SIX FEET UNDER: Death Rituals

SIX FEET UNDER: Death Rituals

Mit Warpath und Maximum Violence haben SIX FEET UNDER zwei mächtige Death Metal-Brocken veröffentlicht. Was danach so von den Jungs um Chris Barnes kam, konnte mich nicht mehr oder im Falle von Bringer Of Blood zumindest noch teilweise überzeugen. Nun also Death Rituals. Nach dem atmosphärischen Intro donnert der flotte Opener Death By Machete schon mal ziemlich überzeugend aus den Boxen. Auch das simple aber effektive Involuntary Movement Of Dead Flesh weiß zu gefallen. Simpel trifft auch auf das folgende Non Will Escape zu, effektiv leider nicht, stumpf schon eher. Bei Eulogy Of The Undead zeigen SIX FEET UNDER wieder, dass sie es können wen sie dann wollen, leider wollen sie über den großen Teil der restlichen Songs eher nicht. Weder das ultra-langweilige Seed Of Filth, das fast mit einem Riff über fünf Minuten auskommt, noch das unnötige MÖTLEY CRÜE-Cover Bastard ziehen mir noch die Wurst vom Brot aber gut, SIX FEET UNDER-Cover waren ja eh schon immer eher amüsant als wirklich gut.

Und dann wäre da noch der Gesang von Meister Barnes. Früher hatte der Mann noch wirklich Hass in der Stimme, aber inzwischen wirkt sein Gegrummel nur noch einschäfernd und die wenigen Screams klingen wie eine Maus in der Mausefalle. Schade, denn der Mann hat(te) eigentlich eines der charimastischsten Organe der Death Metal-Szene. Das Konzept primitiv, simpel aber effektiv geht bei enigen Songs zum Teil immer noch auf und was anderes erwartet ja auch keiner von SIX FEET UNDER. Aber zieht man die zwei Zwischenspiele, das unnötige Cover und einige schlicht und ergreifend belanglose Songs ab, bleibt am Ende vielleicht noch ein halbes Dutzend Songs, die man als gelungen bezeichnen kann. Und selbst diese erreichen zu keiner Zeit die Qualität von Krachern wie War Is Coming oder Feasting On The Blood Of The Insane. Ganz schön wenig für eine Band mit diesem Status, aber die Scheibe wird sich sicher trotzdem gut genug verkaufen, auch wenn SIX FEET UNDER meiner Meinung nach nicht mehr viel zu melden haben.

Veröffentlichungstermin: 14.11.2008

Spielzeit: 49:15 Min.

Line-Up:
Chris Barnes – vocals
Steve Swanson – guitars
Terry Butler – bass
Greg Call – drums

Produziert von Chris Barnes
Label: Metalblade

Homepage: http://www.sfu420.com

Tracklist:
01. Death By Machete
02. Involuntary Movement Of Dead Flesh
03. None Will Escape
04. Eulogy Of The Undead
05. Seed Of Filth
06. Bastard
07. Into The Crematorium
08. Shot In The Head
09. Killed In Your Sleep
10. Crossroads To Armageddon
11. Ten Deadly Plagues
12. Crossing The River Styx (Outro)
13. Murder Addiction

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.