DEFEATER: I, Snowden [brainstorming]

DEFEATER: I, Snowden [brainstorming]

DEFEATER haben es tatsächlich geschafft, dass ihr neues Album Letters Home, dem mächtigen Empty Days & Sleepless Nights in nichts nachsteht, auch ganz ohne Akustiksongs. Allein die rohe Power der anspruchsvollen Hardcore-Punk-Songs reißt mit und steckt an, und dank der Emotionalität geht Letters Home, ein konzeptioneller Seitenschritt mit einer Erzählstruktur im Stil des Films Memento, tief unter die Haut. DEFEATER waren jüngst wegen patriotischer Anwandlungen vor allem bei Linken in Europa in der Kritik, Gitarrist Jay Maas, der nach rekordverdächtigen drei Monaten unser kleines Brainstorming beantwortet, erweist sich aber als bodenständiger Interviewpartner, mit dem Herz am richtigen Fleck.

Familie?

Das Wichtigste im Leben.

BRIDGE NINE RECORDS?

Wunderbare Menschen, die uns eine Chance gaben und niemals nein zu irgendeiner verrückten Idee sagten, die wir hatten.

Blood In My Eyes?

Sus-Akkorde in D-Moll außer Rand und Band.

Lieblingszigarrettenmarke?

Drugs are bad m´Kay.

Produktplatzierungen?

Klein, gelb, unterschiedlich.

Die MODERN LIFE IS WAR-Reunion?

Diese Band ist zu krank, um es in Worte zu fassen. Ich bin sehr froh, dass sie wieder Musik spielen. Ich denke, es war wichtig für sie, wieder anzupacken. Es gibt immer noch eine Menge Großartiges zu erleben.

Zweiter Weltkrieg?

Ich hasse alle Kriege ganz allgemein.

No Shame?

Sich mit Sucht und Betrug auseinander zu setzen ist nicht einfach. Unsere emotionalen Wege sind die größten Herausforderungen, die wir kennen lernen werden.

Andy Reitz?

Der Mann liebt seinen Burbon, ein Tsunami hinter einem Drumkit.

Jon Longobardi?

Der Mann liebt seinen Burbon, ein Schnellzug hinter einem Drumkit.

Europa?

Ein Ort der voller kultureller Vielschichtigkeit, der sehr cool und freundlich zu uns war. Jedes Mal, wenn wir dort sind, bin ich voller Demut, weil wir so gut behandelt werden.

FLUFF FEST?

Ein wirklich cooles, wirklich großes Punk-Festival, das von Leuten bemacht wird, die stark an ihre Ideale glauben. Wir wurden von Leuten mit Flaschen beworfen, die uns nicht glauben, als wir uns in einem Pressestatement erklärten, aber das trübt nicht meine Erinnerung an diesen großartigen Tag.

Deathcore?

Nichts für mich.

Soziales Engagement?

Wichtig und endlos.

Veteranen?

Sind immer noch menschliche Wesen.

Obama?

Ein weiterer Strohmann.

Glaubwürdigkeit?

Das Resultat der Integrität.

Hopeless Again?

Wurde in Dur geschrieben. Ich habe das Stück in letzter Minute nach Dereks Bitte an Moll angepasst.

Die Hardcore-Szene?

Ich wünschte, du hättest Musik-Szene gesagt. Scheiß auf Genre-Grenzen!

Einflüsse?

Meine Eltern, Kurt Ballou, FUGAZI, Maker´s Mark.

Aufnehmen mit Jay?

Ich bin Jay Motherfucker, und es ist super! 🙂

Rabbit Foot?

Der erste Song, den wir für Letters Home geschrieben haben.

Die Story rückwärts erzählen?

Das. Ist. Gerade. Passiert.

Heroes?

Staffel 1 war gut, aber dann ging es mit dem Scheiß bergab.

Edward Snowden?

In einem anderen Leben hätte ich das sein können.

Die letzte Breaking Bad-Staffel?

Wurde von Derek´s Vater letztens ruiniert. Unverzeihlich.

Akustiksongs?

Sind so emotional. Sind scheiße. Sie haben mehr Songs als ´I Don´t Mind´. Scheiß auf Genre-Grenzen.

No Relief?

George von BLACKLISTED ist, was los ist.

No Faith?

Der Song, den Derek auf Letters Home am wenigsten mag.

Verzweiflung?

Die Meisten von uns waren bereits einmal verzweifelt, die Meisten werden es wieder sein.

Geld verdienen?

Finde wenn möglich einen Weg, den du nicht hasst.

Verletzungen während der Shows?

Seid vorsichtig da unten. Es gibt keinen Grund, jemanden zu treten. Vielen Dank.

No Savior?

Jays Lieblingssong auf Letters Home.

Kinder?

Bald.

Bled Out?

Ich brauchte unendlich lange um das Arrangement richtig hinzubekommen. Ich glaube, ich schickte Derek acht verschiedene Versionen des Songs. Stress city.

Fern der Heimat sein?

Ist scheiße. Ich vermisse meine Familie am meisten, dann meinen Job, dann nicht auf einem Flur zu schlafen.

Dead Set?

Ich glaube, das ist mein Lieblingssong auf Letters Home. Jakes ansteigende Gitarren retteten die Lage.

Prism?

Ich bin kaum überrascht. Ich mag es, wie schockiert die Leute sind, wenn die Regierung nicht völlig ehrlich und mitteilsam ist. Jetzt komm schon!

Bastards?

Rob Soucy hat ein Video für diesen Song gedreht und es ist großartig geworden. Ich kann es nicht erwarten, bis es rauskommt.

Letzte Worte?

Wir alle sind Menschen, die auf ihren eigenen Mist reagieren. Versuche immer die andere Seite zu sehen und du wirst wahrscheinlich weit weniger wütend sein.

English Version

Family?

Most important thing in life.

BRIDGE NINE RECORDS?

Amazing people who took a chance on us and never told us no to any crazy idea we´ve ever had.

Blood In My Eyes?

D Minor suspension chords gone wild.

Favorite cigarettes?

Drugs are bad m´Kay.

Product placement?

Little. Yellow. Different.

MODERN LIFE IS WAR-Reunion?

Band is too sick for words. I´m glad they´ve decided to play music again, I think it was important to them and there are still a lot of great experiences left to have on that road.

WWII?

Hatred of war in general.

No Shame?

Dealing with addiction and deceit is no easy task. Our emotional trails in life are the greatest challenges we will see.

Andy Reitz?

Man loves his bourbon, tidal wave on a drum set.

Jon Longobardi?

Man loves his bourbon, freight train on a drum set.

Europe?

A place of amazing cultural diversity, that has been very cool and kind to us. I am always humbled by how well we are treated there.

FLUFF FEST?

A really cool, really large punk fest run by people who believe strongly in their ideals. We may have had bottles thrown at us by those who chose to not believe us when we tried to explain a press release gone wild, but that still doesn´t taint my memory of what was a very amazing day. 

Deathcore?

Not for me.

Social commitment?

Important and never ending.

Veterans?

Still human beings.

Obama?

Another figurehead. 

Credibility?

The outcome of integrity.

Hopeless Again?

Was originally written in major scale. I modulated it to minor last minute upon Derek´s request.

The Hardcore-scene?

I wish that said The Music-scene. Fuck genre boundaries.

Influences?

My parents, Kurt Ballou, FUGAZI and Maker´s Mark.

Recording with Jay?

I am Jay motherfucker, and it RULES. 🙂

Rabbit Foot?

First song written for Letters Home.

Telling the story backwards?

That. Just. Happened. 

Heroes?

Season 1 was good, but that shit went downhill. 

Edward Snowden?

That could have been me in another life.

Final Breaking Bad-season?

Ruined by Derek´s dad the other night. Unforgivable. 

Acoustic songs?

Are so emotional Shit sucks They have more songs than I Don´t Mind
Fuck genre lines.

No Relief?

George from BLACKLISTED is what´s up.

No Faith?

Derek´s least favorite song on Letters Home

Desperation?

Most of us have been there, most of us will be back.

Earning money?

Find a way to do it in a way you don´t hate if possible. 

Injuries during shows?

Be careful out there. No need to kick anyone, thank you very much.

No Savior?

Jay´s favorite song on Letters Home.

Children?

Soon.

Bled Out?

Took me forever to get this arrangement right, probably sent Derek 8 different versions of this song. Stress city. 

Being away from home?

Sucks. Miss my family mostly, then my job, then not sleeping on a floor.

Dead Set?

Thought this would be my favorite song on Letters Home. Jake´s swelling guitars saved the day.

Prism?

Hardly surprised. I like how people are so shocked when the government isn´t fully honest and forthcoming with them. Like… c´mon now.

Bastards?

Rob Soucy did a video for this song and it´s amazing. I can´t wait for it to be out.

Last words?

We are all just humans reacting to our own shit. Always try to see the other side, you´ll probably wind up a lot less angry. 

Foto: (c) DEFEATER