POISONBLACK: A Dead Heavy Day

Nicht ganz so stark wie der Vorgänger, aber immer noch guter melancholisch angehauchter Metal/Rock aus Finnland.

An das sehr gute Album Lust Stained Despair kommt das aktuelle Werk A Dead Heavy Day leider nicht ganz heran. Die beim Vorgänger angesprochenen SENTENCED-Vergleiche sind dieses Mal nicht ganz so offensichtlich und die Finnen POISONBLACK zeigen sich erdiger und rockiger. Dennoch strotzt A Dead Heavy Day vor guten, eingängigen Melodien, die meist immer noch recht depressiv angehaucht sind, was auch in erster Linie an den tragisch anmutenden Vocals von Ville Laihiala liegt. Dieser hat meinem Gehör nach seine Gesangslinien insgesamt etwas höher angesiedelt und leidet meinem Geschmack nach hier und da etwas zu sehr. Vor allem bei Stücken wie etwa beim melancholischen The Days Between, der Halbballade Only You Can Tear Me Apart oder dem gemächlichen X habe ich manchmal Angst, dass etwas Schmalz aus den Boxen triefen könnte. Aber keine Angst, A Dead Heavy Day kann auch mit einigen richtig kernigen Rockern aufwarten. Wie etwa die druckvolle Komposition Left Behind, die zwar auch düstere Anteile innehat, aber im Großen und Ganzen gut nach vorne geht. Dem schließt sich ebenso der Midtempostampfer Bear The Cross und das mit einem St. Anger-artigen Riff – zumindest beim Einstiegsriff, welches sich dann später wiederholt – versehene Diane an. Wie schon eingangs erwähnt kann die Scheibe qualitativ nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten, POISONBLACK-Fans können allerdings erneut bedenkenlos zugreifen.

Veröffentlichungstermin: 29.08.2008

Spielzeit: 56:23 Min.

Line-Up:
Ville Laihiala – vocals, lead guitar
Tarmo Kanerva – drums
Marco Sneck – keyboards
Antti Remes – bass
Janne Markus – guitar

Produziert von Kari Vähäkuopus
Label: Century Media Records

Homepage: http://www.poisonblack.com

MySpace-Seite: http://www.myspace.com/officialpoisonblack

Tracklist:
1. Introuder (0:31)
2. Diane (3:57)
3. Left Behind (4:45)
4. Bear The Cross (3:50)
5. A Dead Heavy Day (5:07)
6. Me, Myself & I (4:30)
7. X (6:01)
8. Human-Compost (5:23)
9. The Days Between (6:02)
10. Hatelove (4:01)
11. Lowlife (4:28)
12. Only You Can Tear Me Apart (7:46)