AIRBOURNE: Runnin´ Wild

Ob AC/DC´s nächster Output mit dem zweiten Album von AIRBOURNE mithalten kann, darf hiermit bezweifelt werden. Die Thronfolger stehen bereit.

Australischer Hardrock, der sehr deutlich an Bands wie AC/DC oder ROSE TATTOO erinnert? Und die haben einen Vertrag wo bekommen? Bei Roadrunner Records? Wie ist das denn passiert? Nun ja, auch wenn diese Art von Musik eigentlich nicht unbedingt die Kernkompetenz von Roadrunner ist, wissen die Holländer schon, wenn sie einen kapitalen Fisch am Haken haben. Und das könnte mit AIRBOURNE durchaus der Fall sein. Seien wir doch mal ehrlich: Von AC/DC kommt nur noch alle hundert Jahre mal ne Scheibe und selbst dann ist das Ergebnis nur bedingt befriedigend. Stiff Upper Lip war eine nette Blues Rock-Scheibe, von Großtaten wie Back In Black oder Highway To Hell aber meilenweit entfernt. Man wird eben nicht jünger, auch nicht wenn man Young heißt. Was für ein Wortspiel… Könnte mich bitte mal jemand schlagen? Die Kernaussage des obigen Geschwafels: Als Fan der alten AC/DC-Sachen ist man natürlich froh über jede gute Scheibe dieser Machart, so zum Beispiel das Debüt von STRIPWIRED oder die nicht ganz so AC/DC-affinen DOOMFOXX.

Und genau hier kommen AIRBOURNE ins Spiel. Die haben nämlich auf Runnin´ Wild einen ganzen Haufen Songs geschrieben, an die die großen Vorbilder und Landsleute heutzutage wohl eher nicht mehr ran kommen. Schon der Opener Stand Up For Rock´N´Roll und der direkt folgende Titeltrack rocken dermaßen vehement durch die Boxen, dass man sich wirklich fragen darf, ob da nicht wirklich gerade die Wachablösung stattfindet. Aber auch der Rest des Songmaterials fällt da nicht wirklich ab. Bei den folgenden Songs rocken AIRBOURNE deswegen aber kein bisschen weniger. Wer bei Songs wie To Much, To Young, To Fast, Diamond In The Rough oder Fat City die Füße stillhalten kann, sollte entweder dringend zum Orthopäden oder wegen akuter Geschmacksverirrung in Therapie. Wirkliche Kritikpunkte an der Scheibe gibt es eigentlich keine. Eigentlich? Ja! Denn uneigentlich sind knapp 37 Minuten schon etwas knapp, das sollte aber keinen gestandenen Rocker davon abhalten, diese Platte am 30. Mai diesen Jahres einzusacken.

Veröffentlichungstermin: 30.05.2008

Spielzeit: 36:45 Min.

Line-Up:
Joel O´Keeffe – vocals, lead guitar
David Roads – guitar, backing vocals
Justin Street – bass, backing vocals
Ryan O´Keeffe – drums

Produziert von Bob Marlette
Label: Roadrunner Records

Homepage: http://www.airbournerock.com

Tracklist:
01. Stand Up For Rock ´N´Roll
02. Runnin´ Wild
03. Too Much, Too Young, Too Fast
04. Diamond In The Rough
05. Fat City
06. Blackjack
07. What´s Eatin´ You
08. Girls In Black
09. Cheap Wine & Cheaper Women
10. Heartbreaker
11. Hellfire