EXCITER: Death Machine

EXCITER: Death Machine

EXCITER sind einfach nicht tot zu kriegen. Klar, Erfolg haben andere, aber John Ricci und sein Anhang bleiben weiter am Ball und liefern zwei Jahre nach dem Kracher Thrash Speed Burn das nächste Album vor, das zweite mit Kenny Winter am Mikro. Und im Vergleich zu Thrash Speed Burn hat sich – zumindest stilistisch – nicht wirklich was getan, wieso auch – EXCITER ziehen seit über dreißig Jahren ihr Ding durch und werden mit ihrer Mucke eh keine Millionäre mehr. Auch auf Death Machine, dem zehnten Album der Band gibt es völlig old schooligen, räudigen Speed bis Thrash Metal zu hören, der vor allem durch das typische EXCITER-Riffing von John Ricci, dem einzigen Gründungsmitglied geprägt wird. Die Produktion ist roh und ungeschliffen, ein wenig matschig. Fans moderner Produktionen werden hier sicher erst mal schlucken müssen, aber so ist das eben bei EXCITER. Vor zwei Jahren, als Thrash Speed Burn raus kam hab ich mich noch zu der Bemerkung hinreißen lassen, dass Kenny Winter den Ex-Sänger Jaques Belanger locker vergessen macht. Das würde ich heute nicht mehr so unterschreiben, Mr. Belanger spielt mit seinem Organ in einer völlig anderen Liga als Kenny Winter, der auf Death Machine größtenteils ziemlich krächzig zu Werke geht, was den Hörgenuss doch arg beeinträchtigt. Auf Thrash Speed Burn hatte ich ihn noch stärker in Erinnerung. Wenn man wie ich den Vorgänger schon mochte, dann wird man, vom Gesang vielleicht abgesehen, auch mit Death Machine schnell warm. EXCITER rüpeln sich durch insgesamt neun Songs und das größtenteils zügig. Eine Ausnahme stellt das doomige Power And Domination dar, bei dem John Ricci ganz tief in die BLACK SABBATH-Riffkiste greift. Beim letzten Track gibt es nach etwas Leerlauf noch einen Hidden Track, eine Portion Gitarren-Shredding von Mr. Ricci. Tja, so richtig umgehauen hat mich Death Machine nicht, was vor allem am Gesang von Kenny Winter liegt, teilweise aber auch daran, dass die Songs auf Thrash Speed Burn noch eine Ecke besser waren.Trotzdem ist Death Machine eine gute Speed Metal-Scheibe geworden, EXCITER-Maniacs brauchen das Teil sowieso. Für den Erstkontakt mit der Band empfehle ich aber die Frühwerke, die neu eingespielte Best Off The New Testament mit Frontsirene Jaques Belanger oder eben den Vorgänger Thrash Speed Burn.

Veröffentlichungstermin: 22.10.2010

Spielzeit: 40:48 Min.

Line-Up:

Kenny Winter – vocals
John Ricci – guitar
Clammy – bass
Rick Charron – drums

Produziert von Manfred Leidecker
Label: Massacre Records

Homepage: http://listen.to/exciter

MySpace: http://www.myspace.com/exciterofficial

Tracklist:

01. Death Machine
02. Demented Prisoners
03. Dungeon Disciples
04. Hellfire
05. Power and Domination
06. Pray For Pain
07. Razor In Your Back
08. Skull Breaker
09. Slaughtered In Vain

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.