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SHAPE OF DESPAIR: Return to the Void

SHAPE OF DESPAIR gelangen mit “Return to the Void” an einen Punkt, wo sie mir persönlich nichts mehr geben.

Bei “Return to the Void”, dem neuen Album von SHAPE OF DESPAIR, erlebe ich ein gewisses Déjà-vu, als dass mich das jüngste Album der Finnen nicht mehr auf diese Art und Weise berührt wie frühere Alben. Und bei DRACONIANs letztem Album “Under A Godless Veil” war es ähnlich, doch stimmte mich bei den Schweden – nebst dem exzellenten Artwork – auch die Zeit und somit die mehrmaligen Hördurchläufe wieder versöhnlich. SHAPE OF DESPAIR war demnach auch diese Zeit zu geben, aber die ersten Eindrücke, die ich vom Album hatte, lassen sich auch heute – einige Monate später – nicht revidieren: “Return to the Void” mag einfach nicht zünden.

SHAPE OF DESPAIR fehlt es an Bedrohlichkeit

Das fängt schon beim Opener “Return To The Void” an, dem es schlichtweg an Abwechslung fehlt. Klar, wir sprechen von Doom-Death Metal und die Band selbst gar nach wie vor von Funeral Doom. Für letzteren fehlt es den Kompositionen jedoch an Bedrohlichkeit. Zudem sind hierfür manche Melodien – etwa von etwaigen Keyboardteppichen – gar zu lieblich. Die tiefen Growls von Henri Koivula (THROES OF DAWN) und das Tempo sind dagegen schon noch diesem Genre zuzuordnen.

“Return to the Void” ruft zu wenig Emotionen hervor

Dennoch vermag die allgemeine Atmosphäre – so traurig sie an der Oberfläche auch wirkt – keine großen Emotionen bei mir hervorrufen. Und manches Mal macht sich gar Langeweile breit (“Solitary Downfall”). Hier geben auch die eingeflochtenen, weiblichen Vocals von Natalie Koskinen (JONNE, PAARA, Ex-DEPRESSED MODE) keinen zusätzlich Input, womit die knappe Stunde des Albums – nüchtern betrachtet – einfach nur schön anzuhören ist, ohne aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu können. Und ja, es ist immer wieder schade, wenn eine geschätzte Band zu einem Punkt kommt, an dem man als Hörer nichts mehr herausziehen kann. SHAPE OF DESPAIR haben diesen Punkt bei mir persönlich erreicht – und das ist zu bedauern.

Veröffentlichungstermin: 25.02.2022

Spielzeit: 57:15 Min.

Line-Up:
Tomi Ullgrén – Gitarre
Jarno Salomaa – Gitarre & Keyboards
Natalie Koskinen – Gesang
Samu Ruotsalainen – Schlagzeug
Sami Uusitalo – Bass
Henri Koivula – Gesang

Label: Season of Mist

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/shapeofdespairofficial/

SHAPE OF DESPAIR “Return to the Void” Tracklist

1. Return To The Void (09:14)
2. Dissolution (08:59) (Audio bei YouTube)
3. Solitary Downfall (11:06)
4. Reflection In Slow Time (08:08) (Audio bei YouTube)
5. Forfeit (08:00) (Video bei YouTube)
6. The Inner Desolation (11:48)