TOOL: Salival Box-Set

…Die Live-Tracks sind definitiv etwas tolles, ob jedoch die paar „neuen“ Songs und ein DVD mit schon gesehenen Videos und ein Booklet, das man sich auch nicht im Voraus anschauen kann wirklich über 70 Mark wert sind, muss jeder für sich entscheiden.

Das haben die TOOL-Fans sicherlich schon heiss ersehnt: Ein Box-Set von TOOL mit einer CD, einer DVD/VHS und einem Booklet.

Zuerst zu den Bildträgern: Haben wir verständlicherweise nicht erhalten. Deshalb gibt es hier auch keine Wertung, sondern eine Beschreibung:

In der Box ist eine DVD bzw. ein VHS-Video. Auf beiden Trägern sind die Videoclips zu „Sober“, „Prison Sex“, „Stinkfist“ und „Aenema“, auf der DVD ist zusätzlich noch der Clip zu „Hush“ zu sehen.

Weiterhin ist in der Box ein 56-Seitiges Booklet enthalten, das von Adam Jones konzipiert wurde.

Dann wäre da noch die CD: Sie enthält 5 Live-Aufnahmen und 3 unveröffentlichte Studio-Tracks.

Persönlich denke ich, dass genau diese Live-Tracks das Highlight der Box darstellen dürften: Hier sind TOOL, eine Momentaufnahme; nackte Härte und gnadenlose Ehrlichkeit drückt aus den Lautsprechern. Und anständig gemischt ist das ganze auch noch. Das Herz jedes Fans schlägt höher. Die entsprechenden Songs entnehme man unten der Trackliste.

Die drei unveröffentlichten Songs bestehen aus „Message to Harry Manback II“, einer Fortsetzung der musikunterlegten Hasstirade auf dem „Aenima“-Album, „No Quarter“, einem LED ZEPPELIN-Cover, und „L.A. Municipal Court“, einem Song, der während der „Aenima“-Sessions entstanden ist.

„No Quarter“ ist den Kaliforniern gut gelungen; ich muss zwar meine persönliche Ignoranz eingestehen und sagen, dass ich das Original nicht kenne, jedoch könnte „No Quarter“ in der TOOL-Version auch durchaus aus deren Feder stammen.

„L.A. Municipal Court“ ist vor allem seltsam. Die erste Hälfte des Songs besteht aus einem Sprachansage-Tastendrück-Szenario wie man es aus Telefonaten mit Grossfirmen kennt, nur dass hier mit dem „L.A. Municipal Court“ telefoniert wird (wer hätte das gedacht?). Unterlegt ist das ganze mit einer nervenaufreibenden Gitarre-Bass-Schlagzeug-stampfen-jetzt-drauflos-aktion, die entfernt an Industrielärm erinnert.

Die zweite Hälfte des Tracks besteht dann aus einem Song, der auf der TOOL-Website als „Maynard´s Dick“ bezeichnet wird. Rockt. Lustig.

Die Live-Tracks sind definitiv etwas tolles, ob jedoch die paar „neuen“ Songs und ein DVD mit schon gesehenen Videos und ein Booklet, das man sich auch nicht im Voraus anschauen kann wirklich über 70 Mark wert sind, muss jeder für sich entscheiden.

Veröffentlichungstermin: Februar 2000

Spielzeit: 74:00 Min.

Hompage: http://www.toolband.com

Tracklist:
CD:

1. Third Eye (live)

2. Part of me (live)

3. Pushit (live)

4. Message to Harry Manback II

5. You lied (live)

6. Merkaba (live)

7. No Quarter

8. L.A. Municipal Court/Maynard´s Dick

Video-Clips VHS/DVD:

– Sober

– Prison Sex

– Stinkfist

– Aenema

Nur auf DVD:

– Hush