OTTONE PESANTE: DoomooD

OTTONE PESANTE: DoomooD

Mit Blechblas-Instrumenten rücken OTTONE PESANTE dem Metal auf den Pelz. Und das italienische Trio macht dies außerordentlich gut. Denn der Hörer bekommt nicht nur ein durch Posaune und Trompete neuartiges Klangspektrum zu hören, sondern fühlt sich dabei auch noch gut in diversen Genres wie Doom oder Black Metal aufgehoben.

Dabei ist „DoomooD“ bereits das dritte Album der Band. Während die ersten beiden Alben noch durchgehend instrumental und gar etwas thrashig gewesen sind, wirkt das neue OTTONE PESANTE-Album dunkler und düsterer. Weiterhin ließ die Band erstmals auch Vocals zu.

„DoomooD“ startet mit Dramatik

„DoomooD“ steigt äußerst dramatisch und doomig ein, wobei die ersten drei Songs eine gewisse Einheit bilden. Denn so wiederholt sich das Melodie-Thema vom Intro in „Tentacles“, wo erstmals auch vom Gesang Gebrauch gemacht wird. Zu hören ist hier Sara Bianchin (MESSA), die mit ihrer klaren Stimme die teilweise leicht verzerrten Blechblasinstrumente in Verlegenheit bringt. Das folgende „Coiling Of The Tubas“ mutet dann wie eine Filmmusik an. Generell ist bei den Instrumental-Tracks eine andere Herangehensweise festzustellen, als dass sie zumeist ruhiger gehandhabt werden – so treibt „Grave“ lange in Ambient-Gewässern dahin – oder eben das Hauptaugenmerk woanders als auf dem Gesang liegt (höre den interessanten Drum-Rhythmus bei „Distress“).

Die Gast-Sänger bekommen OTTONE PESANTE gut

Aber auch mit Gesang funktionieren OTTONE PESANTE gut, wie die Gast-Beiträge von Silvio Sassi (ABATON) beweisen. Im Gegensatz zu seiner Kollegin gibt er den Songs eine angeschwärzte Note. Insbesondere wenn ein Song wie „Serpentine Serpentone“ letztendlich in eine wilde Raserei ausartet. Leider passiert diese Tempo-Bolzerei etwas zu selten.

Bei „DoomooD“ bekommt man das Gefühl, etwas Besonderes zu hören

Auch wenn die Melodieführung, die eben nur durch die Blasinstrumente gegeben ist, etwas limitiert wirkt, was neben den Instrumenten an sich auch daran liegen könnte, dass die Songs als Palindrome komponiert worden sind, so bekommt man bei „DoomooD“ doch das Gefühl, etwas Besonderes und Erhabenes zu hören. Und ja, es ist wie mit dem Exoten-Bonus. Tanzt eine Band aus der geografischen oder eben wie OTTONE PESANTE aus der instrumental musikalischen Reihe, dann spitzt man einfach etwas mehr die Ohren.

Veröffentlichungstermin: 17.04.2020

Spielzeit: 34:00 Min.

Line-Up:
Paolo Raineri – Trompete
Francesco Bucci – Posaune
Beppe Mondini – Schlagzeug

Gast-Musiker:
Sara Bianchin (MESSA) – Gesang („Tentacles“)
Silvio Sassi (ABATON) – Gesang („Serpentine Serpentone“, „Strombacea“)

Label: code666

Homepage: http://www.ottonepesante.it

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/ottonepesante/

OTTONE PESANTE „DoomooD“ Tracklist

1. Intro The Chasm (2:35)
2. Distress (1:55)
3. Tentacles (4:55)
4. Coiling Of The Tubas (4:47)
5. Serpentine Serpentone (2:42)
6. Ocean On A Eco (0:18)
7. Grave (5:30)
8. Strombacea (3:13)
9. Endless Spiral Helix (3:12)
10. End Will Come When Will Ring The Black Bells (5:13)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.