IT BITES: The Tall Ships

IT BITES: The Tall Ships

Wenn eine Band an der Gitarre und den Lead Vocals mit John Mitchell arbeiten darf, dann ist deren musikalische Richtung und vor allem die Qualität des Ergebnisses schon fast vorprogrammiert. Der Engländer hat bereits bei seinen anderen beiden Bands ARENA und KINO unter Beweis gestellt, was er an der Gitarre und gesanglich so drauf hat, das Ergebnis hier ist entsprechend. 

Der Name von John Mitchell war es auch, der mich dazu brachte, bei IT BITES mal näher hin zu hören. Die Band wurde bereits 1982 gegründet, lag aber 13 Jahre bis zur Reunion mit John komplett brach. Als die Band wieder zusammen kam, gab es zunächst die Live Veröffentlichung When the lights go down. Nun liegt auch endlich wieder ein Longplayer von IT BITES vor. Nun scheint der personelle Zugang in Form von John Mitchell die Band wesentlich beeinflusst zu haben – sowohl im Bezug auf Melodielinien als auch auf den Gesang.

The Tall Ships ist ein klassisches NeoProg Album, bei dem melodiöse und eingängige Gitarrenriffs mit Keyboardlinien, teilweise regelrechten Teppichen, verknüpft werden. Oh my God ist der erste hitparadenverdächtige Song auf der Platte. Die schon fast nervige und sich wiederholende Vokallinie bleibt garantiert im Ohr hängen. In diesem Lied scheint der Protagonist sein Leben zu reflektieren, was ihn letzten Endes dazu bringt, auf einem Schiff die Welt zu umsegeln. Ghosts ist ein noch mehr keyboardlastiger Song im 80er Jahre Stil als sein Vorgänger. „Playground“ könnte schon fast der neue Hit einer Boygroup sein, die poppige Hookline ist eingängig und verspielt – wie der Titel es schon andeutet. Die Reise durch Pop, Rock, Funk und Prog wird mit von verschiedensten Effekten und Keyboardlinien geprägt. The Wind that shakes the Barley hat ein einfaches Riff und einen Mitsing-Refrain. Great Disasters beginnt mit Percussion im afrikanischen Stil, der Song ist eher funkig ausgelegt. Der Titel des letzten Liedes, This is England ist mit 13 Minuten und Sekunden der längste Song auf der Platte. Die Spannung wird hier langsam aufgebaut, unzählige Motive verschmelzen ineinander. Der Song ist der einzig wirkliche Progrock Vertreter der Platte, denn die meisten Lieder auf The Tall Ships tendieren zu einfacheren Strukturen, die gut ins Ohr gehen.

Die gesamte Scheibe verbreitet eine positive und fröhliche Stimmung. Es gibt kaum aggressive Töne zu hören, alles ist leicht und problemlos – dies vermittelt zumindest die Musik. Für Fans von KINO und ARENA ein Muss, ansonsten sollten auch andere Prog- und AOR- Anhänger mal ein Ohr wagen. 

Veröffentlichungstermin: 26.09.2008

Spielzeit: 69:39 Min. Min.

Line-Up:
John Mitchell: Gesang und Gitarre
John Beck: Keyboards
Bob Dalton: Schlagzeug
Lee Pomeroy: Gitarre
Zoltan Csörz: Bass
Label: InsideOut Music

Homepage: http://www.myspace.com/itbites

MySpace: http://www.itbites.com

Tracklist:
1. Oh My God
2. Ghosts
3. Playground
4. Memory Of Water
5. The Tall Ships
6. The Wind That Shakes The Barley
7. Great Disasters
8. Fahrenheit
9. For Safekeeping
10. Lights
11. This Is England