DOMKRAFT: The End of Electricity

DOMKRAFT: The End of Electricity

Wie viel Riffs benötigt ein Album? Geht es nach DOMKRAFT, dann sollte ein halbes Dutzend reichen. Denn recht viel mehr gibt es auf dem Debütalbum The End of Electricity der drei Schweden nicht zu entdecken. Doch bevor man nun vor Langeweile schon vorab zu gähnen beginnt, sollte man sich diese Riffs zuvor anhören.

Denn das Prinzip, das hinter den Kompositionen von DOMKRAFT steckt, ist, dass eben um einen entsprechendes Riff ein ganzes Lied gesponnen wird. Und dabei entfaltet sich ein ganzes Universum an Doom Metal / Stoner Rock, als dass die Band mit viel Detailverliebtheit kompositorische Ableitungen von der Riff-Idee einbindet sowie mit psychedelischen Elementen und Tempo-Variationen spielt.

Dabei erweisen sich Gitarrist Martin Widholm und Drummer Anders Dahlgren (das Drumming hat wirklich etwas) als Meister ihres Faches, als dass sie die teils überlangen Tracks derart abwechslungsreich gestalten, dass man trotz dieses einen Riffs mehr zu hören bekommt, als zu erwarten gewesen wäre. Dies spannt sich quer durchs ganze Album, ob nun aggressiver (The Rift), psychedelischer (Meltdown of the Orb) oder düsterer in seiner atmosphärischen Ausrichtung. Gesanglich gibt es allerdings noch Luft nach oben, als dass die auswechselbare Stimme von Martin Wegeland einfach nur Transportmittel für die Lyrics ist. Dennoch hat man es mit The End of Electricity mit einem instrumental starken Album zu tun, von dem man sich in aller Abgeschiedenheit beschallen lassen sollte.

Veröffentlichungstermin: 11.11.2016

Spielzeit: 40:36 Min.

Line-Up:
Martin Wegeland – Bass & Gesang
Anders Dahlgren – Schlagzeug
Martin Widholm – Gitarre

Label: Magnetic Eye Records

Homepage: http://domkraft.bandcamp.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/domkraftband

Tracklist:
1. The Rift
2. Meltdown of the Orb
3. Drones
4. Red Lead
5. All Come Hither
6. Dustrider
7. We Will Follow

Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge