PAIMON: Terra Oblivionis

Mit PAIMON zeigt sich uns eine wirklich interessante Band, die zwar nicht durch Originalität glänzt, aber trotzdem frischen Wind in die "Dark Metal"-Szene bringt.

Na wundervoll, wieder eine Band, die sich als „eigenständigen Dark Metal“ bezeichnet, um in ja keine Schublade gesteckt zu werden. Ich frage mich, wann jemand mal darauf kommt, daß das irgendwann zum Trend werden könnte… Aber das ist letztendlich nicht so wichtig, denn mit PAIMON zeigt sich uns eine wirklich interessante Band, die zwar nicht durch Originalität glänzt, aber trotzdem frischen Wind in die Szene bringt. Denn trotz der lausigen Produktion (viel zu dünne Gitarren, polterndes Schlagzeug), bei der Alexander Krull beim Mastern wohl sturzbesoffen war oder geschlafen hat, weiß „Terra Oblivionis“ durch gute Songs zu überzeugen. Songs wie das schön folkige „Autum Grief“ oder der packende Schlußpunkt „Saint Crusade???“ haben durchaus das Zeug, den einen oder anderen Freund dunkler, mittelschneller Metal-Klänge in Freude zu versetzen. Auch das Artwork ist brilliant, und die Texte… nun ja, die Texte sind naiv und nicht sehr tiefsinnig, typische „Dark Metal“-Texte eben, aber das ist nicht wirklich wichtig. Wichtiger ist vielmehr die Tatsache, daß es Spaß macht, sich „Terra Oblivionis“ hin und wieder reinzupfeifen – und da es sich um ein Debüt handelt, bin ich recht zuversichtlich für die weitere Entwicklung von PAIMON. Wenigstens hört sich hier nicht jeder Song gleich an, wie bei gewissen anderen „eigenständigen Dark Metal“-Acts… Daumen hoch!

VÖ: Mai 2001

Spielzeit: 48:35 Min.

Line-Up:
Voland Pister – Vocals

Andre Abraham – Leadguitars

Norbert Noleppa – Rhythmguitars

Daniel d’Arcy – 5-string bass

Daniel Arncken – Drums

Produziert von Alexander Krull
Label: M.O.S. Records

Homepage: http://www.paimon.de

Tracklist:
1. Intro

2. Fallen Into Oblivion

3. Not To Forget

4. Autumn Grief

5. On The Black Wings Of Sorrow

6. Doomed To Live

7. The Age Of Gloom

8. Saint Crusade???

9. Outro (Despair)