CRYSTAL VIPER: Queen Of The Witches

CRYSTAL VIPER: Queen Of The Witches

CRYSTAL VIPER sind wieder da! Die polnischen True Metal-Darlings um Fronthexe Marta Gabriel lagen aufgrund gesundheitlicher Probleme ihrer Frontfrau eine Weile auf Eis, sind jetzt aber mit ihrem sechsten Studioalbum zurück. Folgerichtig heißt der Opener natürlich „The Witch Is Back” wird von Marta mit einem Schrei eröffnet, der genau das besagt: Ich bin wieder da, stärker als je zuvor! Gilt das auch für das Songmaterial auf „Queen Of The Witches“? Schauen wir mal…

Nach Martas besagtem Schrei legen CRYSTAL VIPER mit mächtig Dampf auf dem Kessel los. Der Song wird vom ungewohnt harten Riffing und den krachenden Drums vorwärts getrieben. Das klingt richtig gut, lediglich der Refrain zündet mit seiner Mischung aus hart und soft nicht so wirklich bei mir. Schade, denn der Rest des Songs ist richtig gut.

Insgesamt ist das Songmaterial auf „Queen Of The Witches“ sehr ausgewogen. Mit dem Abschlusstrack „Rise Of The Witch Queen“ gibt es noch eine weitere, sehr harte und verdammt schnelle Nummer. Näher am Thrash waren CRYSTAL VIPER vermutlich noch nie. Als Ausgleich gibt es dafür gleich zwei Balladen, zum einen die etwas kitschige, aber trotzdem gelungene Piano-Ballade „Trapped Behind“ und zum anderen „We Will Make It Last Forever“, bei der das Piano nur in den Strophen die Band begleitet, während es beim Refrain der Gitarre das Feld überlässt. Bei diesem Song liefert sich Marta ein Duett mit SARACEN-Sänger Steve Bettney. Weitere Gastauftritte gibt es von ROSS THE BOSS (ex-MANOWAR) beim Up Tempo-Galopper „Do Or Die“ sowie Mantas (Ex-VENOM) bei „Flames And Blood“.

Dann gibt es da noch die stampfende Mid Tempo-Hymne „When The Sun Goes Down“, die vielleicht etwas sehr simpel, aber effektiv ausgefallen ist. Das dürfte live ein Selbstläufer sein. Und natürlich gibt es die typischen, melodischen Speed Metal-Songs wie „I Fear No Evil“, „Burn My Fire Burn” oder „Flames And Blood“, wobei letzteres wieder eine Spur härter und düsterer ist. Zum Schluss wäre da noch der obligatorische Cover-Song. Diesmal haben sich CRYSTAL VIPER gleich zwei Songs vorgenommen – einen für die CD-Version, einen für die LP. Mir liegt leider nur das Cover von GRIM REAPER´s „See You In Hell“ vor. Netter Song aber wenn ich ehrlich bin, wäre mir das EXCITER-Cover von der LP deutlich lieber gewesen. Hätte gerne gehört, was die Band aus „Long Live The Loud“ gemacht haben.

Davon abgesehen gibt es aber nichts zu meckern. Sehr gut ist auch die differenzierte und klare Produktion von Martas Ehemann Bart Gabriel. „Queen Of The Witches“ kommt nicht ganz an die beiden besten CRYSTAL VIPER-Alben – das Debüt sowie das 2012er Meisterstück „Crimen Excepta“ heran, hält aber problemlos das hohe Niveau der restlichen Diskographie der Band. Schön, dass CRYSTAL VIPER wieder da sind!

VÖ: 20.02.2017

Spielzeit: 43:23

Line Up:
Marta Gabriel – vocals, guitars
Andy Wave – guitars
Blaze J. Grygiel – bass
Tomek „Golem“ Danczak – drums
    
Produziert von: Bart Gabriel

Label: AFM Records

Bandhomepage: www.crystalviper.com/
Mehr im Netz: www.facebook.com/crystalviperofficial

Tracklist:
01. The Witch Is Back
02. I Fear No Evil
03. When The Sun Goes Down
04. Trapped Behind
05. Do Or Die
06. Burn My Fire Burn
07. Flames And Blood
08. We Will Make It Last Forever
09. Rise Of The Witch Queen
CD-Bonus: 10. See You In Hell (GRIM REAPER cover)
LP-Bonus: 10. Long Live The Loud (EXCITER Cover)

Teilen macht Freude: