte. Aber gut, konzentrieren wir uns mal auf The End Is Begun. Das gesamte Album wirkt auf mich deutlich homogener als der Vorgänger. Auf The End Is Begun mögen zwar die ganz großen Hits wie die oben erwähnten Songs von Wake Pig fehlen, dafür fehlen aber auch die nervtötenden Experimente wie zum Beispiel Where´s Max, welches mir doch ziemlich auf den Sack ging. Insgesamt herrschen auf The End Is Begun die akustischen Gitarren deutlich mehr als auf dem Vorgänger.

Los geht es mit einem Intro, welches zu Beginn lediglich von Akustik-Klampfen und sanftem Gesang getragen wird. Nach zwei Minuten gesellen sich Schlagzeug und E-Gitarre dazu. Der Track steigert sich weiter, baut gekonnt Spannung auf und hat gegen Ende hin fast etwas von einem Marsch. Der folgende Titeltrack hat ebenfalls zu großen Teilen etwas marschierendes und weiß mit bemerkenswerter Gitarren-Arbeit, insbesondere dem wilden Solo nach etwa drei Minuten zu gefallen. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass der Song zündet, richtig loslegt und einen bei den Eiern packt. Genau das kommt dann aber nicht, es fehlt irgendwie der letzte Funke. Das erste Mal richtig aufhorchen lässt All That Remains, welches tänzelnd verspielt mit großartigen Gesangslinien von Joey Eppard daher kommt. Noch besser wird es beim mitreißenden Serpents In Disguise, welches tatsächlich ein wenig COHEEDdesk klingt. Ebenfalls große Ohrenschmeichler sind das leichtfüßig tänzelnde, poppige Live Entertainment oder das folgende Diamond In The Crush

Klingt ja bisher alles ziemlich gut. Leider haben sich auf The End Is Begun eben auch so einige Songs eingeschlichen, die irgendwie völlig an mir vorbeilaufen. Nicht dass sie total scheiße oder nervtötend wären. Nein, sie plätschern einfach zu belangslos vor sich hin. Quasi instrumental anspruchsvollere Fahrstuhlmusik. Solche Fälle sind zum Beispiel Battle Cry oder Shadow Play. Diese sind allerdings doch eher in der Unterzahl, die positiven Momente auf dem vierten Album der Jungs aus Woodstock überwiegen nach vielen Hördurchläufen doch deutlich. Und genau das braucht diese Album auch: Etwas Zeit. Bei den ersten Hördurchläufen war ich, vielleicht auch aufgrund falscher Erwartungen, ziemlich gelangweilt von The End Is Begun. Doch mit jedem weiteren Hördurchlauf erschloss sich mir die Scheibe etwas mehr, begeisterten mich einzelne Songs mehr. So ist The End Is Begun sicherlich keine makellose, aber dennoch eine sehr gute Prog Rock-Scheibe, die man durchaus gehört haben sollte.

Veröffentlichungstermin: 20.07.2007

Spielzeit: 57:16 Min.

Line-Up:
Joey Eppard – vocals, acoustic and electric guitars
Chris Gartmann – drums and backing vocals
Billy Riker – guitars, strange effects
Joe Stote – percussion, keyboards
Daniel Grimsland – bass

Label: Metalblade

Homepage: http://www.theband3.com

Email: info@theband3.com

Tracklist:
01. The World Is Born Of Flame
02. The End Is Begun
03. Batte Cry
04. All That Remains
05. My Divided Falling
06. Serpents In Disguise
07. Been To The Future
08. Bleeding Me Home
09. Live Entertainment
10. Diamond In The Crush
11. Shadow Play
12. These Iron Bones
13. The Last Day
14. Dregs (Accoustic Version)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.