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CANNIBAL CORPSE: Violence Unimagined

Nach dem 2017 erschienenen, sehr gelungenen Album „Red before Black“ kehren CANNIBAL CORPSE nun vier Jahre später wie ein verlässlicher Freund mit einem mit elf Songs prall gefüllten Album voller Death Metal wieder in unserem Heim ein, um uns wie immer mit blutigem Spaß zu erfreuen, dieses Mal sogar über das Maß unserer Vorstellung hinaus: „Violence Unimagined“ lautet das Motto. Es ist einfach schön zu sehen, dass es Bands gibt, die konstant abliefern und einfach nicht müde werden, die Musik zu erschaffen, die sie einfach im Blut haben.

Kannibalistische Konstanz

Und doch ist nicht alles so wie früher, denn zwischenzeitlich hat Gitarrist Pat O’Brien seine Vorliebe für Substanzen, Schusswaffen und Kontrollverlust entdeckt und sieht sich nun eher „Strafvollzug Unimagined“ als einem neuen Album gegenüber. Was liegt für die verbliebene Band näher, als den langjährigen Produzenten Erik Rutan mit ins Boot zu nehmen, der ja in diversen Bands seine Fähigkeiten als Gitarrist schon unter Beweis gestellt hat und mit der Band ja bereits durch eine langjährige Zusammenarbeit verbunden ist. Eigentlich finde ich es ja schon schade, dass Mr. O’Brien nicht mehr dabei ist, aber andererseits hat Erik Rutan der Band einen spürbaren Energie-Kick verpasst, hat direkt drei Songs geschrieben und zusätzlich noch einen verdammt geilen Gitarren-Sound gezimmert.

Feine Songs  & musikalisch extrem kompetent

Dass die Jungs Songs schreiben können, hat sich also nicht geändert und auch auf diesem Album schaffen sie es wieder einmal, durchgehend Qualität und sogar Spitzen-Qualität zu liefern. Tracks, wie “Inhuman Harvest” mit seiner langsamen, vertrackten Strophe mit genialen Riffs, „Bound and Burned“ mit den feinen, technischen Details und Breaks, „Cerements of the Flayed“ als Quasi-Nachfolger von „Scourge of Iron“ oder ein thrashiger Brecher wie „Murderous Rampage“ –  alles feine Songs, wie immer musikalisch extrem kompetent dargeboten, mit druckvoller und trotzdem rauer Produktion. Es ist ja fast peinlich ständig das gleiche Loblied anzustimmen, aber auch dieses Album lässt beim geneigten Fan keine Wünsche offen. Ausfälle gibt es keine. Wie immer.

„Violence Unimagined“ gehört ins obere Drittel der CANNIBAL CORPSE-Diskografie

Im Gesamt-Werk der Band ist „Violence Unimagined“ aufgrund der Energie und der technischen Raffinesse auf jeden Fall im oberen Drittel anzusiedeln und es gibt eigentlich gar nix zu meckern. Death Metal der höchsten Güteklasse von einer stilprägenden Band – Kann Spitzenleistung langweilig werden? Im Fall von CANNIBAL CORPSE eindeutig: NEIN!

Ich zitiere den Kollegen Agony&Exctasy aus der Kritik zum letzten Album: „Liebe Kinder, so klingt Death Metal!“ 

Absolut!

Release Date: 16.04.2021

Label: Metal Blade Records

Cannibal Corpse  “Violence Unimagined” Tracklist

1. Murderous Rampage (Video bei YouTube)
2. Necrogenic Resurrection (Video bei YouTube)
3. Inhumane Harvest (Audio bei Metal Blade) (Video bei YouTube)
4. Condemnation Contagion
5. Surround, Kill, Devour
6. Ritual Annihilation
7. Follow the Blood
8. Bound and Burned
9. Slowly Sawn
10. Overtorture
11. Cerements of the Flayed

Line-up:
Alex Webster – Bass
Paul Mazurkiewicz – Schlagzeug
George “Corpsegrinder” Fisher – Vocals
Rob Barrett – Gitarre
Erik Rutan – Gitarre

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