IMMOLATION: Failures for Gods

IMMOLATION: Failures for Gods

Ja, genau so muß sich Death Metal anhören, damit auch ich was damit anfangen kann! Auf technisch hohem Niveau mit vertrackten Songstrukturen und genauso brutal wie intelligent.
Das was IMMOLATION da auf ‚Failures for Gods‘ zelebrieren dürfte jeden MORBID ANGEL – Fan vor Entzücken in die Luft springen lassen.
Mit ‚Once Ordained‘ wird ein Panzer gestartet, der über die kommenden 40 Minuten alles niederrollt, was ihm in den Weg kommt. Die Gitarrenarbeit ist eine wahre Freude und so werden sowohl treibende Riffs, wie auch blitzschnelle Soli geboten, die jedoch nicht zu langatmig und nervig ausfallen, man könnte schon fast sagen, in bester SLAYER-Tradition.
Der brutale Gesang, verbunden mit den bösartigen Lyrics, schafft eine Atmosphäre, deren Düsternis mit jeder ach so bösen Black Metal Band locker mithalten kann. Und genauso sollte sich so manche ‚true‘ Black Metal Combo mal an diesen Lyrics ein Beispiel nehmen, denn auch bösartige anti-christliche Texte können auf hohem Niveau dargebracht werden.
Und letztendlich natürlich die Drumarbeit! Oh Mann, ist das geil. Alex Hernandez poltert sich durch ‚Failures for Gods‘ durch die einzelnen Songs, so daß einem wie oben bereits geschrieben immer wieder das Bild eines Panzers in den Sinn kommt, der alles plattwalzt, was ihm in den Weg kommt. Leider schafft es Alex nicht immer, seinen eigenen hohen Ansprüchen zu entsprechen, ist für mich aber eindeutig das tragende Teil der Musik von IMMOLATION. Erst durch die Drumarbeit schafft es ‚Failures for Gods‘, daß mein Adrenalin in Massen ausgeströmt wird und mein Metal Herz immer wieder nach mehr schreit.
Über das ganze Album gesehen, vermisse ich natürlich wie so oft die Abwechslung, die die ganz harten Kombos eben oft vernachlässigen, dennoch sind auf ‚Failures for Gods‘ Ideen verbraten, die Songs wie ‚No Jesus, no Beast‘ oder den Titelsong zu echten Knallern machen.
Abgerundet mit einem der großartigsten Cover, die ich je von Andreas Marshall zu sehen bekommen habe, ist die neue IMMOLATION ein echter Hammer geworden und wieder einmal muß ich traurig feststellen, daß es manchmal doch 13 Jahre dauern muß, bis man auf eine grandiose Band wie IMMOLATION kommt.

Fierce

Veröffentlichungstermin: 07.06.99

Spielzeit: 40:16 min.

Ross Dolan – Bass/Vocals
Thomas Wilkinson – Guitar
Robert Vigna – Guitar
Alex Hernandez – Drums

Produziert von Paul Orofino & Immolation
Erschienen bei Metal Blade Records

Homepage: http://www.immolationdirect.com

Tracklist:
1. Once Ordained
2. No Jesus, no Beast
3. Failures for Gods
4. Unsaved
5. God Made Filth
6. Stench of High Heaven
7. Your Angel Died
8. The Devil I Know

Fierce
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