BOLT THROWER: Those Once Loyal

War das nun Zufall oder mal wieder ein Wink des Schicksals? Da fahre ich gestern Morgen noch halb verschlafen zur Arbeit, halte kurz beim Supermarkt meines Vertrauens, um beim dortigen Bäcker das erste Magenknurren zu bekämpfen. Aus den Autoboxen dröhnt das neue Lebenszeichen "Those Once Loyal" der britischen Death Metal-Walze BOLT THROWER.

War das nun Zufall oder mal wieder ein Wink des Schicksals? Da fahre ich gestern Morgen noch halb verschlafen zur Arbeit, halte kurz beim Supermarkt meines Vertrauens, um beim dortigen Bäcker das erste Magenknurren zu bekämpfen. Aus den Autoboxen dröhnt das neue Lebenszeichen Those Once Loyal der britischen Death Metal-Walze BOLT THROWER. Das Auto abgestellt, rein zum Bäcker und als ich wieder raus kam, mich in die Karre setzte und die Musik anmachen, was fährt denn da auf den Parkplatz? Eine tosende Kolonne britischer Panzer mit Soldaten, die fiese Tarnbemalung im Gesicht tragen. Ja, die ganze Szenerie hatte schon etwas Bedrohliches und Those Once Loyal ist der perfekte Soundtrack dazu.

Wer auch vier Jahre nach dem letzten Output Honour-Valour-Pride etwas komplett Neues von den Briten erwartet, der braucht erst gar nicht weiter zu lesen. BOLT THROWER stehen wie schon auf den vielen Alben davor für majestätischen, mit einprägsamen Gitarrenlines angehauchten Death Metal, der vor allem durch den zurückgekehrten Frontmann Karl Willetts wieder zu seiner Urform zurück findet. Karl ist für mich seit jeher der wahre BOLT THROWER-Grunzer, was er auf Those Once Loyal mit grabestiefer und widererkennbarer Inbrunst beweist. Ebenso seien die Highspeedfanatiker des Todesmetalls vorgewarnt. Auf Those Once Loyal gibt es keine Knüppelorgien, dafür brachialen Midtempostoff, der hin und wieder in kontrollierte Uptempogefilde ausufert. Dabei groovt es an allen Ecken und Enden und Rhythmikfanatiker kommen auf ihre vollen Kosten. Besonders bei The Killchain geht das Quintett richtig aus sich raus, killt mit Stakkatosalven und einem Drive, dass man fast dazu geneigt ist auf und ab zu hüpfen. Fett. Zudem ist es BOLT THROWER mit dem Titeltrack Those Once Loyal wieder einmal gelungen eine Hymne mit bedrohlicher Atmosphäre auf den Silberling zu pressen, deren Refrain zum Ohrwurm mutiert.

Wie schon erwähnt setzen BOLT THROWER auf ihre altbewährten Trademarks, die nun mal einzigartig im Death Metal-Bereich sind und Those Once Loyal ist im Gegensatz zu den Veröffentlichungen anderer Comebackbands mehr als gelungen.

Hab ich schon erwähnt, wann die Scheibe auf den Markt kommt? Im November auf Metal Blade. Warum ich das so genau weiß? Weil die Promo mal wieder durch zahlreiche audio stamps vollgelabert wurde, die einfach keine wirklich dauerhaft gute Stimmung beim Hören aufkommen ließen. Dafür kann die Band wahrscheinlich am wenigsten und euch Leser wird es wohl kaum interessieren, jedoch sieht man die CD als einzigen Lohn seiner Arbeit bei einem Onlinemag, welche man liebend gerne für den zeitlichen und finanziellen Aufwand ins heimische CD-Regal stellen würde. So, das hat mir mal wieder unter den Nägeln gebrannt…

Veröffentlichungstermin: 11.11.2005

Spielzeit: 39:34 Min.

Line-Up:
Karl Willetts – vocals

Barry Thomson – guitars

Gavin Ward – guitars

Jo Bench – bass

Martin Kearns – drums

Produziert von Andy Faulkner
Label: Metal Blade Records

Homepage: http://www.boltthrower.com

Tracklist:
1. At First Light

2. Entrenched

3. The Killchain

4. Granite Wall

5. Those Once Loyal

6. Anti-Tank (Dead Armour)

7. Last Stand Of Humanity

8. Salvo

9. When Cannons Fade