AXEL RUDI PELL: Shadow Zone

AXEL RUDI PELL: Shadow Zone

Genaugenommen könnte ich es mir leicht machen und die Reviews der Vorgängeralben „The Masquerade Ball“ (2000) oder „Oceans of Time“ (1998 – auf der Homepage kürzlich durch die Fans zum besten Album gekürt) Wort für Wort abschreiben. Denn geändert hat sich auf dem mittlerweile neunten Studio-Album des ehemaligen STEELER-Gitarristen so gut wie nichts. Axel hat erneut das komplette Songwriting übernommen, erneut arbeitete er mit Produzent Uli Pösselt zusammen, er engagierte denselben Coverzeichner wie seit 1994 und auch dieses Mal wurde Axel von Johnny Gioeli (Vocals), Volker Krawczak (Bass), Ferdy Doernberg (Keyboards) und Mike Terrana (Drums) beim Einspielen der neun Songs (plus Intro, 61:17 Min.) unterstützt. Dass sich da musikalisch nicht wirklich viel geändert hat, dürfte somit eigentlich klar sein. Ich möchte zwar nicht behaupten, daß „Shadow Zone“ auch „The Ballads III“ hätte heißen können. Fakt ist aber, dass die Songs wirklich sehr eingängig und melodisch geworden sind, so dass jeder, der speziell auf die beiden letzten Alben abgefahren ist, an den im Midtempo angesiedelten, eingängig-melodischen Tracks „Edge of the World“, „Saint of Fools“ oder „Coming Home“ seine helle Freude haben dürfte. Auch wer bisher eher die episch-balladeske Seite von Axel Richie Pellmore zu schätzen musste, sollte dank Tracks wie „Heartbreaker“ oder „Live for the King“ seinen Seelenfrieden finden. Wenn überhaupt ein Track als richtig heavy zu bezeichnen ist, dann ist es „Follow the Sign“ (das mich zu Beginn ein wenig an den ONKELZ-Track „Sie hat’n Motor“ erinnert), der aber (soll ich jetzt leider schreiben??) die Ausnahme bleibt. Ich bin zwar kein Musiker, möchte aber auch ganz kackfrech behaupten, daß Axel auf diesem Alben seine bisher besten und gefühlvollsten Soli abgeliefert hat. Vielleicht habe ich deshalb das Gefühl, dass die Scheibe so ruhig geworden ist. Erneut eine solide und (phasenweise sehr) gute Scheibe aus dem Hause Pell. Halt ein typisches Nutella-Album. Wo Pell draufsteht, ist auch Pell drin. Und das ist auch gut so!!

Spielzeit: 61:17 Min.

Line-Up:
Axel Rudi Pell (Guitars)

Johnny Gioeli (Gesang)

Mike Terrana (Drums)

Volker Krawczak (Bass)

Ferdy Doernberg (Keyboards)

Produziert von Axel Rudi Pell & Uli Pösselt
Label: Steamhammer / SPV

Homepage: http://www.axel-rudi-pell.de

Tracklist:
1.The curse of the chains (intro )

2.Edge of the world

3.Coming home

4.Live for the king

5.Follow the sign

6.Heartbreaker

7.Saint of fools

8.Time of the truth

9.All the rest of my life

10.Under the gun