KILLING JOKE: Killing Joke

KILLING JOKE: Killing Joke

Kurz mal vorweg: Diese Band ist keine Band! KILLING JOKE sind eine göttliche Institution, eine Gnade unseres Schöpfers… ein Lebenssinn! Wer mal in den Genuß kam die wirklich sehr raren Konzerte der Neuseeländer zu besuchen, ist dem Bann und Spiritualismus von Jaz Coleman verfallen und kann für die nächsten 20 Jahre die Poleposition seiner favorite bands erstmal ganz klar räumen um Raum für eine der groß(un)artigsten Bands dieses Universums zu räumen. So, das mußte ich mal rauslassen, danke!

KILLING JOKE haben ungewollt jede Szene seit mindestens 20 Jahren beeinflußt, ohne sich zu verkommerzialisieren, sie waren immer vergötterte Aussenseiter und wußten immer durch brilliante Alben ihre Stellung zu verteidigen. Nachdem 1996 Democracy erschien und KILLING JOKE für 7 Jahre in der Versenkung verschwanden, dachte man eher an den Tod eines guten Freundes als an eine
irgendwannmalReunion. Viele hatten das Thema KILLING JOKE wohl schon zu den Akten gelegt und hofften nur das Front-Psycho Jaz nicht endgültig seiner Prozac-Sucht erlegen war. Doch es sollte wahr werden, ich hab mir fast in die Hose geschissen als ich wirklich dieses fantastische neue Album in den Händen hielt. Freunde,
seid beruhigt… es ist alles beim Alten. Eine wunderbare Melange aus Extremities, Dirt…, Pandemonium und Democracy. Die Zeit schien still zu stehen. Der geneigte KILLING JOKE-Fan wird musikalisch bestimmt nichts vermissen. Ein bisschen rougher kommen die 10 Tracks teilweise vielleicht schon aus den Boxen. Asteroid z.B. klingt gar ein bisschen MINISTRY-mäßig, während der Opener The Death & Resurrection Show eine anscheinend nie dagewesenen Szeneabstinenz verkündet und wirklich klassisch klingt.

So ist das neueste Meisterwerk ein wirklich neues KILLING JOKE-Album, das in Sachen Melancholie zwar Null eingebüßt hat, in Sachen Spielfreude und Energie aber voll nach vorne geht und das Gaspedal immer gut einzusetzen weiß.
Blablabla, lange Rede kurzer Sinn… dieses Album ist jetzt schon für mich der Meilenstein dieses und der 5 vorhergegangenen Jahre. Ob es nun richtig war ex-NIRVANA und FOO FIGHTERS Drummer Dave Grohl an die wiedermal vakante Trommlerposition zu setzen sei mal dahingestellt, tut der kompositorischen Genialität aber keinen Abbruch.

KILLING JOKE sind mit 10 satten punkigen melancholy Songs wieder in die Szene retourniert und haben bewiesen das sich ihre Stellung nie und nimmer ändern wird. Sie sind, waren und werden immer die großartigste Band des Universums sein… nach diesem Album erst recht!!!! Fantastisch, brilliant, atemberaubend… das beste Album 2003!!!

LABEL:

Zuma Recordings

TRACKLIST:

The Death & Resurrection Show

Total Invasion

Asteroid

Implant

Blood on your Hands

Loose Cannon

You´ll never get to me

Seeing Red

Dark Forces

The House that Pain build

LINE-UP:

Jaz Coleman-Vocals

Geordie-Guitar

Youth-Bass

Dave Grohl-Drums

SPIELZEIT:

59:25 Min.

Homepage: http://www.killingjoke.com