ANVIL: Hope In Hell

ANVIL: Hope In Hell

Es geht wirklich aufwärts für ANVIL, seit The Story Of Anvil erschienen ist. Die Band ist wieder deutlich präsenter, die letzte Tour war mehr als ordentlich besucht und Juggernaut Of Justice hat eigentlich durchweg gute Kritiken bekommen. Jetzt steht mit Hope In Hell das nächste Album an – und auch hier präsentiert sich das Trio in Top-Form. Bassist Glen Five hatte die Band verlassen und wurde durch Sal Italiano (laut Lips heisst der echt so…) ersetzt. Ansonsten bekommt man von ANVIL das, was man als Fan erwartet. Amboss auf dem Cover, der gewohnte drei Worte-Songtitel und natürlich echten, unverfälschten Metal.

Der Opener und zugleich Titeltrack ist ein stampfender Mid-Tempo-Song und damit ein typischer Opener für ein ANVIL-Album. Das heavy walzende Through With You oder Call Of Duty gehen in dieselbe Richtung. Aber schon mit Eat Your Words treten ANVIL aufs Gaspedal und rocken los.  Auch The Fight Is Never Won, Pay The Toll oder Flying sind geile Up-Tempo-Rocker, bei denen ich nicht anders kann, als hier an meinem Schreibtisch zu headbangen und Luftgitarre zu spielen. Ohne Scheiß! ANVIL rocken auf Hope In Hell unbeschwert los, nicht so heavy wie auf Plugged In Permanent oder This Is Thirteen sondern eher in Richtung ihrer Frühwerke. Also einfach klassischer Heavy Metal mit ordentlichem Rock´n´Roll-Faktor. Ehrliche, handgemachte Musik, die einfach nur jede Menge Spaß macht!

Die Produktion von Bob Marlette steht ANVIL gut zu Gesicht. Der Sound hat ordentlich Bumms, klingt aber ehrlich und natürlich. Der Sound war früher ja durchaus mal ein Schwachpunkt bei den ANVIL-Alben. Das ist vorbei, hier ist die Produktion perfekt. Über Lips Gesang wird man sich wohl noch bis ans Ende aller Tage streiten können. Klar ist der Mann kein Goldkehlchen, aber sein raues Organ passt gut zum Sound der Kanadier. Sein Gitarrenspiel und Robb Reiners Drumming sind jedenfalls über jeden Zweifel erhaben, die Jungs können es halt. Robb Reiner kann sowohl mit Vollgas losdreschen als auch gepflegt grooven und Lips Soli und Riffs sind wirklich vom allerfeinsten. Badass Rock n Roll, der Songtitel sagt alles! In der Form machen ANVIL hoffentlich noch eine ganze Weile weiter! Für mich gehört Hope In Hell jedenfalls zu den bisherigen Highlights des Jahres.

Veröffentlichungstermin: 24.05.2013

Spielzeit: 54:43 Min.

Line-Up:
Steve Lips Kudlow – guitar, vocals
Sal Italiano – bass
Robb Reiner – drums

Produziert von Bob Marlette
Label: SPV / Steamhammer

Homepage: http://anvilmetal.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/anvilmetal

Tracklist:
01. Hope in Hell
02. Eat your Words
03. Through with You  
04. The Fight Is Never Won
05. Pay the Toll  
06. Flying  
07. Call of Duty
08. Badass Rock n Roll  
09. Time Shows no Mercy
10. Mankind Machine
11. Shut the Fuck Up

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.