DOKKEN: Japan Live ´95

Kein schlechtes, aber doch recht überflüssiges Album. Fans werden sich diese Scheiblette zwar sowieso kaufen, aber allen anderen empfehle ich eher die „Beast From The East“-Scheibe…

Ja, bald ist Weihnachten. Das merkt man nicht nur daran, daß man schon im September Schokoladen-Nikoläuse kaufen kann, sondern daß auch die Labels dieser Welt Alben veröffentlichen, die man unter der Kategorie „Scheiben, die die Welt nicht zwingend braucht…“ einordnen könnte. DOKKENs „Japan Live’95“-Album ist so sein Fall. Nach „Beast From The East“ (1987), “One Live Night” (1995) und “Live From The Sun” (2000) handelt es sich bereits um das vierte offizielle Livealbum – nicht schlecht bei “nur” acht „full length“-Studioscheiben. Klar, der beinharte Fan wird sich über dieses 1995 in Tokio aufgenommene Album freuen, zumal es vom klassischen Line-up (Sänger Donald Maynard Dokken, Gitarrist George Lynch, Basser Jeff Pilson und Trommler Mick Brown) eingespielt wurde. Vierzehn Songs (73:27 Min.) sind zu hören und satte zwölf davon wurden schon auf den anderern Live-Releases berücksichtigt. Klar, Songs wie ”Alone Again”, “Tooth And Nail”, ”When Heaven Comes Down”, ”Kiss Of Death”, “Breaking The Chains”, ”Unchain The Night”, ”Into The Fire” oder ”It´s Not Love” sind Klassiker, die in jede gutsortierte Sammlung gehören – aber braucht man neben den Studioversionen noch unzählige Livefassungen dieser Songs? Ich nicht, auch wenn einige Stücke „unplugged“ präsentiert werden. Interessant sind eigentlich nur die Livevesionen von “Shadows Of Life” und “Long Way Home” vom zu recht umstrittenen “Dysfunctional”-Album, die hier aber überraschend gut mit dem restlichen Material harmonieren und nicht wie Fremdkörper wirken. Die Band zockt sich souverän durch die Songs, allerdings könnte der Sound etwas besser sein. Doch dafür klingt er (auch aufgrund der oft etwas schrägen Chorgesänge) rauh und authentisch. Kein schlechtes, aber doch recht überflüssiges Album. Fans werden sich diese Scheiblette zwar sowieso kaufen, aber allen anderen empfehle ich eher die „Beast From The East“-Scheibe…

Spielzeit: 73:27 Min.

Line-Up:
Donald Maynard Dokken – Vocals

George Lynch – Guitars

Jeff Pilson – Bass/Vocals

Mick Brown – Drums/Vocals

Label: T&T / Sanctuary

Homepage: http://www.dokken.net

Tracklist:
1.Tooth And Nail

2.When Heaven Comes Down

3.Into The Fire

4.Kiss Of Death

5.Shadows Of Life

6.The Maze

7.Long Way Home

8.Breaking The Chains

9.Unchain The Night

10.Nothing Left To Say

11.I Will Remember

12.Alone Again

13.Mr. Scary

14.It´s Not Love