WARKINGS: Revolution

Die “Revolution” bleibt konservativ: WARKINGS wagen keine Experimente, haben aber dennoch eine Menge potenzieller Power Metal-Hits im Gepäck.

Wir sind ehrlich: Selbst heute noch kommen wir regelmäßig mit den bisherigen WARKINGS-Platten durcheinander. Cover-Artwork, knackiger Ein-Wort-Titel beginnend mit einem ‚R‘ und dann auch noch auf jeder Scheibe ein Song über „Sparta“. Sie machen’s uns aber auch wirklich nicht einfach. Ein Glück, dass „Revolution“ zumindest optisch das Feuer gegen kühle Blautöne getauscht hat, sonst hätten wir allmählich wirklich den Salat.

Wobei wir andererseits auch gut und gerne im Regal danebengreifen könnten, ohne es im Nachhinein zu bereuen. Denn WARKINGS haben seit ihrem Debüt „Revenge“, Pardon, „Reborn“ (2018) ihren Ansatz und ihr Grundrezept kaum verändert. Nun gibt es also zum dritten Mal in Folge eingängigen Power Metal, der sich durch schmissige Riffs und große Mitsing-Refrains auszeichnet. Dabei gibt sich die Band erfrischend traditionell – um nicht zu sagen spartanisch -, indem sie großen Synthesizer- und Keyboard-Einsätzen höflich die Tür zeigt.

Es mangelt auf “Revolution” nicht an potenziellen Hits, auch wenn sich WARKINGS langsam im Kreis drehen

Aufgelockert werden die zehn Kompositionen durch kleinere Audiosamples, um der kriegerischen Atmosphäre zu entsprechen, sowie das eine oder andere Ethno-Instrument, um etwa in „Sparta, Pt. II“ eine orientalische Atmosphäre heraufzubeschwören. Mit „Spartacus“ gibt es darüber hinaus erneut einen Track mit harschen Vocals, wobei diesmal Chris Harms (LORD OF THE LOST) den Gastpart ausfüllen darf und dabei eine ausgezeichnete Figur macht.

An potenziellen Hits mangelt es auf „Revolution“ sowieso nicht, auch wenn WARKINGS sich langsam aber sicher musikalisch tatsächlich im Kreis drehen. Immerhin spricht es für die vier Musiker, dass sie dem Social Media-Phänomen „My Mother (Told Me)“ mit „Ragnar“ einen eigenen Song auf den Leib schneidern und dessen Melodie nur im Refrain zitieren. Eine ähnliche Hommage findet sich in „Fight“, das sich im Chorus vor dem Protest-Song „Bella Ciao“ verneigt.

WARKINGS wagen keine Experimente

Es sind kleine Eastereggs für aufmerksame Hörer, die ansonsten textlich so manches Mal dickes Fell beweisen müssen. WARKINGS werden auch auf ihrer dritten Full-Length-Platte nicht müde, mit Floskeln um sich zu werfen. „Ave Roma / alea iacta est / across the Rubicon […]“. Die Songwriting-Sessions der Band müssen eine wahre Gaudi sein.

Kitsch hin oder her, es gehört ja irgendwo zum Konzept von WARKINGS, weshalb „Revolution“ auch mit breiter Brust neben seinen Brüdern bestehen kann. Große Unterschiede zu „Revenge“ (2020) und „Reborn“ gibt es ja ohnehin nicht – einzige Ausnahme: das blau gehaltene Frontcover, für das wir aus genannten Gründen durchaus dankbar sind.

Veröffentlichungstermin: 20.08.2021

Spielzeit: 40:56

Line-Up

Tribune – Vocals
Crusader – Guitars
Viking – Bass
Spartan – Drums

Produziert von

Label: Napalm Records

Homepage: https://www.warkings.rocks/
Facebook: https://www.facebook.com/warkingsmetal

WARKINGS “Revolution” Tracklist

1. We Are The Fire (Video bei YouTube)
2. Sparta – Part II
3. Fight (Video bei YouTube)
4. Spartacus (Lyric-Video bei YouTube)
5. Kill For The King
6. Deus Lo Vult
7. Ave Roma
8. Ragnar
9. By The Blade
10. Where Dreams Die

Total
0
Shares
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner