POISONBLACK: Lust Stained Despair

Liebe SENTENCED-Jünger, euer Leiden ist vorbei!

Liebe SENTENCED-Jünger, euer Leiden ist vorbei! POISONBLACK versetzen den Hörer mit ihrem neuen Album Lust Stained Despair in die Zeit von The Funeral Album und The Cold White Light der aufgelösten finnischen Suizidband.

Vielleicht könnte man Lust Stained Despair noch einen Tick rockiger beschreiben, aber die Vergleiche zu Ville Laihialas ex-Combo sind mehr als offensichtlich. Kein Wunder auch. Hat doch Ville auf der vorliegenden Veröffentlichung neben der Gitarre nun auch den Gesang bei POISONBLACK übernommen, was natürlich den Vergleich zu SENTENCED noch mehr hervorruft.
Ich persönlich war positiv überrascht über das neue Werk, vor allem, weil SENTENCED schon immer eine sehr interessante Band waren und POISONBLACK diese Lücke im Musikbusiness mit Lust Stained Despair perfekt füllen. Ein düsterer, melancholischer Grundtenor herrscht auf POISONBLACKs Zweitwerk, welches in eine fette Produktion gebettet wurde und durchweg ordentlich drückt. Man höre sich nur mal Rush an, mein persönliches Highlight der Scheibe. Ein grandioser Stampfer, aufgepeppt mit dezenten Soundeffekten, einem ruhigen Part in der Strophe und spätestens beim Refrain mutiert die Komposition zum Ohrwurm. Aber auch die ruhigen Stücke, wie z.B. Nail – ein gefundenes Fressen für alle Depressiven – sind qualitativ hochwertig in Szene gesetzt. Am besten gefallen mir POISONBLACK anno 2006, wenn sie unbekümmert drauf los rocken, aber immer einen Hang zur emotionalen Zerbrechlichkeit offenbaren. Kernig, mit fabelhaften Melodiebögen und den unverkennbaren Vocals von Ville. Kurz und dennoch schmerzvoll in der traurigen Seele überfallen den Hörer Stücke wie der flotte Opener Nothing Else Remains, das verzweifelte The Darkest Lie oder die sentimentale Ballade Pain Becomes Me und lassen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen.

Gerade Fans der verblichenen SENTENCED sollten Lust Stained Despair auf ihren Einkaufszettel notieren, aber auch alle anderen Musikliebhaber, die Bock auf einen rockigen, düsteren, melancholischen, melodischen, verträumten, aber dennoch rebellischen Sound haben.

Veröffentlichungstermin: 28.08.2006

Spielzeit: 48:17 Min.

Line-Up:
Ville Laihiala – vocals, guitar
Janne Markus – guitar
Marco Sneck – keyboards
Antti Remes – bass
Tarmo Kanerva – drums

Produziert von Poisonblack/Tue Madsen
Label: Century Media

Homepage: http://www.poisonblack.com

Tracklist:
1. Nothing Else Remains (3:55)
2. Hollow Be My Name (4:41)
3. The Darkest Lie (4:34)
4. Rush (4:06)
5. Nail (4:47)
6. Raivotar (4:55)
7. Soul In Flames (4:22)
8. Pain Becomes Me (4:07)
9. Never Enough (4:14)
10. Love Controlled Despair (3:51)
11. The Living Dead (4.36)