DESTRAGE: The Chosen One

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Die Progressive Metalcore Band DESTRAGE haben auf ihrem fünften Album zusätzliche Instrumente einbezogen. Zum Beispiel ein Baritonsaxofon und einen Klangerzeuger, den die Band Megatron taufte. Dahinter verbirgt sich “ein genialer Synthesizer, mit dem wir die Gitarrenriffs gedoppelt haben. Der Sound verschwindet hinter oder verschmilzt mit den Klampfen, um eine dezent unwirkliche Klangkulisse zu schaffen, wobei wir darauf achteten, dass diese Zusätze nicht in den Vordergrund rückten, was zu offensichtlich gewesen wäre. Stattdessen zielten wir darauf ab, dass sich der Hörer fragt: Was zur Hölle ist das das?“ Ich bin genau so ein Hörer. Man zuckt mit den Achseln und ist sich dabei sofort sicher: Was auch immer es sein mag – klingt verdammt cool!

Der Opener ist gleichzeitig Titeltrack. „The Chosen One“ wurde von den Fans innerhalb einer Woche zum Albumtitel gewählt. Tracks, welche der Wahl nicht standhalten konnten, kann man auf YouTube anhören. Aber zurück zum Song: „The Chosen One“ repräsentiert den dominanten Part des Albums. Fast alle Titel sind nach dem selben Schema aufgebaut. Die melodischen Vocals sind in vereinzelte Screams gehüllt. Hier und da reihen sich ein paar Death Vocals dazu.

Mit „The Chosen One“ sind DESTRAGE wieder voll da!

Abgesehen davon geht es teilweise melodisch und fast ohrwurmig zur Sache. Unterbrochen wird die Idylle instrumental immer wieder von harten, aggressiven Drums, schreddernden Gitarren mit teilweise sehr geilen Riffs. Mit letzterem kann besonders „Hey, Stranger“ punkten. „About That“ ist ein Prog-Rock-Core Track, der auch wieder typisch DESTRAGE mit Wechseln zwischen eingängig melodisch und aggressiven Hau-Drauf-Parts spielt. Durch das gesamte Album hinweg werden innerhalb der Songs etliche Stilrichtungen kombiniert, verknüpft oder wechseln sich ab, was auch live richtig gut kommt!

DESTRAGE bleiben sich treu!

„Mr. Bugman“ arrangiert sich coremäßig mit Deathelementen. Aber trotz aller Abwechslung und Stilmischungen fahren DESTRAGE unverkennbar ihre Linie. Lediglich das mit sonderbarem Sprechgesang gepaarte „“Rage, My Alibi“ fällt was die Vocals angeht etwas aus dem Rahmen. Der achte Titel, „The Gifted One“, schließt „The Cosen One“ ab.

Es kann davon ausgegangen werden, dass DESTRAGE mit „The Chosen One“ an die Erfolge von „Are You Kidding Me? No.“ von 2016 anknüpfen können.

Veröffentlicht: 24.05.2019

Spielzeit: 38 min.

Line-Up:
Paolo Colavolpe:Vocals
Matteo Di Gioia: Guitars
Gabriel Pignata: Bass
Ralph Salati: Guitars
Federico Paulovich: Drums

Label: Metal Blade Records

Band-Homepage: http://www.destrage.com/amtne.html

Mehr im Netz: https://de-de.facebook.com/Destrage/
https://destrage.bandcamp.com/

1. The Chosen One
2. About That
3. Hey, Stranger!
4. At The Cost Of Pleasure
5. Mr. Bugman
6. Rage, My Alibi
7. Headache And Crumbs
8. The Gifted One

Anke Braun
Anke ist seit 2016 bei vampster, kümmert sich um Reviews und zieht mit Charme und Kamera bewaffnet durch Metalkonzerte. Lieblingsbands: PRONG, HELLYEAH, DEATH ANGEL, SODOM. Genres: Heavy Metal, Speed/Thrash Metal.