NON OPUS DEI: Sem al diavol va porti al mal

NON OPUS DEI vertreten die sperrige Art des polnischen Black Metals und klauen hierbei auch gern mal bei den frühen Zeiten von BATHORY…

Das polnische Trio NON OPUS DEI wurde 1997 gegründet und präsentiert mit Sem al diavol va porti al mal ihr zweites Full Length-Album. Reichlich räudiger Schwarzmetall slavischer Schule wird darauf geboten, sperrig, dreckig und böse geben sich die Polen. Experimentell anmutende Instrumente (Bodhran, Bozouki) lassen zwar stellenweise an die mißglückten Musikversuche von SVARROGH denken, NON OPUS DEI sind jedoch weniger melodiös veranlagt. Die Produktion ihres Machwerkes überzeugt nicht durchgehend – der Baß wabert stellenweise arg im Unterholz, der Gesang ist zu laut und die klinisch getriggerten Drums sind ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei.

Musikalisch klauen NON OPUS DEI dreist bei den alten Zeiten von BATHORY (R.I.P.). Vor allem Call from the Grave aus der Under the Sign of the Black Mark-Ära scheint es den Polen angetan zu haben – der Riffklau in ihrem Opener About The Battle ist mehr als dreist. Allerdings läßt sich Sem al diavol va porti al mal nicht vollends in die wir sind ein BATHORY-Klon-Schublade stecken. Stellenweise werden die stilfremden Instrumente durchaus passend eingesetzt und kreieren eine kranke Atmosphäre. Tribal-mäßiges Drumming à la frühe GRIP INC. verleiht einem Song wie Vexilla Regis Prodeunt Inderni durchaus eine spezielle Note, welche man in der rohen Schwarzmetall-Landschaft nicht unbedingt erwartet. Soweit, so interessant, wäre da nicht der ultimative Haß-Track Ars Diavoli, welcher zu einem großen Teil aus einem enorm hochfrequenten Klang (beinahe wie bei einem Marderabwehrgerät) besteht. Prädikat: Höchst nervend, absolut überflüssig und schlicht ärgerlich.

Insgesamt bleibt Sem al diavol va porti al mal ein schroffer Ausflug auf solidem Niveau in die Black Metal Gefilde Polens. Mit der polierten Mucke ihrer Landsmänner VESANIA haben NON OPUS DEI definitiv nichts am Hut.

Veröffentlichungstermin: 2005

Spielzeit: 53:46 Min.

Line-Up:
Klimorh: alle Gitarren, Vocals

Sarkueil: Bass

Alex: Drums

Gastmusiker

Mark: Bodhran, Bozouki, Silen´s Violine

Produziert von Marcin Kielbaszewski
Label: Metal Fortress Entertainment

Homepage: http://www.nonopusdei.republika.pl

Email: nonopus@poczta.fm

Tracklist:
1. About The Battle

2. Wotan Id Est Furor

3. Slava Tchortu

4. Satan´s Bard

5. Satanik Statement On Good And Evil

6. Vexilla Regis Prodeunt Inderni

7. Ars Diavoli