ILLUM ADORA: Infernum et Necromantium (EP)

ILLUM ADORA: Infernum et Necromantium (EP)

Ein gutes Jahr nach “…of Serpentine Forces” legen die Koblenzer Black Metaller ILLUM ADORA mit der EP “Infernum et Necromantium” nach. Auf dem Programm steht noch immer Schwarzmetall der alten Schule, aber ILLUM ADORA lassen sich erweichen und – tiefes Einatmen – integrieren einige Keyboards. Aber natürlich nicht viele, wo käme man da auch hin. Produktionstechnisch fällt der “FapFapFap”-Bassdrum-Sound negativ auf und der Gesang – der nicht wirklich speziell ist – wurde zu sehr in den Vordergrund gemischt. Der Rest ist roh und funktional, aber der Bassdrum-Sound zehrt an den Nerven. 

Der Blick in die schwarzmetallische Vergangenheit

“Infernum et Necromantium” orientiert sich mit der wohldosierten Melodie an den frühen Werken von SATYRICON oder GEHENNA, wenngleich ILLUM ADORA die Synths weitaus weniger flächendeckend und sakral einsetzen als norwegische Truppen dieser Ära (man denke etwa an OBTAINED ENSLAVEMENT). Als Parallele mag man auch BEHEMOTHs “Sventevith (Storming over the Baltic)” herbeiziehen, was angesichts des ordentlichen “Blackvisions of the Almighty”-Covers (vom “…from the pagan vastlands”-Demo BEHEMOTHs) kaum erstaunlich ist. Völlig der Melodie verfallen sind ILLUM ADORA indes nicht. Die dunklen Mächte von “…of Serpentine Forces” sind noch immer sehr präsent auf “Infernum et Necromantum”, wovon nicht nur das zackige “Oscurita Medievale” zeugt. 

Eine EP für Puristen

“Infernum et Necromantium” ist Beweis für eine sanfte Weiterentwicklung ILLUM ADORAs. Die Genregrenzen bleiben hart und eng abgesteckt bei den Koblenzer Black Metallern, da gibt es kein Wenn und Aber. Somit ist “Infernum et Necromantium” lediglich Puristen zum Anhören zu empfehlen. ILLUM ADORAs Kleinwerk kann man haben, muss man aber nicht…

Veröffentlichungstermin: 29.03.2020

Spieldauer: 22:33

Label: Folter Records / Alive

Website: https://www.facebook.com/IllumAdora/

Line Up
Hurricane Hellfukker (ZARATHUSTRA) – Gitarren, Vocals
Mortüüm (COUNTESS) – Drums

ILLUM ADORA: Infernum et Necromantium Trackliste:

1. Inferno et Necromantium
2. Oscurita Medievale
3. Master of Contempt
4. Heroine des Grauens
5. Blackvisions of the Almighty (BEHEMOTH-Cover)

Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.