SLOUGH FEG: Ape Uprising!

SLOUGH FEG: Ape Uprising!

Keine zwei Jahre nach dem starken Hardworlder melden sich SLOUGH FEG zurück – mal wieder mit einem neuen Drummer sowie einem Album, dessen Cover-Artwork wohl zu den coolsten der letzten Jahre zu zählen ist – ein Artwork der Sorte, von denen man sich gerne ein riesiges Poster ins Büro hängen möchte.

Auch musikalisch kann Ape Uprising! erwartungsgemäß überzeugen. Die 70er-Einflüsse, die auf dem letzten Album verstärkt in den Vordergrund getreten sind, finden sich auch auf diesem Album wieder. Dabei ist die Produktion allerdings noch ein Stück rauer ausgefallen – diese und die diesmal wieder deutlich ungestümere Ausrichtung der Musik machen das neue Werk zu dem wohl härtesten der Bandgeschichte. Ape Uprising! atmet Dreck und Schweiß, die Energie des Moments einzufangen ist wichtiger als technische Perfektion.

Das zeigt sich schon beim Opener The Hunchback of Notre Doom, der genauso klingt wie er heißt. So doomig und böse hat man die Jungs um Mike Scalzi selten zuvor erlebt. Ansonsten ist Ape Uprising – für SLOUGH FEG-Verhältnisse wohl bemerkt – erfreulich eingängig: Overborne etwa rockt straight, eingängig und zügellos nach vorne, Shakedown at the Six besitzt ähnliche Qualitäten – ohne auch nur eine Sekunde etwas von der dieser Band so eigenen Kauzigkeit aufzugeben. SLOUGH FEG wären natürlich nicht SLOUGH FEG, wenn sich das komplette Album bereits so schnell dem Hörer erschließen würde. Trotz aller eingängigen Hooklines, die auch im zehnminütigen Titelsong enthalten sind, steckt das Album voller ungewohnter Songstrukturen, verspielter Licks und unerwarteter Wendungen, dass es diverse Hördurchgänge braucht, bis es all seine Qualitäten offenbart.

Ape Uprising! ist im übrigen eines der Alben, bei denen eindeutig Qualität vor Quantität geht, denn nach gut 37 Minuten ist der Affenaufstand bereits vorbei – und man möchte ihn gleich noch einmal erleben! Dieses Album sollte jeder kaufen, der sich für ehrliche Musik begeistern kann, die weit am Massengeschmack der Metalszene vorbeigeht.

Veröffentlichungstermin: 08.05.2009

Spielzeit: 37:33 Min.

Line-Up:
Mike Scalzi – Gitarre und Gesang
Harry Cantwell – Schlagzeug
Angelo Tringali – Gitarre
Adrian Maestas – Bass
Label: Cruz Del Sur Music

Homepage: http://www.sloughfeg.com

MySpace-Seite: http://www.myspace.com/sloughfeg

Tracklist:
1. The Hunchback of Notre Doom
2. Overborne
3. Ape Uprising
4. Simian Manifesto
5. Shakedown at the Six
6. White Cousin
7. Ape Outro
8. Nasty Hero