THE BLACK MORIAH: Road Agents of the Blast Furnace

THE BLACK MORIAH: Road Agents of the Blast Furnace

Aus der texanischen Prärie kommen THE BLACK MORIAH. Und das Duo hat nach „Casket Prospects“ (2012) zum zweiten Mal seine Pferde gesattelt, um dem Hörer treibenden Blackened Thrash Metal einzuprügeln. Das neue Werk „Road Agents of the Blast Furnace“ teilt den beiden Musikern die Rolle von Handelsvertretern für Hochöfen zu, will man der Interpretation des Albumtitels Glauben schenken. Witzig dabei ist, dass THE BLACK MORIAH bewusst auf die amerikanische Western-Romantik eines texanischen Highway-Outlaws setzen. Dabei suggerieren die Künstlernamen „The Mad Arab“ und „Zawicizuz“ nicht zwingend das (Ur-)Amerikanische. Auch musikalisch schielen THE BLACK MORIAH über den Teich und haben etwas für flotte und thrashige Riffs made in Germany übrig.

THE BLACK MORIAH mit enormer Spielfreude an der Gitarre

„Road Agents of the Blast Furnace“ startet gleich einmal gefällig mit dem Titeltrack, der mit kernigen Riffs und treibendem Rhythmus ebenso überzeugt wie wenig später das ähnlich gelagerte „Death Valley Days“. Noch stärker präsentiert sich „The Devils Whores“. Hier wird das Tempo angezogen und die Gitarre versprüht große Spielfreude. Insbesondere die zweite Hälfte des Tracks erinnert in der Geschwindigkeit und den hohen Gitarrentönen sowei der Melodie an MACABRE. Auch „Just a Taste“ schlägt in eine ähnliche Kerbe.

„Road Agents of the Blast Furnace“ hat wenige Abnutzungserscheinungen

Mitunter nutzen sich die Tracks jedoch etwas ab („To Hell on a Fast Horse“, „Twisted Axe“). Das passiert insbesondere dann, wenn keine zusätzlichen Songelemente eingeschoben werden oder auch das Tempo weniger variiert. Allerdings muss man auch sagen, dass das Mid-Tempo keine ideale Geschwindigkeit für THE BLACK MORIAH ist. In diesen wenigen Passagen holen die US-Amerikaner zu wenig Atmosphäre und Grimmigkeit heraus, wie das Ende von „Ratwater“ und das abschließende GORGOROTH-Cover „The Devil is Calling“ beweisen.

THE BLACK MORIAH liefern rotzigen Durchputzer

Gesanglich agieren THE BLACK MORIAH etwas gar gleichförmig. Die keifende Stimmfärbung ist an IMPALED NAZARENEs Mikka Luttinen agelehnt („Say it with Bullets“), aber nicht ganz so gallig und ausdrucksstark. Das mag auch an der Produktion liegen, die als Ganzes mehr Tiefe und Power vertragen könnte. Dennoch erweist sich „Road Agents of the Blast Furnace“ als ein rotziger Durchputzer, der gute Laune macht.

Veröffentlichungstermin: 29.03.2019

Spielzeit: 51:00 Min.

Line-Up:
Geoffrey „Zawicizuz“ Sawicky – Gitarre, Keyboard & Gesang
Jamil „The Mad Arab“ Razvi – Schlagzeug & Gesang

Label: Folter Records

Homepage: http://www.theblackmoriah.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/TheBlackMoriah
Mehr im Netz: https://theblackmoriah.bandcamp.com

THE BLACK MORIAH „Road Agents of the Blast Furnace“ Tracklist:

1. Road Agents of the Blast Furnace (Audio bei YouTube)
2. The Devils Whores
3. Say it with Bullets
4. To Hell on a Fast Horse
5. Death Valley Days
6. Palaver
7. Elixir of Wrath
8. Scholar of Tongues
9. Twisted Axe
10. Just a Taste
11. Ratwater
12. The Devil is Calling (GORGOROTH-Cover)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.