ABSCESS: Horrorhammer

ABSCESS: Horrorhammer

ABSCESS gegenüber kann man denken was man will – billiger Death Metal, der old-school sein will, aber scheiße ist? Ja, das dachte ich auch immer. Aber Horrorhammer ist anders als die Vorgängerscheiben. Horrorhammer ist ekelig, widerlich, böse, fies und morbide. ABSCESS prügeln sich durch ein Album voller Granaten und sind teilweise punkiger als THE EXPLOITED. So gehört in Another Private Hell, Exterminate und Four Grey Walls.

Die vier Herren aus den Staaten zelebrieren aber auch doomige Stücke, die pechschwarz und bitterböse alles exhumieren, was nicht tief genug vergraben ist. When Witches Burn und Beneath a Blood Red Sun gehören deshalb auch zu den Highlights der Scheibe und stehen der Old School-Nummer March of the Plague in Nichts nach. Überhaupt ist es erstaunlich, wie abwechslungsreich Horrorhammer ist: Keine Sekunde kommt Langeweile auf, stattdessen überraschen ABSCESS den Hörer immer wieder. Das war das Letzte, was ich von dieser Scheibe erwartete.

Primitive Riffs und Melodien, primitives Drumming, das grobe Gebrüll von Drummer Chris Reifert und der knorrige Bass, sowie die räudige Produktion leiten durch die kurzweiligen 35 Minuten und überzeugen auch den letzten Old-School Death Metal-Fan von dieser Scheibe. Wie eine Death Metal-Version der letzten DARKTHRONE ist Horrorhammer ausgerichtet. Wer also in einem modrigen Keller alleine mit einer Flasche Whiskey eine Party feiern will, der braucht dazu diese Scheibe um wirklich Spaß zu haben. Geiles, räudiges Teil.

Veröffentlichungstermin: 23. Februar 2007

Spielzeit: 34:47 Min.

Line-Up:
Clint Bower – Guitar, Vocals
Danny Coralles – Guitar
Joe Allen – Bass
Chris Reifert – Drums, Vocals

Label: Peaceville Records

Homepage: http://www.abscessfreaks.com

Tracklist:
1. Drink the Filth
2. New Diseases
3. Poison Messiah
4. Another Private Hell
5. Exterminate
6. When Witches Burn
7. Four Grey Walls
8. Beneath a Blood Red Sun
9. Horrorhammer
10. Hellhole
11. March of the Plague
12. The Eternal Pyre