FIREWIND: Apotheosis – Live 2012

FIREWIND: Apotheosis – Live 2012

Da Gus G.s Brötchengeber ja momentan wieder mit seinen alten Kumpels zusammen durch die Charts doomt, hat der griechische Gitarrero Zeit, seine Hauptband wieder in den Fokus zu rücken. Letztes Jahr kam mit Few Against Many ein neues Studioalbum auf den Markt und jetzt, ein Jahr später und fünf Jahre nach Live Premonition erscheint mit Apotheosis – Live 2012 das zweite Live-Album der Band. Mitgeschnitten wurden die Songs auf den vier Jubiläumskonzerten, welche die Band 2012 in Griechenland spielte. Ein wenig markiert das Album wohl auch das Ende eines Bandabschnitts, denn Sänger Apollo Papathanasio, der auf diesem Album noch zu hören ist und seit 2005 bei FIREWIND war, hat die Band inzwischen verlassen. Besitzer des letzten Live-Albums Live Premonition können sich darüber freuen, dass es nur bei fünf Songs Überschneidungen gibt. Neun der insgesamt siebzehn Songs stammen von den letzten beiden Alben Days Of Defiance und Few Against Many, dazu kommen ein Gitarrensolo, ein Pianosolo und Maniac, ein Bonustrack des The Premonition-Albums, die allesamt ebenfalls auf Live Premonition nicht vertreten waren. Der Sound ist ordentlich fett und die die Band klingt verdammt tight. Trotzdem klingt das Ganze rau genug für eine Live-Aufnahme. Hier wurde offensichtlich nicht zu viel im Studio nachbearbeitet beziehungsweise neu eingespielt.

Die Interaktion zwischen Band und Publikum beschränkt sich auf einige Ansagen und natürlich den Jubel der Fans, die man natürlich fast nur zwischen den Songs hört. Die Setlist ist geschickt zusammengestellt, so folgt nach dem melodischen Speed-Hammer Heading For The Dawn das heavy walzende Losing My Mind. Bei Letzterem sind die Fans auch während des Refrains mal richtig laut zu hören. World On Fire geht nahtlos in das zweiminütige Gitarrensolo über, bei dem Gus G. ein bisschen vom Leder zieht. Kurz, schmerzlos und letztendlich eher ein Intro für das Instrumental SKG, bei dem  sich Mr G. weiter austobt. Bob Katsionis darf kurz darauf mit einem knapp einminütigen Piano-Solo die Ballade Edge Of A Dream einleiten, welche von den Fans mitgesungen wird. Ein weiterer Farbtupfer ist das Cover des 80er Pop-Hits Maniac von Michael Sembello, bevor Falling To Pieces das Konzert beendet. Apotheosis – Live 2012 ist ein gelungenes Live-Dokument der griechischen Power Metal-Band, welches sich natürlich – wie das heutzutage nun mal bei Live-Alben meistens so ist – an die Die-Hard-Fans der Band wendet. Aber wenn man (noch) nicht zum Lager der FIREWIND-Fans zählt, kann man mit diesem Teil hier wenig falsch machen.

Veröffentlichungstermin: 21.06.2103

Spielzeit: 69:07 Min.

Line-Up:
Apollo Papathanasio – vocals
Gus G. – guitars, keyboards
Petros Christo – bass
Bob Katsionis – keyboards, guitars (rhythm) (live)
Johan Nunez – drums
Label: Century Media

Homepage: http://www.firewind.gr
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/firewindofficial

Tracklist:
01. Head Up High  
02. Wall Of Sound  
03. Allegiance  
04. Few Against Many  
05. The Departure  
06. Heading For The Dawn  
07. Losing My Mind  
08. World On Fire  
09. Guitar Solo 2012
10. SKG  
11. Between Heaven And Hell  
12. Piano Solo
13. Edge Of A Dream  
14. Mercenary Man  
15. Glorious  
16. Maniac  
17. Falling To Pieces

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.