PRONG: 28. Juli 2017, Weinheim Cafe Central

Wer für die PRONG Show ein bisschen zu früh dran war, konnte bereits vor der Show TOMMY VICTOR und Co. vor und im Club rumrennen sehen. Anscheinend musste noch das ein oder andere erledigt werden.
Nachdem der Support, die Belgier SPOIL ENGINE, gegen kurz nach halb zehn die Bühne verlassen haben, war nach kurzem Umbau um 22.10 Uhr endlich Stage Time für PRONG. Auf Facebook war schon am Vortag angekündigt worden, dass Ex-Basser Jason Christopher wieder mit dabei sein würde.

Im Weinheim war Ex-PRONG-Basist Jason Christopher dabei

Mike Longworth, der gerade genannten vor kurzem ersetzte, musste wegen eines familiären Notfalles heimreisen und wurde kurzerhand mit dem Exmann ausgetauscht. Nachdem ich vor einigen Wochen auf dem holländischen Dyamo Metalfest bereits begonnen hatte, mich an das neue Prongbild zu gewöhnen, gab es an diesem Abend also wieder ein altbekanntes.

Schon als die Groove Metaller PRONG die Bühne des Cafe Centrals in Weinheim betraten, war klar, dass es ein heißer Abend werden würde. In vielerlei Hinsicht. Die Luft in dem länglichen Club war bereits zu Beginn der Show stickig warm und die Temperatur erhöhte sich mit jedem Schritt, den man in Richtung Bühne machte.  Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass der 28.7. auch das Release Datum des aktuellen PRONG Albums „Zero Days“ war und der ein oder andere sicherlich gespannt war, inwieweit dieses brandaktuelle Album showmäßig in den Startlöchern steht.

Los ging es mit „Disbelief“, einem gut gewählten Opener, den wohl fast jeder mitsingen konnte und wollte, worauf auch gleich „Ultimate“ vom 2016er Album „X-No Absolutes“ folgte und die gleiche Begeisterung bei den Fans auslöste. Und allerspätestens bei „Beg to Differ“ (vom gleichnamigen Album von 1990) kam wohl jeder auf irgendeine Weise in Bewegung. Vor der Bühne bildete sich der erste Moshpit, der das rundherum stehende Publikum stark an die Seiten und nach hinten drängte.

PRONG-Sänger Tommy Victor wie immer im Shirt der eigenen Band

Frontsau TOMMY VICTOR präsentierte sich, wie meist, extrem gut gelaunt, im (auch wie immer) Shirt der aktuellen CD, Ärmel und Halsausschnitt abgeschnitten. Wir blieben in den 90ern, weiter gings mit „Unconditional“ (’91), „Lost and Found“ (’90) und „Prove you Wrong“ (’91).

Wie immer gabs wenig Gespräch. Sänger TOMMY VICTOR begrüßte grinsend den brechend vollen Club und meinte, er freue sich, dass Weinheim so eine schöne Stadt ist und seine Show so coole Besucher habe. „Revenge“, „Turnover“ und „Cut and Dry“ (wieder vom 2016er Album X-No Absolutes) ließen den Pit explodieren. Wer sich da nicht reinstürzen wollte, musste sich in Sicherheit bringen. Auf der Bühne wurde in vorderster Front auch gesprungen, obwohl die Größe der Bühne nicht viel Platz für Bewegung lies. Das ziemlich durchgeweichte Publikum moshte und tropfte bei inzwischen tropischen Temperaturen. Aber auch die Jungs auf der Bühne kamen ordentlich ins schwitzen.

PRONG-Dummer Art Cruz

 

Die Songs vom „Cleansing“ Album „Broken Piece“, „Another Worldly Device“, „Whose Fist is this anyway?“ und last but not least „Snap your Fingers“ veranlasste etliche Stagediver, sich auf die Bühne zu schaffen. Schlussendlich waren es so viele, dass Security Männer eingreifen und die Bühne freiräumen mussten, damit sich die Band wieder bewegen und die Show weitergehen konnte.

Dann erzählte TOMMY VICTOR vom neuen Album „Zero Days“. Gespielt wurde anschließend ein ganz typischer Prongie, „Devide and Conquer“, wahrscheinlich gewählt, da er super mitsingbar ist, auch ohne den Song zu kennen. „Sense of Ease“ lies das Publikum ein weiteres Mal mitgröhlen. Der Sänger musste sich eine Flasche Wasser über den Kopf schütten, um den letzten Song in der Hitze noch zu überstehen, während vor der Bühne nun eher kaltes Bier geschüttet wurde. Ein großartiger Abend!

 

PRONG-Setlist, Weinheim 27.07.2017, Weinheim

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