CD-Review: HOLY MOSES: Master Of Disaster. Mehr von HOLY MOSES

HOLY MOSES: Master Of Disaster



  • Da ist es nun also, das neue Lebenszeichen von HOLY MOSES. In Form einer MCD wollen uns auch HOLY MOSES zeigen, dass sie im Jahr 2001 noch nicht zum Alteisen der Metalgeschichte gehören. Die ehemalige Thrashgröße um Sängerin Sabina Classen hat als eine DER Thrash-Bands der Achtziger Geschichte geschrieben und war spätestens mit dem ´89er Longplayer "The New Machine Of Liechtenstein" neben Bands wie KREATOR oder DESTRUCTION eines der Aushängeschilder der deutschen Metal-Szene. Anfang der Neunziger ging der Metalboom bekannterweise den Bach runter und auch um HOLY MOSES wurde es still. War es aber nur eine Frage der Zeit, bis nach den unzähligen Reunions der vergangenen Monate auch HOLY MOSES wieder eine neue Scheibe auf den Markt werfen?

    Vermutlich schon, aber mal ehrlich, hat jemand was anderes erwartet? Abzusehen war das ja. Und was bietet nun die Mini CD? "Master Of Disaster" regiert einerseits mit schnellen Thrash-Nummern, vor allem Schlagzeuger Julien Schmidt weiß mit seinem prägnanten Drumming zu gefallen, den Namen Andy Classen sucht man im Line-Up allerdings vergeblich, Sabinas Ex-Mann hat auf der MCD als Produzent fungiert und dabei einen gewohnt guten Job macht.

    Der Opener und gleichzeitig Titeltrack "Master Of Disaster" startet mit typischem Thrash-Intro, die Strophe erinnerte mich witzigerweise als erstes an Tankard, ansonsten ist "Master Of Disaster" ein erstklassiges Thrashbrett. "Taste My Blood" legt geschwindigkeitstechnisch noch einen Zahn zu, Erholung gibt es nur während einem kurz eingeschobenen Zwischenteil. "The Hand Of Death" ist so was die Speedmetalnummer der MCD. Kranker Refrain, schnelle Gitarrenmelodien, klasse Song. "Feel The Pain", mit 3:52 der längste Song der MCD, geht noch mal viele Jahre zurück. Ein Thrashhammer, der auch schon auf der "Finished With The Dogs" hätte sein können. Etwas schleppender neigt sich die CD dem Ende, "Down On Your Knees" drückt dich auch musikalisch auf den Boden und entlässt dich nach knapp 18 Minuten schon wieder in die Realität. Erwähnenswert sind noch die Übergänge zwischen den Songs. Die Lieder gehen nahtlos ineinander über, so dass eine kleine zusammenhängende Geschichte entsteht, nicht übel!

    Spass macht "Master Of Disaster" auf alle Fälle. Die Songs sind gut, hart und intensiv. Mehr soll die MCD vielleicht auch gar nicht bezwecken und das ist auch okay so. Dann warten wir nur noch auf die Club Tour mit Holy Moses, oder?


    Spielzeit: 17:33

    Tracklist:
    Master Of Disaster
    Taste My Blood
    The Hand Of Death
    Feel The Pain
    Down On Your Knees

    Line-Up:
    Sabina Classen – Female vocals from hell
    Franky Brotz – Rhythm guitars
    Joern Schubert – Lead guitars
    Jochen Fuenders – Bass
    Julien Schmidt – Drums

    Produziert von Andy Classen

    Label: Century Media


    Veröffentlichungstermin: 18.06.2001

    Hompage: http://www.holymoses.de

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