DENNER / SHERMANN: Satan´s Tomb

DENNER / SHERMANN: Satan´s Tomb
MERCYFUL FATE waren ein großer Einfluss für eine Menge der neueren traditionellen Metal-Bands, die in den letzten Jahren so auf der Bildfläche erschienen sind. Nun meldet sich das Original Gitarrenduo von MERCYFUL FATE zu Wort. Michael Denner und Hank Sherman, die auf den fünf ersten MERCYFUL FATE-Alben das Gitarrengespann des Königs bildeten, haben sich unter dem pragmatischen Namen DENNER / SHERMANN zusammen getan. Mit Drummer Snowy Shaw ist ein weiteres Ex-Mitglied von MERCYFUL FATE in der Band, auch wenn Snowy lediglich auf dem 1994er Album Time sowie der im selben Jahr erschienen Bell Witch-EP gespielt hat. Am Mikrofon hat man sich mit CAGE/DEATH DEALER-Frontmann Sean Peck ein echtes Schwergewicht in die Band geholt. Dass der Mann eine hervorragende Metal-Sirene ist, die auch Gesang à la KING DIAMOND problemlos auf die Reihe kriegt, steht außer Frage. Abgerundet wird das Line Up von Bassist Marc Grabowski, der mit Hank Shermann bei den eher mäßig spannenden DEMONICA zusammen gespielt hat. 
Ihren Einstand gibt die Band mit der gut zwanzig Minuten langen EP Satan´s Tomb. Stilistisch trifft man sich ziemlich genau in der Mitte der Hauptbetätigungsfelder der beiden Gitarristen sowie von Sean Peck – Die Songs auf Satan´s Tomb klingen tatsächlich wie eine Mischung aus MERCYFUL FATE und CAGE beziehungsweise JUDAS PRIEST, die ja einen nicht geringen Einfluss auf das Schaffen von CAGE hatten. 
Der Opener und Titeltrack der EP entwickelt sich nach dem fast schon sakralen Intro in eine rasante Achterbahnfahrt. Während in den Strophen Vollgas gegeben wird, geht der Song im Refrain ins Mid Tempo. Dabei wird dem Hörer so manches Break um die Ohren gehauen, während die beiden Gitarristen sich mit Ihren Soli fast schon jagen. Trotzdem ist der Song ein durchgängig eingängiger Headbanger. Bei War Witch treten DENNER / SHERMANN das Gaspedal weiter in Richtung Fahrbahn. Mit Breaks hält man sich hier etwas zurück, so dass der Song deutlich direkter in die Fresse knallt. Dass die Gitarrenarbeit immer noch grandios ist, muss ich nicht erwähnen, oder? Ich tu es trotzdem. Insgesamt hätte der Song auch gut auf ein CAGE-Album gepasst. 
New Gods ist ein zweiköpfiges Biest. Zu Beginn ist der Song deutlich an MERCYFUL FATE angelehnt, während er ziemlich genau nach der Hälfte deutlich in Richtung JUDAS PRIEST mutiert. Seven Skulls, der letzte Song der EP, ist der vertrackteste, und am meisten nach MERCYFUL FATE klingende Song des Albums. Sean Peck gibt beim Erzählen der Horror-Story alles, singt die verschiedenen Protagonisten und wechselt zwischen theatralischem Gesang, hohen Screams und mehr. 
Insgesamt hinterlässt die Debüt-EP von DENNER / SHERMANN einen sehr guten Eindruck, der neugierig auf ein eventuell folgendes Album macht. Die vier Songs überzeugen durch die Bank mit erstklassigem düsteren, traditionellen Metal. Die eine oder andere Länge hat sich noch eingeschlichen – so viel Kritik muss dann doch sein. Und daher ist Satan´s Tomb vielleicht noch kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall ein verdammt starkes Stück Metal, welches einfach Spaß macht.

Veröffentlichungstermin: 02.10.2015

Spielzeit: 21:02 Min.

Line-Up:

Sean Peck – vocals
Michael Denner – guitars
Hank Shermann – guitars
Marc Grabowski – bass
Snowy Shaw – drums

Label: Metalblade Records

Homepage: http://www.dennershermann.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/dennershermann

Tracklist:

01. Satans Tomb 
02. War Witch 
03. New Gods
04. Seven Skulls

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.